SmargeTech, ein Start-Up aus Zürich entwickelt einen schlauen Stecker, der im Idealfall ausschließlich grünen Strom nutzt. Dabei hoffen die Gründer auf den Boom von Elektroautos.

SmargeTech

Noch ist der Boom der Elektroautos, der in den vereinigten Staaten von Amerika weiter fortgeschritten ist, nicht in der Schweiz angekommen, doch die Gründer von SmargeTech rechnen im nächsten Jahr damit, dass die als umweltbewusst und kauffreudig bekannte schweizer Bevölkerung auf diesen Zug aufspringen wird. Denn dieses kann man als Grundvoraussetzung für den Erfolg von SmargeTech sehen. Dass die drei Gründer Stefan Deml, Christoph Trabert und David Amman über genug Hintergrundwissen verfügen, verdanken sie ihren Erfahrungen an der ETH Zürich in der Energie- und Automobilbranche (Axpo, ABB, Siemens, BMW (TechOffice Palo Alto CA), Porsche Engineering).

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Ziel des schweizer Start-Ups ist es nämlich eine Art Zwischenstecker zu entwickeln, der Strom fließen lässt, wenn reichlich grüne Energie verfügbar ist. Dadurch sollen Elektroautos umweltschonend geladen werden. So wird Mittags und Abends, wenn am meisten Strom verbraucht wird, nicht geladen. Es sei denn, der Nutzer ist darauf angewiesen. Im Gegenzug arbeitet der sogenannte „Smarger“ (smart charger), wenn Sonne und Wind zur Verfügung stehen. Doch der größte Nutzen ergibt sich erst durch zeitliche Flexibilität, je größer das Zeitfenster des Nutzers, desto günstiger und umweltschonender kann das Auto also geladen werden.

Doch es geht nicht nur darum, Elektroautos mit grünem Strom zu laden, sondern gleichzeitig das Stromnetz zu stabilisieren. In Zeiten, wo der Anteil der erneuerbaren Energien stetig steigt, wird die Produktion von Elektrizität weniger kontrollierbar. Dadurch muss ein größerer Aufwand betrieben werden, um die Balance zwischen Verbrauch und Produktion im Stromnetz aufrecht zu halten. Die Idee von SmargeTech ist in diesem Zusammenhang ein einfach umsetzbarer Smart Grid Ansatz, welcher keine großen Investitionen im Stromnetz wie z.B. einen Leitungsausbau braucht.

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Aktuell betreiben die Gründer Marktforschung und testen Prototypen. Wir dürfen also gespannt sein, wann SmargeTech an den Start geht und ob der erhoffte Boom in der Schweiz eintrifft. Doch letztendlich zielt dieses Produkt selbstverständlich auch auf einen globalen Erfolg ab.

Ein erster Erfolg wurde mit dem Gewinn von Be.project in der Schweiz und Europa erreicht. Desweiteren erfolgt die Teilnahme beim Venture Kick.