Es gibt mindestens ebenso viele Gründe, die für die Selbstständigkeit sprechen, wie es Faktoren gibt, die Bauchschmerzen verursachen und potenzielle Gründer davon abhalten, aus der Geschäftsidee ein Business zu gründen. In diesem Bericht soll auf eben diese Bauchschmerz-Faktoren nun mit entsprechenden Tipps und Lösungen reagiert werden.

Die Finanzlage ist ein leidiges Thema. So umschiffen Gründer diesen Motivations-Killer

Wer sich in einem Angestelltenverhältnis befindet, der hat – wenn überhaupt – die Sorge darum, dass der Betrieb in finanziell schweren Zeiten, pünktlich den vereinbarten und schriftlich fixierten Lohn überweist. Wer allerdings als Selbstständiger einen finanzielle Schieflage ausmerzen muss oder gar frisches Kapital braucht, um das Unternehmen weiterzuentwickeln, der musste sich gedanklich lange Zeit auf einen Hürdenlauf einstellen.

Die Lösung heißt: Auf dieser Seite gibt es Kredite für Selbstständige im Vergleich. Der Unterschied zu anderen Kreditangeboten ist dabei, dass nicht willkürlich alle Kreditoptionen vorgestellt werden, die ohnehin zu einem großen Prozentsatz abgelehnt würden. Denn der Selbstständige hat beispielsweise keine Gehaltsabtretung, die er als Sicherheit beim Kreditgeber vorlegen kann. Ausgewiesen werden auch vor diesem Hintergrund spezielle Kreditangebote für Selbstständige und Freiberufler. Was Selbstständige auch finden, ist eine überschaubare Anzahl an Kreditinstituten, die mit Selbstständigen als Kreditnehmer ins Geschäft kommen wollen. Häufig legen die potentiellen Kreditgeber enge Auswahlkriterien wie diese an:

  • Der potenzielle Kreditnehmer muss mindestens seit zwei bis drei Jahren am Markt tätig sein.
  • Das Unternehmen wirft Gewinne ab.
  • Sicherheiten können in Form von Lebensversicherungen, Sicherungsübereignungen, Grundschuldeintragungen oder dergleichen angeboten werden.

Tipp: Der soeben skizzierte Weg führt zu einem Kredit für Selbstständige. Dieser unterscheidet sich deutlich von einem Gründerkredit oder gar einem Gründungszuschuss, der eine staatliche Leistung nach §§ 93 Sozialgesetzbuch III (SGB III) ist. Welche Möglichkeiten es gibt, den Sprung in die Selbstständigkeit zu initiieren, zeigt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hier auf. Wer also noch am Beginn der Selbstständigkeit steht, dem sei zu einer Gründer- bzw. Förderberatung geraten.

Gründer fühlen sich häufig allein auf weiter Flur. Netzwerken, Co-Worken und Assistenten helfen

Selbstständigkeit Foto Mac Unabhängigkeit
Allein die Unabhängigkeit des Gründertums genießen …

Wer als Gründer tagein, tagaus seine Geschäftsidee verfolgt, der kommt bei einer gedanklichen Pause schnell ins Grübeln und hadert nicht selten damit, allein auf weiter Flur zu stehen. Dass dies gar nicht der Fall sein muss, ist nicht nur die Grundintention der Gründerfreunde, sondern eine Grundregel für Selbstständige ganz allgemein. Bastian Koch, Inhaber einer Marketingagentur mit ausgeprägter Social Media Kompetenz und unter anderem für den Verein Twittwoch e. V. tätig, formuliert diese deutlich und mit den Worten: „Vernetzt euch!“ In seinen Auswührungen erklärt er die Unterschiede von gewachsenen Netzwerken, entstehenden Netzwerken, sozialen Netzwerken, hilfsbereiten Netzwerken sowie partnerschaftlichen Netzwerken und erklärt damit der Gründerszene auch: Wichtig ist vor allem, dass es Kontakte gibt. Wie diese aussehen und wie sie für das jeweilige Business genutzt werden können, muss jeder selbst eruieren. Auch Nico Lumma fordert: „Startups sollen nicht getrennt vom Rest der Welt arbeiten.“

…und gemeinsam mit Büro-Nachbarn ein Brainstorming oder auch nur …und einen ungezwungenen Austausch initiieren. Oft ist die Wahl des Arbeitsplatzes entscheidend für den Erfolg. (Fotos: pixabay.com © StartupStockPhotos (CC0 Public Domain))

Das geforderte Netzwerken kann indes sowohl räumlich erfolgen, als auch online. Der Online-Sektor wurde bereits mit dem soeben erwähnten Fachbeitrag abgedeckt, das räumliche Netzwerken könnte beispielsweise im Co-Working-Space funktionieren. Dabei wird aus der örtlichen Vernetzung ein inhaltlicher Vorteil, der ganz breit gestreut sein kann: „Co-Working ist eine neue Arbeitsform, bei der sich mehrere Freiberufler, Start-Ups oder kleine Firmen einen gemeinsamen Arbeitsplatz teilen. Oft sind so sehr verschiedene Kreative, Freischaffende und Menschen aus der Online-Branche in großen Räumlichkeiten gemeinsam untergebracht. Hier können sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise voneinander profitieren.“

Neben den zwei Ansätzen des Netzwerkens und des Co-Workens, die den Gründer aus dem Mini-Büro seines Ein-Zimmer-Appartements holen, gibt es auch noch eine andere Erklärung nebst Lösung dafür, wenn sich Gründer „allein“ fühlen. Als Selbstständiger allein auf weiter Flur zu stehen, bedeutet nämlich auch Geschäftsführer, Personal-Referent, Buchhalter, Steuerberater, Vertriebler und Rechtsberater in Personalunion zu sein. An dieser Stelle zeigt sich der größte Fehler, den viele Selbstständige machen: Sie möchten Geld sparen und möglichst wenig für fremde Dienstleistungen Geld ausgeben. Der Ansatz ist zwar gut, verhindert aber die Konzentration auf das Kerngeschäft, auf die Inhalte und das, was letztlich auch die Unternehmenskassen füllt. Ein einfacher Praxistest kann über einen virtuellen Assistenten erfolgen, der aufzeigen kann, wie viel Zeit frei wird, wenn sich der Gründer nicht um jedes Details selbstständig kümmern muss. Der Vergleich einiger Anbieter ist hier nachzulesen.

Bild ganz oben: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)



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