Take Eat Easy: Politik geht durch den Magen

Der Lieferservice-Markt ist hart umkämpft, zahlreiche Anbieter wollen die Mägen hungriger Großstadtmenschen füllen. Einer von ihnen ist Take Eat Easy. Eine freche Werbekampagne soll jetzt für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen.

Glaubt man einschlägigen Presseberichten, dann ist die Stimmung zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht immer die beste. Eine gemeinsame Mahlzeit könnte das ändern, dachte sich der Lieferdienst Take Eat Easy und ließ ein entsprechendes Werbemotiv kreiren. Das Ergebnis ist aktuell zum Beispiel auf dem Berliner Alexanderplatz zu sehen (Bild oben).

Take Eat Easy ist ein im September 2013 in Brüssel von den koch- und technologiebegeisterten Freunden Adrien Roose, Chloé Roose, Jean-Christophe Libbrecht und Karim Slaoui gegründetes Startup. Seit Oktober 2014 sind sie auch in Paris aktiv, in diesem Jahr kamen Lyon, Lille, Bordeaux, Madrid, Londen und gerade mit Berlin die erste deutsche Metropole hinzu. Weitere deutsche Städte sollen in Kürze folgen.

Fahradkuriere_TEE
Mit einem eigens entwickelten Algorithmus für die Online-Plattform und App werden die Gerichte einer Auswahl von Restaurants der jeweiligen Stadt zum Bestellen angeboten (Mindestbestellwert: 20 Euro). Ausschließlich Fahrradkuriere liefern das Essen aus, und das in weniger als einer Stunde, wie das Unternehmen verspricht. Über ein GPS-Tracking können Kunden die Lieferung in Echtzeit mitverfolgen.

Mehr als 550 Restaurantpartner hat Take Eat Easy in Europa. In Berlin startet man mit über 50 Restaurants, regelmäßig sollen neue hinzulommen. Insgesamt verzeichnet das Startup mehr als 500 Lieferungen pro Tag und bereits über 100.000 seit der Gründung. Die dabei von den Fahrradkurieren zurückgelegte Strecke entspricht gut 16 Erdumrundungen.

Allein steht Take Eat Easy mit seiner Geschäftsidee natürlich nicht da; gerade erst hat sich Urban Taste der Öffentlichkeit vorgestellt. Urban Taste gehört zum milliardenschweren Lieferkonzern Delivery Hero, an dem auch Rocket Internet beteiligt ist, und bietet ebenfalls Restaurantessen an. Weitere Mitbewerber sind bloomsburys, foodora (hieß früher Volo und gehört auch zu Rocket) und Deliveroo aus Großbritannien. Man darf gespannt sein, für wie viele Anbieter auf lange Sicht Platz ist auf dem Markt.

 

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