O’Donnell Moonshine: Schwarzgebranntes, ganz legal

Es ist Dezember, die Weihnachtszeit, und was gehört da unbedingt dazu? Richtig, ein Adventskalender! Der darf natürlich auch bei den Gründerfreunden nicht fehlen, und so stellen wir ab sofort jeden Tag einen Onlineshop und seine Angebote vor, die sich besonders als Geschenke eignen. Den Anfang macht eine Schnapsbrennerei, aber ist die wirklich ganz legal?

Zumindest im Amerika der 20er Jahre wäre sie es nicht gewesen, denn damals galt strengstes Alkoholverbot. Okay, ganz so streng vielleicht nicht, angeblich gab es 1927 allein in New York mindestens 30.000 sogenannte Flüsterkneipen (Speakeasys), in denen Schnaps ausgeschenkt wurde, aber Produktion und Verkauf waren auf jeden Fall illegal. Schwarzgebrannte Getränke waren ein riesiges Geschäft und hatten viele teilweise poetische Namen: White Lightning, Mountain Dew, Hooch, Homebrew und White Whiskey. Am gängisten war allerdings die Bezeichnung Moonshine.

ODonnell
Edward „Spike“ O’Donnell

Wie jeder Filmfreund weiß, war die Zeit der Prohibition auch die Zeit der klassischen Gangster. Einer von ihnen war Edward „Spike“ O’Donnell, der Anführer der South Side O’Donnell Gang. Während der Chicago Beer Wars lieferte die sich heftige Schießereien mit der Bande der Torrios. Zwei Jahre dauerten die verlustreichen Auseinandersetzungen, dann übernahm der berühmt-berüchtigte Al Capone die Herrschaft über das Alkoholgeschäft.

Auch wenn es in abgelegenen Gegenden der USA immer noch kleine Schwarzbrennereien gibt, ist der Schnapshandel für Gangster natürlich längst kein Geschäft mehr. Die Faszination für die Zeit ist dagegen ungebrochen und hatte auch den Berliner August Ulrich erfasst. Der kam auf die Idee, seinen eigenen Moonshine zu produzieren, natürlich keinen fiesen Fusel, wie er früher Tausenden das Leben gekostet hat, sondern ganz besonders feine Ware. Und da er sich auch mit der Geschichte der Chicagoer Gangster beschäftigt hatte, war der Name für sein Schnaps-Startup schnell gefunden: O’Donnell Moonshine.

Das es sich dabei nicht um ein gewöhnliches Getränk handelt, macht schon die Verpackung deutlich. Nicht in der Flasche, sondern ein einem großen Glas mit Schraubverschluss kommt der Moonshine daher, weshalb der Warnhinweis „Achtung, kein Honig!“ durchaus angebracht ist. Die Grundversion ist ein klassischer Kornbrand mit 38 % Vol., außerdem gibt es die Likörvarianten „Bitter Rose“ mit Grapefuit, Hagebutte und anderen bitter-fruchtigen Zutaten sowie „Bratapfel“, die so richtig nach Weihnachten schmeckt und damit genau richtig ist für die erste Folge unseres Adventskalenders.

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