Gruenderfreunde.de hat ein tolles Start Up entdeckt, wovon wir in Zukunft bestimmt viel hören werden.

Die intelligente Alternative zum Fertigspielzeug – TOLLABOX bringt kreative Spiele und quality time zu Familien

Hierzu haben wir ein tolles Interview auf www.crowdstreet.de ( Quelle ) entdeckt.

Klaus-Martin Meyer: Béa, Sie sind die Gründerin des Startups TOLLABOX. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Béa Beste: Tollabox.de ist eine Bildungsinnovation im Abo-Modell: Die TOLLABOX ist eine schuhkartongroße Box für Drei- bis Achtjährige, die einmal im Monat bequem per Post nach Hause geliefert wird. Die Überraschungsbox bringt Familien monatlich kreative Spiele nach Hause – als eine hochwertige Alternative zu Fertigspielzeug, TV und Nintendo! Eltern entlastet sie von der Ideensuche und dem Materialeinkauf. Die TOLLABOX kann ab sofort ab 20,90 € pro Monat bundesweit online unter www.tollabox.de bestellt werden.

Was genau ist drin? In jeder Box gibt’s drei Entdeckerspiele mit wertvollen Materialien und kreativen Anleitungen, dazu Elterntipps und eine fantasieanregende Geschichte. Das alles kommt verpackt in einer designverdächtigen Pappschublade, die als Minimöbel genutzt werden kann und perfekt in Ikearegale passt.

Ich selbst bezeichne mich als Edupreneur. Vor der Tollabox habe ich die bilingualen Phorms Schulen mitgegründet und als CEO geleitet. Die TOLLABOX-Unternehmensidee habe ich auf einer Bildungsexpedition entwickelt, die ich 2011 durch Indien, Australien, Indonesien und die USA gemacht habe, um die beste Bildung der Welt für Kinder zu suchen. Ich war in Kindergärten rund um den Globus und bahnbrechenden Schulen wie dem Sydney Centre for Innovation in Learning. Ich habe wegweisende Bildungsprojekte und verrückte Initiativen kennengelernt. Zusammen mit meiner langjährigen Erfahrung, wie Eltern angesichts von Schulstress ticken, wurde mir klar: Es muss etwas her, was eine neue Lernkultur in die Familien bringt, weil dort ein Großteil des kindlichen Lernens stattfindet und Lernen dort nur funktioniert, wenn es Spaß macht.

Zudem tritt die Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten immer mehr in den Vordergrund in einer Welt, in der sich das Wissen immer schneller ändert. Deshalb habe ich das Playducation-Konzept entwickelt, bei dem sich Lernen wie Spielen an fühlt und Fähigkeiten und Fertigkeiten ab dem 3 Lebensjahr gefördert werden. Ich war stark angetrieben von dem Wunsch, ein Produkt zu schaffen, das unabhängig vom Wohnort funktioniert und unbegrenzter skalieren kann als ein eine KiTa oder eine Schule. Irgendwann kam ich auf die Idee: Monatsbox mit Bildungsinhalt, der Familien Spaß macht! So ist die TOLLABOX entstanden.

Ich bin sehr froh, dass sich mein Mann Oliver, der die Firma myToys.de als Co-Founder von 0 auf 100 Mio Umsatz gebracht hat, sich nach anfänglicher Skepsis hat begeistern lassen und jetzt als CEO meine Firma führt. Wir haben uns vorher geeinigt, dass ich ihn als Hauptgesellschafterin jederzeit entlassen darf ;-) Mit Sarah Petzold und Tobias Zumbült haben wir zwei junge talentierte Co-Founder gefunden, mit denen wir die Firma schnell groß machen können.

Klaus-Martin Meyer: Zur Wachstumsfinanzierung haben Sie sich für ein Crowdfunding entschieden. Bei Ihrem Track Record hätten sicherlich auch konventionelle VCs oder sogar Banken das Projekt finanziert. Warum also ein Crowdfunding?

Béa Beste: Crowdfunding demokratisiert die Finanzierung junger Unternehmen. Es gibt Startups neuerdings die Chance, hunderte oder tausende Investoren zu erreichen und weniger allein den Zufälligkeiten der antiquierten und intransparenten Risikokapitalmärkte ausgeliefert zu sein.

Crowdfunding führt auch dazu, dass viele potentielle Kunden und Multiplikatoren plötzlich ein spannendes neues Geschäftsmodell mit einer Innovation aus Deutschland kennenlernen und das macht das Vermarkten dieser neuen Idee leichter und viel erfolgreicher! Gerade der Trackrecord wird die Crowd überzeugen!

Wenn ich so überlege, ist das fast die gleiche Art wie wir Phorms damals anfangs finanziert haben, nur offener und öffentlicher. “Verzwonullifiziert” sozusagen.

Klaus-Martin Meyer: Was waren aus Ihrer Sicht die zentralen Entscheidungskriterien zugunsten von Seedmatch?

Béa Beste: Nach unserem Eindruck ist Seedmatch sowohl in der Anzahl als auch der Höhe der Crowdfundings deutscher Marktführer! Das Team hat uns auch mit seiner Kompetenz, Innovationskraft und tiefem Verständnis von unserem Geschäftsmodell inkl. Potenzial beeindruckt. Sie haben sich für die TOLLABOX richtig begeistert und sogar selbst wie die Kinder damit gespielt! Wenn das Modell Schule macht, können mehr Startups finanziert werden und Gründer durch diese Form der “Fremdkapital”-Finanzierung länger die Kontrolle über Ihr Unternehmen behalten.

Klaus-Martin Meyer: Gibt es Keylearnings, die Sie anderen Startups im Umgang mit einer Crowdfunding-Plattform mitgeben können?

Béa Beste: Folgende Fragen helfen: Ist mein Geschäftsmodell der Crowd leicht zu vermitteln? Eignen sich die Verträge der jeweiligen Plattformen für Folgefinanzierungen durch andere Kapitalgeber? Reicht die jeweilige Darlehensfrist des Crowdfunding-Anbieters für meine Liquiditätsentwicklung, d.h. kann ich das Crowdfunding nach z.B. 5 Jahren zurückzahlen oder bin ich dann wahrscheinlich in der Internationalisierungsphase mit dem stärksten Geldbedarf? Was sind die gesamten Kosten des Fundings inkl. der Durchführungskosten, die durchaus alles in allem 30.000 Euro und mehr betragen können und noch nicht die Plattformprovision enthalten müssen. Vor allem aber auch: Welche Hilfe ist die Crowd für die Vermarktung meines Startups an Kunden? Darin liegt ein großer Vorteil.

Interview auf www.crowdstreet.de ( Quelle )