Eine gute Webseite kann dazu beitragen, dass Sie in der schwierigen ersten Zeit bereits viele Kunden online erhalten. Leider hapert es bei den Webseiten neuer Unternehmen aber trotz ansprechendem Design und guter Funktion an dem Wichtigsten: Den Besucher durch gute Inhalte zu überzeugen, damit er Kunde wird.

Die folgende Checkliste unterstützt Sie dabei, Ihre Webpräsenz in einfachen Schritten so zu verbessern, dass Sie Ihre Konversionen steigern können. Viele der Tipps helfen ganz nebenbei, in Suchmaschinen besser gefunden zu werden, damit mehr Besucher zu erhalten und so Ihre Webseitenoptimierung voranzutreiben.

1. Die Startseite

Die Startseite ist häufig die Seite, die den meisten Traffic erhält. Neben einem generellen positiven ersten Eindruck muss eine Startseite darüber informieren, was sie anbieten. Sie nimmt eine Verteilerfunktion ein, indem sie den Besuchern die verschiedenen Unterkategorien und -Seiten anzeigt.

Das Angebot ist klar dargestellt: Es ist auf den ersten Blick erkennbar, was Sie anbieten. Verzichten Sie auf missverständliche Bilder – viele Besucher sehen die Bilder an, bevor sie sich entscheiden, ob sie die Texte lesen oder die Seite wieder verlassen.

Die Hauptüberschrift bezeichnet ihr wichtigstes Produkt / ihre wichtigste Dienstleistung: Verzichten Sie auf ein „Willkommen“ oder ähnliches in der Hauptüberschrift. Schreiben Sie lieber, was Sie anbieten.

Verlinkungen auf die wichtigsten Unterseiten sind vorhanden: Denn sonst nehmen Sie dem Besucher die Chance, sich weiter über Ihr Angebot zu informieren. Besucher möchten nicht lange suchen und erwarten die gewünschten Informationen schnell und einfach zu finden.

Impressum und Kontaktmöglichkeit sind einfach zu finden: Damit erzeugen Sie Vertrauen und sorgen dafür, dass Interessierte einen Kontaktweg zu Ihnen finden.

2. Die Kategorie-Seiten

Falls Sie mehr als ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, sollten Sie diese in Kategorien übersichtlich gestalten. Jede Kategorie hat dabei die Aufgabe, Ihr Angebot weiter für den Besucher zu segmentieren, und sollte daher auf einer eigenen Seite angelegt werden.

Eine Kategorie bietet Übersichtsfunktion und verlinkt auf alle Unterseiten: Wie auch die Startseite dient die Kategorie dazu, auf die Detailinformationen weiterzuleiten.

Eine Beschreibung der Kategorie ist vorhanden: Beschreiben Sie, was der Besucher erwarten kann, und/oder geben Sie Tipps. So bieten Sie Mehrwert gegenüber Ihren Wettbewerbern, oder können komplizierte und neue Produkte passend erklären.

Zeigen Sie Kontaktdaten an: Nicht jeder Kunde weiß, was genau er benötigt, oder ob Ihr Angebot sein Bedürfnis erfüllen kann. Gerade für hochpreisige Artikel sollten Sie spätestens auf der Kategorie-Ebene gut sichtbar Kontaktdaten anzeigen. So kann ein möglicher Kunde Sie direkt kontaktieren, anstatt dass er die Seite verlässt, weil er überfordert ist.

3. Detailseiten und Produkttexte

Detailseiten dienen dazu, dass der Besucher sich genau ansehen kann, was Sie anbieten. Elementarer Bestandteil sind hilfreiche Produkttexte, ergänzt durch weitere Inhalte, die helfen, das Produkt/die Dienstleistungen und deren Vorteile zu verstehen.

Produkt/Dienstleistung beschreiben: Eine Detailseite sollte immer nur ein Produkt (ggf. mit Varianten) oder eine einzige Dienstleistung beschreiben. So vermeiden Sie Verwirrung beim Nutzer. Zudem fällt es so Suchmaschinen einfacher, das Thema der jeweiligen URL zu erfassen, sodass Ihre Seite wahrscheinlicher in den Suchergebnissen angezeigt wird.

In der Überschrift die Dienstleistung nennen: Nutzer und Suchmaschine müssen erkennen, was genau Sie anbieten. Dazu gehört, dass Sie das Produkt/die Dienstleistung in der Überschrift beim Namen nennen.

Die Wortwahl Ihrer Zielgruppe verwenden: Oftmals benutzen Kunden eine andere Wortwahl als Sie es im Betrieb oder in der Branche tun. So benutzen beispielsweise viele das Wort „Computerprogramm“ während der Hersteller von „Anwendersoftware“ redet. Damit Ihre Kunden das finden, was Sie kaufen möchten, müssen Sie die Kundensprache verwenden.

Klarer Call-To-Action: Zeigen Sie klar, was der nächste Schritt ist, den Sie von Ihrem Besucher benötigen. Ein Kauf in einem Shop benötigt eine Möglichkeit, Produkte in den Warenkorb zu legen. Bieten Sie Dienstleitungen an, sollten Sie neben und unter der Beschreibung eine deutlich zu findende Kontaktmöglichkeit anbringen.

Nur eine Hauptkonversion forcieren: Als Unternehmen haben Sie verschiedene Ziele – mehr Anmeldungen für den Newsletter, mehr registrierte Benutzer, mehr Verkäufe, Weiterempfehlung und vieles mehr. Für jede Detailseite sollten Sie allerdings festlegen, welches Ziel nun am wichtigsten ist – und diese Konversion klar anzeigen, während die anderen stark in den Hintergrund treten müssen. Denn wenn ein Besucher sich beispielsweise für den Newsletter anmeldet, obwohl er dabei war einen Kauf durchzuführen, haben Sie mehr verloren als gewonnen.

Dies waren nur ein paar erste Maßnahmen, die auf viele neue Webseiten angewendet werden können. Weitere Schritte zur Webseitenoptimierung etwa bei der Konversion und der Auffindung in den Suchmaschinen sollten danach individuell erfolgen, da sich Zielgruppen, Ziele und Branchen zu stark unterscheiden.

Über die Autorin

Autorenbild-Martina-KölschMartina Kölsch arbeitet bei der Internetagentur mindshape GmbH in Köln. Sie betreut als Online Marketing Consultant Webseiten von vorrangig kleinen und mittelgroßen Unternehmen.