Was Startups als Arbeitgeber sexy macht

Eine neue Studie zeigt, was Studenten von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten – und was sie bei Startups suchen. Gerade für die ist es wichtig, sich von der Konkurrenz abzuheben, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und wachsen zu können.

Im Vergleich zu großen Unternehmen liegt die Vermutung nahe, dass Startups als Arbeitgeber nicht wirklich überzeugen können. Wie sollten sie auch? Die Ressourcen, mit denen sie wirtschaften, sind stark begrenzt. Das reicht vielleicht für ein Firmen-Fahrrad, aber mit den Leistungen größerer Unternehmen lässt sich nicht mithalten. Es stellt sich also die Frage:

Was macht junge Unternehmen attraktiv?

Im Puls-Check von Campusjäger haben eintausend Studenten beantwortet, wer ihr Wunscharbeitgeber ist und warum. Natürlich liegen BMW, SAP und Co. vorne, rund zwei Drittel möchten bei den Großen arbeiten. Aber immerhin ein Drittel sieht seine Zukunft in Startups. Und die Gründe dafür sind eben nicht das Gehalt oder die Sicherheit des Jobs. Hier sind vor allem Innovationsfähigkeit und Möglichkeiten sich zu entwickeln gefragt.

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Vorteil Startups, denn ein Unternehmen, dass ganz am Anfang steht, bietet viel Raum für Ideen – und Fehler. Aber dank denen wird man schließlich groß und am schnellsten lernt man, wenn mal etwas nicht klappt. Das sind zwar Dinge, die einfach zur Natur eines Startups dazugehören, trotzdem lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Junge Gründer gibt es nämlich viele, und je besser sie ihre Stärken ausspielen, desto besser heben sie sich von der Konkurrenz ab.

Aber wie genau soll das klappen? Die Studie zeigt zwar, wo die Stärken der Startups liegen, aber wo können Gründer nun konkret Einfluss ausüben? Hier ein paar Antworten:

Arbeitsatmosphäre: Locker. So stellt man sich es bei Startups vor. Stimmt meistens auch, aber das heißt nicht, dass es chaotisch zugehen muss. Mitarbeiter können sich viel besser entfalten und tragen mit ihren Ideen aktiv zur Innovation des Unternehmens bei. Hier sei auf die Gift-Exchange-Theorie aus der Soziologie verwiesen: „Schenkt“ man Vertrauen, indem die Mitarbeiter eigenständig arbeiten dürfen und zum Beispiel Aufgaben und Arbeitszeit flexibel einteilen können, dann bekommt man eine höhere Leistungsbereitschaft und Effizienz zurück.

Entwicklungsmöglichkeiten: Auch Mitarbeiter wachsen mit ihren Aufgaben. Und das erhoffen sie sich gerade bei Startups. Zwar ist es gut, wenn sie sich ihre Aufgaben frei einteilen können, allerdings sollte das im Rahmen eines höheren Ziels geschehen, auf das alle gemeinsam hinarbeiten. Um das voranzutreiben, sollten Gründer gute Ansprechpartner sein, Feedback geben, Hilfe anbieten und immer ehrlich sein. Am besten im direkten Kontakt – das schafft Nähe zu den Mitarbeitern.

Innovationsfähigkeit: Hängt stark mit den ersten beiden Punkten zusammen. Auf Befehl hin kreativ zu sein, schafft fast niemand. Aber sorgen Gründer für eine lockere Atmosphäre und schränken die Mitarbeiter nicht durch starre Prozesse ein, steht auch guten Ideen nichts mehr im Weg. Wer zusätzlich noch Extraraum dafür schafft, beispielsweise durch wöchentliche Gespräche, bezieht seine Mitarbeiter nicht nur aktiv mit ein, sondern erhält vielleicht wertvolle Tipps, die das Unternehmen weiter vorantreiben.

Verantwortung und Aufgaben: Jemand, der sich bei einem Startup bewirbt, weiß meistens was ihn erwartet. Ein kleines Team, das die Arbeit eines ganzen Unternehmens macht. Das sich da mal Aufgaben überschneiden und ein Entwickler noch ein bisschen Marketing mitmacht, ist gut. Das kann ihnen auch ruhig zugetraut werden. Nur das Ziel sollte klar definiert sein, damit jeder weiß wo es hingeht und niemand planlos drauf los arbeitet. Wer dann noch regelmäßiges Feedback bekommt, arbeitet sich auch gerne in neue Themen ein.

Über Campusjäger

Campusjäger wurde 2013 von Matthias Geis, Jannik Keller und Martin Trenkle gegründet. Campusjäger vermittelt schnell und einfach Jobs zwischen Studierenden und Unternehmen. Studierende erhalten auf ihr Profil angepasste Jobvorschläge und können sich mit einem Klick bewerben. Unternehmen profitieren ihrerseits von der Vorauswahl potenzieller Kandidaten. Im Rahmen des Puls-Check durchgeführte Studien liefern darüber hinaus ein aktuelles Meinungsbild der Studierenden zum Thema Jobsuche.

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