„Geht das zusammen oder getrennt?“ – Mit dieser Frage endet fast jeder Restaurant- oder Kneipenbesuch in Deutschland. Das Ergebnis: verlegene Gesichter. Ein entspannter, lustiger Abend mit Freunden geht zu Ende und dann beginnt das mühsame Rechnen. Das will mit Tabbt jetzt eine weitere App ändern – ohne das reales  Geld dabei fließen muss.

Tabbt soll das gemeinsame Bezahlen so einfach machen wie das Versenden einer E-Mail: „Tab“ erstellen, Gesamtbetrag eingeben, Personen hinzufügen und absenden. Der Betrag wird so automatisch auf alle aufgeteilt. Tabs sind die Ausgaben von Freunden bei gemeinsamen Erlebnissen, die sie sich gegenseitig über die App schicken können. Im Hintergrund werden diese laufend miteinander verrechnet. Jeder kann so leicht überblicken, wem er wie viel schuldet, und beim nächsten Treffen einfach die neue Rechnung übernehmen. Wie entspannt das gehen kann, zeigt der folgende Imagefilm:

Die Nutzung ist natürlich nicht nur auf den Restaurantbesuch beschränkt. Die App eignet sich ebenso für die gemeinsame Taxifahrt, die spontane Einladung in der Mittagspause, die Einkäufe einer Wohngemeinschaft oder die Auslagen auf einer Reise. Ein Pluspunkt im Ausland: Auch offline kann „getabbt“ werden. Die Einträge werden so lange gespeichert, bis wieder ein Internetzugang hergestellt wird.

„Das in anderen Kulturkreisen verbreitete Prinzip der Einladung und Gegeneinladung hat viel Charme und basiert auf dem Vertrauen, dass der andere sich revanchieren wird. Aber wenn sich jemand auf Dauer benachteiligt fühlt, entstehen Konflikte“, sagt Gründer Jan Michaelis (Bild ganz oben rechts). „Mit Tabbt bleibt die Abrechnung für alle fair und transparent.“

Die Idee zu Tabbt ist in der Wohngemeinschaft der zwei ehemaligen Studenten der Technischen Universität Hamburg entstanden. „Im Studentenleben gibt man ständig Geld zusammen mit seinen Freunden aus – sich immer zu merken, wem man wie viel schuldet, war uns einfach zu umständlich“, erinnert sich Gründer Lucas Romero (Bild ganz oben links). Ab sofort ist Tabbt kostenlos und für iOS und Android in den jeweiligen App-Stores verfügbar. Im Gegensatz zu anderen Services, die gemeinsames Bezahlen erleichtern sollen (z. B. lendstar, mamooble), fließt bei Tabbt kein reales Geld, kein weiterer Finanzdienstleister ist in irgendeiner Form involviert. Das kann sich aber in Zukunft ändern, entsprechende Gespräche laufen bereits.