Presseschau: über virtuelle und andere Realitäten

Apple will den Markt für Streamingdienste aufmischen, Twitter kommt nicht zur Ruhe, die virtuelle Realität wird vielleicht schon 2016 die Unterhaltungsindustrie entscheidend verändern – das und vieles mehr in der neuesten Ausgabe unserer Presseschau.

Der Wettbewerb bei Onlineportalen für Essenslieferungen verschärft sich: Das in Berlin gegründete und zu Rocket Internet gehörende Unternehmen Delivery Hero hat 110 Millionen Euro Kapital bekommen. Weitere Zukäufe soll es zunächst nicht geben, verkündet die Welt.

Es kommt wie erwartet, und doch ist die Branche in Aufruhr: Bei der Entwicklerkonferenz WWDC hat Apple seinen neuen Streamingdienst Apple Music angekündigt. Umfang und Art des Angebots dürften der Konkurrenz das Leben schwer machen, spekuliert Spiegel Online. Der Musikdienst Spotify jedenfalls hat sich kurz vor dem Start des Konkurrenzangebots noch eine Finanzspritze von Investoren geholt. Der Telekommunikations-Konzern Telia Sonera gab am Mittwoch eine Investition von 115 Millionen Dollar bekannt. Dafür bekam Telia Sonera einen Anteil von 1,4 Prozent, vermeldet das Manager Magazin.

Der niederländische Online-Dienst Blendle kommt nach Deutschland. Er ermöglicht es, einzelne Artikel aus Zeitungen und Magazinen zu kaufen – und bei Nichtgefallen zu reklamieren, berichtet die FAZ.

Eyefactive aus Wedel bei Hamburg wollte große Displays in Tische integrieren. Was wurde aus der Idee? impulse hat bei Gründer Matthias Woggon nachgehakt.

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Twitter-CEO Dick Costolo räumt den Chefsessel, Twitter-Mitgründer Jack Dorsey wird übergangsweise wieder an die Unternehmensspitze rücken. Costolo scheiterte an Umsatzproblemen und der ungelösten Frage „Was ist Twitter?“, konstatiert die Süddeutsche Zeitung.

Das US-Startup Oculus hat endlich Details zu seiner Virtual-Reality-Brille Rift veröffentlicht. Das Serienmodell soll leichter und einfacher zu benutzen sein als die Prototypen – weil Microsoft mithilft. Nur über den Preis schweigen die Macher, sagt Spiegel Online. Dazu passt auch ein Artikel aus dem Handelsblatt, der den Siegeszug von Virtual Reality thematisiert: Die virtuelle Realität hält 2016 Einzug in die Unterhaltungsindustrie. Facebook und Microsoft sind die Vorreiter und Spiele nur der Anfang. Denn ewig lockt Hollywood – und dort ein 150-Milliarden-Dollar-Markt.

Der umstrittene Fahrdienst und Presseschau-Stammgast Uber wächst und wächst. In China will er allein in diesem Jahr eine Milliarde Dollar investieren. Doch auch dort stößt der Taxidienst auf Probleme, was nicht nur die FAZ nicht überrascht.

Bild ganz oben: Screenshot von der Webseite von Oculus.

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