Heute gebucht, morgen geflogen und dabei auch noch ordentlich gespart – kein Problem mit Let’s Yalla. Das Startup bietet Flugreisen für alle, die Spontanität ganz groß schreiben. Wir haben exklusiv mit dem Gründerduo Katharina Seehuber und Ori Hagai über ihren Service für Kurzentschlossene gesprochen.

Woher kommt der Name „Let‘s Yalla“?

Yalla kommt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie „Los geht’s“ oder „Lass uns gehen“. Mittlerweile ist das Wort auch im deutschen Umfeld angekommen und wurde 2012 sogar zum Jugendwort des Jahres gekürt.

Für unser Konzept – spontanes Fliegen nur am nächsten Tag – passt dieser Name natürlich super. Nach dem Buchen hat man schließlich nicht mehr viel Zeit und sollte besser sofort die Koffer packen. Yalla, worauf wartet ihr noch?

Was genau macht Let‘s Yalla und wie ist die Idee entstanden?

Wir ermöglichen unseren Usern einen exklusiven Zugang zu Restplatztickets in Flügen nur am nächsten Tag – natürlich zu vergünstigten Preisen! Wer auch immer also spontan seinem Alltag entfliehen oder einen besonderen Menschen kurzfristig besuchen möchte, ist bei uns richtig.

Wer steckt hinter Let‘s Yalla? Stellt Euch bitte unseren Lesern kurz vor!

Unser Gründerteam ist besonders: international, gemischtgeschlechtlich und mit völlig unterschiedlichen Hintergründen! Ori stammt aus Tel Aviv, wo er Electrical Engineering studiert und gleichzeitig die beeindruckende israelische Startup-Szene kennengelernt hat. Vor drei Jahren kam er nach München. Katharina ist am Chiemsee aufgewachsen, für ein geisteswissenschaftliches Studium nach München gezogen und war danach im Projektmanagement einer großen deutschen Stiftung tätig. Wir beide haben uns im Englischen Garten in München kennengelernt – entsprechend des bayerischen Umfelds bei einer Flasche Bier. Der Entschluss zur Gründung wurde dann allerdings nüchtern gefällt!

Seit einiger Zeit unterstützt uns ein weiteres wichtiges Teammitglied, David, der als Marketingkaufmann unser Team perfekt ergänzt und mittlerweile das Online Marketing rockt!

warschau
Mit knackigen Slogans wirbt Let’s Yalla für sein Angebot.

Wie kam es dazu, mit Let‘s Yalla in Deutschland zu starten? Gibt es die App auch noch in anderen Ländern?

Das Konzept des echten Last Minute gibt es bereits in Israel, dort sind kurzfristige Flugbuchungen viel üblicher als in Deutschland. Auch eine ähnliche App existiert dort bereits, wenngleich das Businessmodell verschieden ist. Auf den europäischen Markt jedoch hat es die Idee bisher nicht geschafft. Als Ori dann nach Deutschland zog und feststellte, das ähnliche Konzepte hier unbekannt sind, war die Entscheidung zur Gründung praktisch schon gefällt.

Wie sieht es mit Rückflügen aus, die ja keine Very-Last-Minute-Schnäppchen sein können?

Die Rückflüge werden selbstverständlich mit angeboten, schließlich möchten wir unsere User nicht am Ende der Welt stehenlassen. In der Pilotphase wurde jeder Flug noch mit einem fixen Rückflug gematcht. In der nächsten App-Version gibt es dann bereits eine Auswahl an wählbaren Rückflugdaten.

Gibt es auch die Möglichkeit, Hotels über Let‘s Yalla zu buchen, oder habt Ihr dafür einen Kooperationspartner?

Auch hier gilt: für die Pilotphase, die wir so lean als möglich durchgeführt haben, nicht. Wir arbeiten allerdings gerade schon an diesem Punkt. Mehr wird noch nicht verraten, seht selbst!

Habt Ihr schon erste Erfahrungen gesammelt, wie spontan die Deutschen wirklich sind?

Das haben wir, und waren selbst überrascht! Unsere spontanste Userin hat tatsächlich weniger als fünf Stunden vor Abflug gebucht, das hat sogar uns staunen lassen. Aber es bestätigt den Eindruck, den wir von Anfang an hatten: aufgrund schneller Kommunikationsmittel und permanent verfügbarer Informationen über den Zielort ist es leichter geworden, kurzfristig zu entscheiden und dann einen sich bietende Gelegenheit auch beim Schopfe zu packen.

Bisher gibt es die App nur für Android. Ist sie auch für iOS geplant?

Selbstverständlich wird es die App bald in zwei Versionen geben. Wir arbeiten aktuell an der iOS-Version, in die all unsere Erfahrungen der Pilotphase mit einfließen werden. Auch die Android-Version wird verbessert und mit weiteren Features und Angeboten für unsere User ausgestattet, sodass wir mit dem Launch der neuen App dann richtig durchstarten können. Wir können es kaum erwarten!

Bild ganz oben: Ori Hagai und Katharina Seehuber, das Gründerduo von Let’s Yalla