Mit der richtigen Idee, dem Willen und dem passenden Umfeld ist Gründen eigentlich keine große Sache. Schwieriger wird es, sobald man das Homeoffice gegen Büroräume tauscht, wenn also Platz, Technik und Mitarbeiter hinzukommen – und damit laufende Kosten. Wer auf Dauer einen professionellen Rahmen schaffen und halten möchte, braucht Durchhaltevermögen, den Blick fürs Wesentliche und mehr Geld als gedacht.  Diese fünf Spartipps sollte jeder Gründer kennen.

Papierlos loslegen

30 Seiten Papier pro Tag druckt jeder Büromitarbeiter in Deutschland. Die Pro-Kopf-Menge der Bundesbürger liegt sogar bei über 250 Kilogramm pro Jahr. Wer hier vorausschauend denkt und von vornherein das papierlose Büro zum Unternehmenskredo macht, hat einen wichtigen laufenden Posten im Griff – und das nachhaltig. Gleiches gilt natürlich für Farbkopien, Rechnungen und Lieferscheine. Heute gibt es eigentlich kaum noch Gründe, diese regelmäßig in Papierform zu nutzen oder zu verschicken. In Meetings reicht es, die Präsentation online in die Runde zu geben. Und Kunden können ebenfalls per Email benachrichtigt werden.

Zeitmanagement mit Tools optimieren inklusive Rabatt-Coupons 

Kostenlose Tools, die den Arbeitstag organisieren und die Kommunikation im Team erleichtern, sind bei Gründern hoch im Kurs. Wächst das Startup aus seinen Kinderschuhen heraus, reicht die kleine Freemium-Variante meist nicht mehr – völlig zurecht. Hier kommt das Founderskit ins Spiel: die Grundidee ist alt, macht aber nichts. Denn sparen wollen wir ja alle: Die Macher handeln mit Rabatt-Coupons. In diesem Fall bündeln sie Tools verschiedenster Kategorien – von Teamwork über Kommunikations- und Tech-, Business-, Education- bis zu diversen Lifestyle-Tools. Diese beinhalten alle wichtigen Ressourcen, die man für die ersten Jahre braucht.

Die richtige Unternehmensform wählen

GmbH, UG, GbR oder doch Einzelunternehmen und Freiberufler? Die Wahl der Rechtsform ist eine der wichtigsten Entscheidungen vieler Gründer. Die Rechtsform ist zum Glück nicht in Stein gemeißelt, sondern kann mit zunehmendem Gewinn gewechselt werden. Zu Beginn, also in den ersten Jahren nach der Existenzgründung, ist das Einzelunternehmen beziehungsweise die Partnergesellschaft GbR in vielen Fällen die steuerlich günstigste Rechtsform. Wenn das Unternehmen spürbare Gewinne erwirtschaftet, ist die GmbH die Rechtsform der Stunde.

Welche Rechtsform die jeweils passende ist, hängt nicht allein vom Businessplan ab, oder von steuerlichen Vorteilen, sondern von ganz individuellen Faktoren, wie Risikobereitschaft , gegenseitigem Vertrauen und der Erfahrung der Gründer. Entscheidender Tipp ist hier: Nicht bei der Beratung zu sparen! Beim Thema Rechtsformwahl und insbesondere bei der Gestaltung von Gesellschaftsverträgen sowie dem Umgang mit Behörden erspart einem der Experten-Rat nämlich eine Menge Lehrgeld.

Feilschen bis der Arzt kommt

Egal, ob Büroausstattung oder Materialeinkauf:  Gerade im B2B-Bereich ist ein Verhandlungsspielraum, ob größer oder kleiner, vorhanden.  Das gilt für fast alle Business-Produkte und nahezu jeden Preis – je nach Bestellmenge. Daher sollten Gründer und das Team versuchen, auch bei kleinen Investitionen Geld zu sparen und zu handeln. So macht es beispielsweise Sinn, für die Büromaterialien oder auch mit Getränkelieferanten eine Jahrespauschale zu vereinbaren.

Externe Experten: Buchhaltung, Social Media und PR

Ob Steuern oder Social-Media-Kanäle: Als Gründer kann man sich nicht um alles kümmern. Bei manchen Aufgaben macht es sogar extrem Sinn diese auszulagern. Während man sich selbst auf das Kerngeschäft konzentrieren kann, sorgen Experten dafür, dass man letztlich mehr spart als investiert. Das gilt beim Steuerberater, der Gründer gerade zu Beginn vor der ein oder anderen Steuerfalle bewahrt, ebenso wie für Social Media- und PR-Kosten. Die vielen Posts, nachhaltige Kontakte und Veröffentlichungen zählen oftmals mehr, als das nicht vorhandene Marketing-Budget für AdWords oder klassische Anzeigen hergeben würde. Gerade Freelancer sind hier passende Ansprechpartner für Gründer. Sie sind flexibel und engagiert, bringen in den meisten Fällen Agenturwissen mit, sind aber günstiger als Agenturen – in denen kleine Firmen übrigens im Tagesgeschäft nicht selten von Praktikanten betreut werden.