Coolar gewinnt das deutsche Finale von The Venture

Cool, cooler, Coolar: Das Berliner Startup konnte sich mit innovativer Kühltechnik den Sieg im deutschen Vorentscheid für den weltweiten Gründerwettbewerb The Venture sichern und darf nun weiter auf seinen Anteil an dem Preisgeld von insgesamt einer Million US-Dollar hoffen.

Über den Social Entrepreneurship Wettbewerb Chivas The Venture haben die Gründerfreunde schon mehrfach berichtet (hier und hier).  Beim Finale letzte Woche setzte sich Coolar gegen die Konkurrenten FoodLoop und ROOM IN A BOX durch. Die vier Juroren Frank Thelen (CEO Venture Capital e42), Christian Reber (Founder & CEO Wunderlist), Dr. Alex von Frankenberg (Managing Director High-Tech Gründerfonds) und Nikolaus Röttger (Chefredakteur WIRED) schätzen vor allem die soziale Tragweite der Erfindung, die eine dauerhafte, stromlose Kühlung ermöglicht. Als deutscher Repräsentant von The Venture erhält Coolar das Ticket zum internationalen Finale in New York, wo die Suche von Chivas Regal nach dem vielversprechendsten Social Business der Welt im Juli 2016 in die entscheidende Phase geht. Der Wettbewerb bietet neben der Fördersumme begleitende Expertencoachings, um die angehenden Unternehmer gezielt zu unterstützen.

CHIVAS REGAL The Venture Berlin © www.david-biene.deDie drei Teams der deutschen Finalisten von The Venture (Foto (c) David Biene)

Marketing Manager Stephan Schmidt von Pernod Ricard Deutschland – zu dem Chivas Regal gehört – über den deutschen Vorentscheid: „Wir gratulieren Coolar zum Gewinn und sehen großes Potenzial in ihrer Vision. Es ist unsere feste Überzeugung, dass soziales Unternehmertum eine der bedeutsamsten positiven Kräfte der Zukunft darstellt. Entsprechend ist The Venture für uns keine einmalige Initiative, sondern ein langfristiges Programm, durch das wir angehenden Unternehmern Unterstützung und ein Netzwerk bieten möchten.“

Mit Coolar aus Berlin gewinnt ein Startup, das dank Nutzung umweltfreundlicher Wärmekapazitäten und völliger Schadstofffreiheit eine ökologisch nachhaltige Kühltechnologie ermöglicht. Die Vision zum Unternehmen kam Julia Römer während einer Summer School für grüne Gründungsideen. Zur Umsetzung des Kühlsystems setzt das Team auf den Einsatz von Wärme anstatt Elektrizität. Diese Technik ermöglicht auch an Orten ohne stabile Stromversorgung eine dauerhafte Kühlung, da sie nur durch Warmwasser betrieben wird. Diese Ressource ist günstig zu generieren, beispielsweise durch Solarwärme, und kann durch eine einfache Mechanik in einem isolierten Tank gespeichert werden. Coolar bietet somit eine kostengünstige und dauerhafte Lösung zur Kühlung von Medikamenten und Lebensmitteln in heißen, stromlosen Regionen und liefert einen elementaren Beitrag zur Sicherung grundlegender Lebensqualität.

Die Gründerfreunde waren bei der Urteilsverkündung live dabei!

Juryvorsitzender Frank Thelen begründet die Entscheidung: „Coolar ist ein innovatives Kühlsystem, das viele Menschenleben retten kann. Alle drei Start-ups haben spannende Ideen vorgetragen, doch meine Jury-Kollegen und ich haben uns einstimmig für den Pitch mit der tiefsten Technologie und dem größten Impact entschieden. Die Mischung aus gutem Businessmodell und sozialer Ausrichtung macht das Team von Coolar zu optimalen Gewinnern von The Venture.“

Coolar_Produkt_in_Kueche-2Macht sich auch in einer Küche gut: der Kühlschrank von Coolar

Neben der Chance auf einen Anteil an der Förderungssumme von bis zu $ 1 Million profitieren die Gewinner des nationalen Vorentscheids von wertvollem Expertenwissen. Das Gründerteam um Julia Römer und Christoph Göller erhält ein intensives Coaching durch Frank Thelen zur Vorbereitung auf den globalen Wettbewerb. Vor der internationalen Entscheidung nehmen alle Finalisten außerdem an der The Venture’s Accelerator Week im The Skoll Centre der University of Oxford teil. Integriert in die weltbekannte Saïd Business School hat The Skoll Centre ein Programm entwickelt, das den Finalisten die Teilnahme an inspirierenden Workshops zu globalen Fragestellungen ermöglicht.

Und was mit dem zu gewinnenden Geld geschehen sollte, hat man sich bei Coolar auch schon überlegt:“Das Preisgeld würde es uns ermöglichen, Material und Arbeitszeit für Pilottests unserer Kühlschränke in Entwicklungsprojekten zu finanzieren und darauffolgend eine Serienproduktion zu initiieren. In den Pilottests soll nachgewiesen werden, dass unser Coolar Kühlgerät die günstigste und nachhaltigste Lösung für die Kühlung von Medizin und Impfstoffen in Regionen mit unzuverlässiger Stromversorgung ist, und die Serienproduktion würde uns ermöglichen diese Kühlgeräte großflächig den Gesundheitseinrichtungen bereitzustellen, die sie benötigen.“

Bild ganz oben: Team Coolar und Jury (Christian Reber, Frank Thelen, Dr. Alex von Frankenberg, Nikolaus Röttger) (Foto (c) David Biene)

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