Internetsicherheit – was die Deutschen bewegt

Morgen ist der „Safe Internet Day“, der ein wichtiges Thema aufgreift, denn Internetsicherheit ist nach wie vor ein gravierendes Problem für alle, die online aktiv sind. Die Computerhilfe der Deutschen Telekom hat dazu gerade eine Untersuchung veröffentlicht, deren spannendste Ergebnisse wir hier präsentieren.

Fast die Hälfte der Deutschen sind bereits Opfer von Internetkriminalität geworden. Am häufigsten sind Internetnutzer aller Altersgruppen von Viren, Trojanern oder Computerwürmern betroffen, 45 Prozent sind schon einmal in Kontakt mit so genannter Malware gekommen. Es folgen Phishing-Delikte wie die Entwendung von Zugangsdaten mit 8 % sowie Identitätsdiebstahl mit 4 % Betroffenen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Computerhilfe der Deutschen Telekom. Die Meinungsforscher befragten 1.070 Internetnutzer nach ihrem Umgang mit persönlichen Daten im Internet anlässlich des Safer Internet Day am 9. Februar.

Sicherheitsgrafik-Teil 1Was vielen Usern – ob privat oder beruflich im Internet unterwegs – wenig bewusst ist: Jeder hinterlässt mit jedem Klick eine Datenspur im Netz. Ob bei Onlinebestellungen, in sozialen Netzwerken oder  bei Umfragen, es werden immer persönliche Daten digital preisgegeben. Die Sensibilität dafür variiert dabei sehr, zeigen die Umfrage-Ergebnisse. So geben insgesamt 54 % der Befragten ihren Namen ohne größere Bedenken im Internet weiter, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 60 &, von den über 60-Jährigen nur 42 %. Ähnlich ist es beim Umgang mit der E-Mail-Adresse: Hier gab die Hälfte der Befragten an, diese sorglos weiterzugeben, die 30- bis 39-Jährigen sogar zu 61 %. Die vorsichtigste Altersgruppe sind erneut die über 60-Jährigen, von denen nur 36 % ihre E-Mail-Adresse ohne Skrupel mitteilen.

Anders sieht es bei Anschrift, Telefonnummer und Fotos aus: Mit diesen Daten gehen die Befragten deutlich sensibler um. Nur 29 % der Befragten haben kein Problem, ihre Anschrift zu nennen, immerhin 21 % geben ihre Telefonnummer ohne Zögern an. Bei Bildern ist das Ergebnis eindeutig: Nur 13 Prozent der Studienteilnehmer geben diese leichtfertig weiter. Selbst die „Generation Selfie“ (14-39 Jahre) ist hier ziemlich zurückhaltend, lediglich 19 % stellen ihre Fotos bedenkenlos ins Netz.

Sicherheitsgrafik-Teil 2„Grundsätzlich sollte man bei der Weitergabe persönlicher Daten im Internet sehr zurückhaltend sein“, betont Jochen Beck, Experte von der Computerhilfe der Telekom. Ansonsten gelten generelle Sicherheitstipps: „Die Software sollte immer auf dem neuesten Stand sein, um Sicherheitslücken in Browser, Betriebssystem oder Virensoftware zu schließen. Internetnutzer sollten auf sichere Passwörter achten, diese regelmäßig wechseln und internetfähige Geräte damit schützen. Vorsicht ist beim Download von Daten und Software geboten, diese sollten nur von vertrauenswürdigen Seiten der Hersteller geladen werden“, betont Beck. Bei Nutzung eines WLAN-Netzwerks sollte dieses mit dem aktuellen Verschlüsselungsstandard gesichert werden. Und schließlich sollte man sich lieber zweimal überlegen, ob man in sozialen Netzwerken alle privaten Fotos und Informationen postet.

Und wenn trotz aller Vorsicht etwas schief gegangen ist? Die Mehrheit (56 %) der Opfer von Internetkriminalität hat das Problem selbst in den Griff bekommen, ergab die Umfrage. Das trifft aber lediglich für die jüngeren Nutzer zu: Die über 50-Jährigen gaben mehrheitlich an, das Problem nur mit fremder Hilfe gelöst zu haben. Wer noch mehr über die Befragungsergebnisse zum Thema Internetsicherheit erfahren möchte, kann das hier tun.

Quelle der Grafiken: TNS Emnid / repräsentative Umfrage im Auftrag der Computerhilfe der Deutschen Telekom / Berfragungszeitraum: Dezember 2015 / 1.070 Befragte

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