In Zeiten des florierenden Online-Shoppings fällt es nicht immer leicht, sich zu orientieren und durch den Dschungel an Angeboten zu schlagen. Da kommen Vergleichsportale wie LadenZeile.de wie gerufen. Robert Maier (Bild oben), Mitgründer von LadenZeile.de, gibt Einblicke in die Welt des E-Commerce.

Hallo Robert, was steckt hinter dem Konzept von LadenZeile.de?

Unser Slogan ist „Alle Shops unter einem Dach“. Das heißt, LadenZeile.de bietet seinen Nutzer/innen die Möglichkeit, die Produkte aus 4.300 Shops auf einer Webseite bzw. in einer App miteinander zu vergleichen. Unser Ziel ist es, Online-Shopping effizienter und transparenter zu gestalten. So sollen verschiedene Filter- und Suchoptionen unseren Nutzer/innen dabei helfen, genau die Produkte zu finden, die sie suchen, aber auch zum Stöbern anregen.

Vergleichsportale gibt es inzwischen einige. Wodurch hebt sich LadenZeile.de von seiner Konkurrenz ab?

Viele Meta-Suchmaschinen bieten Vergleichsmöglichkeiten in einem recht begrenzten Rahmen. Auf LadenZeile.de können die Nutzer/innen jedoch aus einer großen Produktpalette in den Bereichen Mode, Möbel und Lifestyle schöpfen. Auch viele internationale Märkte konnten wir uns bereits erschließen. Mit LadenZeile, ShopAlike und UmSóLugar sind wir inzwischen in 14 verschiedenen Ländern vertreten. Um in diesen Ländern mit der Konkurrenz mithalten zu können, besteht unser Team aus hochqualifizierten Muttersprachlern. Inzwischen sind es knapp 250 Mitarbeiter aus 50 verschiedenen Nationen. Außerdem setzen wir auf ein umfangreiches Marketing in den Bereichen SEA, SEO, CRM und Facebook-Advertising.

Viele Online-Shops streben eine Partnerschaft mit LadenZeile.de an, da unser Geschäftsmodell für die Betreiber sehr attraktiv ist. Für sie sind wir sozusagen Dienstleister im Bereich des Performance Marketings. Kleineren Shops bieten wir so die Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit und die Bekanntheit ihrer Marke zu steigern, während wir für größere Shops ein Garant für hochwertigen Traffic sind. Global Player wie Amazon zählen wir daher nicht zu unserer Konkurrenz – nicht nur, weil sich unser Service deutlich voneinander unterscheidet, sondern auch, weil wir für diese Shops eher als Partner fungieren. Wir bieten ihre Produkte auf unserer Seite an und im Gegenzug erhalten wir eine Vermittlungsprovision pro Click (CPO). So entsteht eine typische Win-Win-Situation.

Die Seite von LadenZeile.de in der Tablet-Ansicht

Was zeichnet die Partnershops von LadenZeile.de aus?

Wir haben uns inzwischen eine Reputation aufgebaut, die sich aus der Zusammenarbeit mit seriösen und vertrauenswürdigen Partnershops ergibt. Denn um unseren Nutzer/innen hohe Qualität zu bieten, können wir es uns nur leisten, mit Shops zusammenzuarbeiten, die gewisse Kriterien erfüllen. So sollte auch eine bestimmte Anzahl an Produkten und eine bestimmte Anzahl an Bezahlmöglichkeiten geboten sein.

Mit LadenZeile.de habt ihr klein angefangen. Vor welchen Herausforderungen standet ihr und wie versucht ihr euch weiterzuentwickeln?

Am Anfang jeder Unternehmensgründung steht eine Vision. Dann gilt es, Investoren mit ins Boot zu holen. Das Geld, das wir erhielten, haben wir in erste Mitarbeiter und Marketingkampagnen investiert. Eine unserer größten Herausforderungen zu Beginn war es außerdem, Shops davon zu überzeugen mit uns zusammenzuarbeiten. Bis auf unser Konzept hatten wir ja kaum etwas vorzuweisen. Unsere Webseite war noch nicht live und so konnten wir nur sehr mühsam Partner für uns gewinnen. Am Ende hat es aber doch geklappt und wir haben uns eine solide Basis geschaffen, auf der wir aufbauen konnten.

Heute arbeiten wir stets an neuen Strategien und Konzepten. Die Marketingwelt schläft nicht und man sollte immer offen sein für Neues, sonst geht man irgendwann unter. Aber auch firmeninterne Wettbewerbe, wie unser regelmäßig stattfindender Hackathon, geben unseren Mitarbeitern die Chance, über sich hinauszuwachsen und uns mit innovativen Ideen für unsere Webseite zu begeistern. Das bringt nicht nur unsere Mitarbeiter näher zusammen, sondern hilft uns auch dabei, LadenZeile.de zu optimieren und am Puls der Zeit zu bleiben.

Welche Tipps kannst du Gründern geben?

Gründern, die noch ganz am Anfang stehen, kann ich nur raten: Dranbleiben! Biss und Durchhaltevermögen sind in der Unternehmensgründung unerlässlich. Vor Niederlagen darf man nicht gleich zurückschrecken, denn gerade am Anfang sind Rückschläge unvermeidlich. Aus den Fehlern lernen und weitermachen ist die Devise. Nur wenn man selbst an seine Idee glaubt, überzeugt man letztendlich auch potenzielle Investoren und Partner. Man muss also bereit sein, viel Arbeit und viel Zeit zu investieren, dann wird man am Ende auch belohnt. Aber auf dem Erfolg darf man sich natürlich nicht ausruhen.

Gerade weil wir wissen, wie es ist ganz am Anfang zu stehen, haben wir 2016 zum zweiten Jahr in Folge einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen. Bei Berlin Startup Calling konnte jeder mitmachen, der die Tech-Welt mit seiner Idee revolutionieren will. Die Teilnehmer stellten uns ihre Geschäftsidee in Form eines Businessplans vor. Die besten drei haben wir mit Startkapital und anderen attraktiven Preisen ausgezeichnet, die bei der Unternehmensgründung von Nutzen sind.

Vielen Dank für das Gespräch!

Fotos: Visual Meta