Die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen hat keine echten Finanzexperten im Team. Ein Schwachpunkt, der richtig teuer werden kann. Das 2016 in London gegründete Startup Fractal Labs will dieses Problem jetzt mithilfe künstlicher Intelligenz lösen. Wir haben beim Gründer Nicholas Heller nachgefragt, wie das funktionieren soll.

Welches Problem will Fractal Labs genau lösen und auf welche Weise?

Fractal Labs ist ein automatisierter Finanzassistent für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Fractal bildet im Wesentlichen das Gehirn von CFOs, als den für das Kaufmännische verantwortlichen Personen, in einer App ab, was zu datenbasierten Entscheidungen führt. Langfristig arbeiten wir an der ultimativen künstlichen Intelligenz (AI) zur finanziellen Entscheidungsfindung. Dafür nutzen wir Technologie, um allen Menschen Zugang zu anspruchsvollen Finanzanalysen zu ermöglichen.

Nicholas Heller, Co-Founder & CEO von Fractal Labs

Welche Daten werden dafür benötigt und analysiert?

Fractal ist eine Plattform für die Verwaltung von Unternehmensdaten. Hauptsächlich ist die für Unternehmer, ihre Investoren und Berater und hilft zu aggregieren, zu analysieren und die finanziellen Ergebnisse vorherzusagen. Fractal speichert Daten eines Unternehmens sicher in der Cloud.

Auf welcher Grundlage beruht die Schätzung von den 3 Milliarden Euro, die KMU angeblich durch fehlerhafte Einschätzungen verlieren?

Unternehmen generieren jede Menge Daten und wissen dennoch sehr selten, wie sie diese großen Mengen an Daten nutzbringend interpretieren können. Gerade kleine Unternehmen sehen hier oft ihre größte Herausforderung und Chance. Allein im Vereinigten Königreich schätzt das britische Finanzministerium, dass Unternehmen aufgrund von Fehlentscheidungen mehr als 3 Milliarden Pfund pro Jahr verlieren.

Wir sind uns sicher, dass künstliche Intelligenz Unternehmern helfen kann, ein besseres
Gefühl für die eigenen Daten zu bekommen, um fundierte geschäftliche Entscheidungen zu
treffen. Die breitere Verwendung von AI wird langfristig die Kosten für statistische
Vorhersagen senken und die Qualität der Entscheidungen deutlich erhöhen.

Wer steckt hinter Fractal Labs, welchen Hintergrund haben Sie?

Ich bin Nick, einer der Gründer und CEO von Fractal Labs. Ursprünglich komme ich aus
Kanada, aber ich lebe seit über einem Jahrzehnt in Europa. Ich hatte zuvor führende Rollen
bei Google im Bereich Business Development, wo ich große Partnerschaften betreut habe.
Außerdem habe ich in der Medienbranche bei Viacom gearbeitet; Baute eine frühe E-Commerce-Plattform als Gründer mit auf; und war Trader bei RBC Capital Markets. Ich bin
Mitglied im Verwaltungsrat mehrerer Firmen und bin Treuhänder bei SVC2UK. Darüber
hinaus bin ich leidenschaftlicher Mentor für verschiedene Startups bei Seedcamp, Level39
und Founders4Schools.

Das Gründerteam kennt sich seit über einem Jahrzehnt. Gemeinsam mit unserem CTO
habe ich bei Google gearbeitet, wo er technischer Leiter und Ingenieur war; Wir alle sind
Unternehmer und jetzt möchten wir unser Wissen und unsere Know-How nutzen, um der
Gesellschaft etwas zurückzugeben.

Vielen Dank für das Gespräch!