Locafox will den lokalen Einzelhandel stärken

Im Wettbewerb mit Amazon und anderen Online-Shops hat es der lokale Einzelhandel immer schwerer, viele Geschäfte müssen mangels Kundschaft und wegen steigender Mieten schließen. Mit Locafox soll nun Hilfe aus dem Internet kommen. Seit Anfang der Woche steht die Local-Shopping-Plattform in acht deutschen Städten zur Verfügung.

Locafox zeigt Konsumenten die Geschäfte an, die ein gesuchtes Produkt in ihrer Nähe aktuell verfügbar haben, und bietet bei seinen Partnerhändlern einen Reservierungsservice an. Das ermöglicht es den Usern, ein gewünschtes Produkt noch am gleichen Tag im Geschäft anzuschauen und zu kaufen. 2013 in Berlin gestartet, ist der Service jetzt auch in Hamburg, München, Leipzig, Köln, Dortmund, Bochum und Bielefeld verfügbar. Konsumenten finden nun auf Locafox Produkte von mehr als 1 500 lokalen Geschäften.

Der Entscheidung für die jeweiligen Städte war eine Marktanalyse vorausgegangen. „Uns ist es wichtig, bedeutende Handelsstandorte in Deutschland zu stärken, und Städten mit einer langen Handelstradition dabei zu helfen, ihre Innenstädte zu bewahren“, erklärt dazu Karl Josef Seilern, CEO bei Locafox.

logo_on-whitet_horiz_400x1200pxWie in Berlin liegt der Fokus auch in den neuen Städten zunächst auf dem Elektroniksegment. „Im Bereich Elektronik können wir, verglichen mit anderen Handelssparten, derzeit die höchste Dichte an Händlern und Produkten anzeigen. Die ist wichtig, denn nur mit genügend Angeboten in einer Kategorie in der jeweiligen Stadt bringen wir Konsumenten eine wirkliche ‚Wow‘-Erfahrung, wenn es darum geht, aufzuzeigen, welche lokalen Händler in der Umgebung ein gesuchtes Produkt aktuell verfügbar haben“, so Seilern.

Weitere Kategorien wie Bücher, Sport & Freizeit und Spielzeug befinden sich bereits im Aufbau. „Durch das Bündeln unserer Energie auf die Städte und die jeweiligen Segmente schaffen wir es schneller, die für unsere Nutzer wichtige hohe Angebotsdichte zu schaffen“, erläutert Seilern. Ein Sales-Team von Locafox kümmert sich um die Händlerakquise in den jeweiligen Städten.

Eine Ausnahme bildet dabei Bielefeld. Dort kooperiert Locafox mit dem regionalen Zeitungsverlag „Neue Westfälische“ (NW). Ein auf digitale Produkte spezialisiertes Verkaufsteam der NW hat die Akquise von Einzelhandelsunternehmen in der Region Ostwestfalen-Lippe im Juni begonnen. Weitere Partnerschaften mit regionalen Tageszeitungsverlagen werden in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Die ersten Händler außerhalb der Metropolen arbeiten bereits mit Locafox zusammen. Nach Eingabe der Postleitzahl kann im Sortiment dieser Geschäfte schon gestöbert werden.

Über Locafox

Founderteam-Locafox_rgb1Locafox wurde im Juni 2013 von Fabian Friede, Lukas Zels, Rob Morgan, Michael Wendt und Karl Josef Seilern (CEO) gegründet (Bild oben von links nach rechts). Mittlerweile arbeiten rund 50 Mitarbeiter in der Zentrale in Berlin-Kreuzberg. Über eine Anbindung an das jeweilige Warenwirtschaftssystem der Händler zeigt Locafox das Sortiment, Artikelbeschreibungen, Preise und die aktuelle Verfügbarkeit von Produkten des lokalen Einzelhandels. Zu den bisherigen Kooperationspartnern zählen neben einer Vielzahl kleinerer und mittelgroßer Geschäfte auch Einzelhandelsgrößen wie MEDIMAX, Conrad Electronics, Gravis, Cyberport, Hugendubel, Peek&Cloppenburg in Hamburg, Lucky Bike, B.O.C. und Christ. Im Mai 2015 konnte das Startup in einer Finanzierungsrunde durch Holtzbrinck Ventures, die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft, den Unternehmer Max Iann und Payback-Gründer Alexander Rittweger einen Millionenbetrag einsammeln.

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