Influencer-Marketing – um diesen Begriff kommt man derzeit in der digitalen Branche nicht herum. Mit der Professionalisierung der YouTube- und Blogger-Szene kamen die Creators, die mit ihrem Content auf diesen Plattformen teils beachtliche Karrieren aufbauten. Mit ihren Posts, Videos oder Blogartikeln erreichen sie eine große Anzahl von Menschen, die von ihnen Tipps, Ratschläge aber auch Kaufempfehlungen entgegennehmen. Mit diesen aufgebauten Reichweiten und der authentischen Nahbarkeit von Creators wurde die Werbebrache auf sie aufmerksam. Sie sah eine Chance darin den Zielgruppen der Webproduzenten auf eine ganz neue Art und Weise ihre Produkte oder Dienstleistungen näher zu bringen – das „Influencer-Marketing“ war geboren. Doch wie können Werbende genau einschätzen was die Community eines bestimmten Influencers interessiert? Und wie können die Creators selbst eine starke Markenbildung aufbauen? CrowdTV gibt mit ihrem Konzept eine Antwort auf diese und weitere Fragen, die das Influencer-Marketing betreffen. Wir durften Hannes Mehring, den Gründer und CEO von CrowdTV auf der NOAH Conference 2017 in Berlin treffen und ihm unserer Fragen stellen.

Die Idee hinter CrowdTV

Nach der Gründung einer Social-Media Agentur, deren Aufgaben sich vor allem auf die Beratung von Unternehmen konzentrierten, wurde für Mehring klar, dass sich besonders Jugendliche von den klassischen Medien abwenden und YouTube-Videos oder Blogs bevorzugen. Seit einer möglichen Monetarisierung dieser Videos bzw. Posts wurde es für die Werbeindustrie interessant, Influencer für die eigenen Produkte oder Dienstleistungen werben zu lassen. Doch dabei besteht das Problem auf der Seite der Werbenden, dass die Zielgruppe der Influencer genau auf das beworbene Produkt passen sollte, um Streuverluste möglichst gering zu halten. Auf der anderen Seite möchte der Creator selbst seine Marke stärken und genau wissen, welche Inhalte die Community interessiert. Hier setzt die Idee von CrowdTV an. Sie bieten eine White-Label App, die der Content-Schaffende nach seinen Vorstellungen individualisieren kann. In dieser App können dann alle Kanäle wie YouTube, Instagram, Twitter und Co. vereint sowie eine eigene Diskussionsplattform für die Community geschaffen werden.

Call of Beauty CrowdTV App Paola Maria

Welche Problemlösung bietet CrowdTV?

Durch den Bereich in der App, der den Austausch zwischen den Mitgliedern der Community ermöglicht, kann der Creator die Trends und Themen verfolgen, die von seiner Followerschaft gerne geklickt werden. Eine bessere Analyse des Contents, der gut bei der Zielgruppe ankommt, ist so möglich. Dahingehend kann der Influencer nicht nur seine künftigen Projekte ausrichten, sondern auch Werbekunden auf einen Blick präsentieren für welche Themen sich seine Zielgruppe begeistert. Die Werbenden können so gezielter entscheiden, ob der Creator zu ihnen und ihren Vorstellungen passt.

Geld verdienen die Influencer mit dem Konzept von CrowdTV durch das Aufrufen der App. Regelmäßig neuer Content führt zu häufigeren Klicks, wodurch der Creator höhere Einnahmen hat.

Welchen Mehrwert bietet die App für den Nutzer?

Die Community, die den Creator regelmäßig verfolgt, können mithilfe der App von CrowdTV den Content aller Social-Media Seiten auf einen Blick erfassen. Zudem gibt sie den Zuschauern bzw. Lesern die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten aus der Community zu vernetzen und sich mit ihnen über den Content des Creators auszutauschen.

Zudem bleiben sie beim Wechsel von sozialen Medien, beispielsweise von Snapchat zu Instagram-Stories, auf dem Laufenden und verpassen kein Posting. Dies ist natürlich auch ein Vorteil für den Influencer selbst, der nicht selten mit Algorithmen-Änderungen von YouTube und Co. zu kämpfen hat. Er kann sich darauf verlassen, dass der treue Kern seiner Community die Videos oder Blogposts durch seine App nicht verpasst.

CrowdTV Influencer Marketing
09/08/2016 – Erfurt: Marketing Aufnahmen der CrowdArchitects in Erfurt. /
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Foto: Jacob Schröter (017623787412)

Wo steht CrowdTV und was ist der nächste geplante Schritt?

Kooperationen hat das Erfurter Start-Up mit bereits 50 Creators und 3 Multi-Channel Netzwerken. Es soll ein Austausch von Know-How zwischen den Influencern geben, den CrowdTV beispielsweise mit dem TuberCamp am 7. Juli in Berlin fördern möchte. Bei dieser Veranstaltung kommen kreative Köpfe aus der Branche zusammen und können sich frei über Themen wie Markenbildung, Content-Produktion und Werbekooperationen austauschen.

In der Zukunft strebt das bisher deutsche Projekt die Internationalisierung an. Außerdem soll es eine übergeordnete App von CrowdTV geben, in der den Nutzern Vorschläge unterbreitet werden, welche Creators ebenfalls unter ihr Interessensgebiet fallen könnten.

Wir finden die Idee von CrowdTV spannend und freuen uns darauf über zukünftige Entwicklungen zu berichten. Vielen Dank an Hannes Mehring für das Gespräch.

Wenn du noch mehr über das Start-Up erfahren möchtest oder selbst Creator bist und eine eigene App erstellen möchtest, dann schau doch auf der Seite von CrowdTV vorbei.