Presseschau: schiefe Töne bei Zalando

Bei Zalando ist das Geschrei mal wieder groß, aktuell wegen deutlicher Verluste und mieser Aktienkurse. Das ist ein Schwerpunktthema unserer Presseschau. Außerdem: Rocket-Schützling TravelBird baut ab, Twitter führt Nachrichtenfunktion ein, Deezer geht an die Börse und vieles mehr.

Der Modehändler Zalando schreibt tiefrote Zahlen. Das liegt auch daran, dass Rechnungen in Millionenhöhe offen sind. Die Firma ist wohl auch selbst schuld – durch eine Änderung der Bezahlmodalitäten, hat die Welt festgestellt. Die FAZ sieht dies und den aktuellen Kurseinbruch nicht so tragisch und Zalando schon auf den Spuren von Amazon wandeln. (Bild oben: der Vorstand von Zalando läutet die Börsenglocke)

Die niederländische Reise-Website TravelBird muss sich erheblich reorganisieren. Etwa 100 der mehr als 700 Mitarbeiter wird nicht aus der Probezeit übernommen, dazu wird das Geschäft mit Niederlassungen in Portugal, Spanien, Italien, Ungarn und Polen eingestellt, schreibt die absatzwirtschaft.

Twitter droht, den Anschluss zur Social-Media-Elite zu verlieren. Deshalb gibt es nun die Nachrichtenfunktion Moments. Twitter übernimmt damit Erfolgsmodelle unter anderem von Snapchat und will sein Chaos ordnen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Künftig bauen wir unsere Smartphones und Uhren selbst zusammen, glauben Hersteller wie Blocks oder RePhone. Hunderttausende US-Dollar sammeln sie gerade per Crowdfunding. Die Zeit hat mitgebastelt.

deezer-logoNoch vor dem Streaming-Marktführer Spotify geht der französische Konkurrent Deezer an die Börse. Die dabei offengelegten Zahlen der Franzosen zeigen allerdings auch, dass viele Kunden nicht jeden Monat aktiv sind, hat die Wirtschaftswoche nachgerechnet.

Auch beim nächsten Thema ist Musik drin: Wie klingt ein Liebesbrief, wie hört sich ein Gedicht an? Die Website Type a tone beantwortet diese Fragen, und der Spiegel hat mal reingehört.

Noch vor einem Jahrzehnt war die Welt für die die klassischen Banken in Ordnung. Die Kunden kamen um die Herren in Grau nicht herum und wurden dort mit Krediten, Konten und Kapitalanlage versorgt. Heute, nach Finanzkrise sowie Bailout durch den Steuerzahler und Staaten, wird vieles im Internet erledigt. Eine Chance für die Finanzindustrie. Aber auch eine Herausforderung. Denn die Fintechs wachsen rasant, konstatiert das manager magazin.

  • Melde Dich jetzt für unseren Newsletter an!