Am heutigen Freitag beginnen wir den Querschnitt Fintech #8 mit einer einschlagenden Erfolgsmeldung: dem Börsengang des Hamburger Fintech-Unternehmens Naga. „Es gibt sie noch, diese Börsengänge, wo Aktien am ersten Handelstag durch die Decke gehen – und keiner weiß, warum eigentlich.“ Schreibt das Manager Magazin. Der Börsengang des Hamburger Fintech-Unternehmens Naga gehört wohl dazu – auch wenn das Wirtschaftsmagazin den Emissionserlös von etwa 2,5 Millionen Euro als „eher klein“ bewertet: Nachdem sich der Kurs der Papiere binnen kurzer Zeit mehr als verdreifacht hatte, kauften Anleger weiter zu – ganz nach der Devise: Wird schon weiter steigen.

„Fintech-Unternehmen lösen bei Investoren derzeit einen Beissreflex aus – es wird erst gekauft und dann nach der Bewertung und den Zukunftsaussichten geschaut“, sagt Händler Andreas Lipkow gegenüber dem Manager Magazin und fühlt sich an Zeiten des Neuen Marktes zur Jahrtausendwende erinnert. Ein anderer Marktbeobachter meint: „Bei Naga steht Fintech drauf – da stellt man als Anleger momentan doch keine Fragen.“

Rasanter Zuwachs im Geschäftsjahr 2017: Das Fintech Auxmoney glänzt erstmals mit Erfolgsbilanz

Indessen zog auch der in den letzten Jahren eher verlustreiche Kreditvermittler Auxmoney in dieser Woche positive Bilanz. Das ausgezahlte Kreditvolumen zwischen Januar und Juni belief sich laut Unternehmensmeldung auf 135 Millionen Euro; im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 79,5 Millionen Euro – also einem beachtlichen Zuwachs von 70 Prozent. Seit das Fintech-unternehmen vor 10 Jahren gegründet wurde, vermittelte es Darlehen mit einem Volumen von insgesamt 500 Millionen Euro, etwa 50 Prozent davon allein in den vergangenen zwölf Monaten.

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Das Founder-Team von Auxmoney

 

Die Meldung kam zur richtigen Zeit. Nach einem Bericht von Deutsche-Startups.de lässt sich laut Handelsregister nämlich nachvollziehen, dass das Startup zwischen 2012 und 2015 knapp 30 Millionen Euro Verlust eingefahren hat. Zumal Auxmoney seit 2007 rote Zahlen schreibe und die Verluste seit 2012 bzw. 2013 so wichtig in die Höhe gingen. Damals änderte das Unternehmen sein Geschäftsmodell radikal und schaffte etwa die Gebühren für die Veröffentlichung eines Kreditprojektes ab. Laut DS belegen die Zahlen, dass das Startup auch Jahre nach der Gründung noch im kompletten Wachstumsmodus sei.

Ob der positive Trend des ersten Halbjahres 2017 anhält bleibt dahingestellt. Ebenfalls in dieser Woche warnte indes die Süddeutsche Zeitung  vor dubiosen Fintech-Produkten – unter anderem vor den angeblich festverzinslichen Sparprodukten von Auxmoney, das seine Anlageprodukte im Internet nahezu wortgleich als „Tagesgeldalternative“ beziehungsweise „Alternative zum Tagesgeld“ bewerbe: „Hier stecken Anleger ihr Geld – ohne jeden Einlagenschutz – in Konsumentenkredite. Das kann zwar eine lukrative Investment-Idee sein, sie ist aber eben auch riskant.“, so die Süddeutsche.

Von wegen gescheitert: Outbank wird zur Verbraucherplattform

Noch vor kurzem hat Outbank sein auf kostenpflichtige Abonnements basierendes Geschäftsmodell für gescheitert erklärt. Vor wenigen Tagen verkündete Outbank nun eine neue Version der App als Verbraucherplattform. Das Fintech erklärt, dass es um mehr gehen soll, als nur darum Kredite ergänzend zu den bestehenden Banking-Funktionen zu vermitteln. „Outbank beginnt einen strategischen Richtungswechsel vom reinen Banking-Produkt hin zu einer umfangreichen Personal-Finance-App, die den Nutzer langfristig beim Geldsparen unterstützt“, erklärt ein Sprecher gegenüber t3n.de.

Mitgliedschaften, Versicherungen, Kredite, und weitere Verträge mit wiederkehrenden Kosten können Nutzer zukünftig in der App anlegen und verwalten – sogar das Kinder- oder Arbeitslosengeld. Alle Beträge berechnet die App zu einer monatlichen Bilanz. Darauf beruhend bekommt der Nutzer individuelle Sparvorschläge, beispielsweise den Wechsel zu günstigeren Gas- oder Stromanbietern. Der Vergleich ist durch die Anbindung externer Finanzpartner möglich.

 

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PayPal-Manager Jonathan Knoll wechselt zu Entersekt

Vor seinem Eintritt bei Entersekt war Jonathan Knoll als Director Financial Services Strategic Partnerships bei PayPal unter anderem für die strategischen Partnerschaften mit führenden Finanzinstituten in den USA und der EMEA verantwortlich. Unter seiner Ägide entstanden die globale FI-Playbook- und Bankpartnerschaftsstrategie und Verträge mit führenden globalen und regionalen Banken sowie Handelspartnern.

Neue Authentifizierungs-Lösungen, die sicher und einfach zu bedienen sind
„Wir sind glücklich, einen so ausgewiesenen Branchenexperten für Entersekt gewonnen zu haben, der unserem Wachstumskurs in der DACH-Region einen neuen Schub geben wird“, erklärt Schalk Nolte, CEO von Entersekt in einer Pressemeldung. „Digitalisierung, immer raffiniertere Hacker-Angriffe und regulatorische Regelwerke wie PSD2 zwingen die Banken dazu, neue Authentifizierungs-Lösungen zu suchen, die einerseits absolut sicher sind, aber gleichzeitig höchste Bedienerfreundlichkeit anbieten. Die Entersekt-Technologie ist genau die perfekte Mischung aus beiden. Sie schützt heute schon täglich Millionen von Geräten und Transaktionen und erfüllt dabei weltweit strengste regulatorische Vorgaben. Ich freue mich sehr, den Erfolgskurs von Entersekt in Europa zu unterstützen“, sagt Jonathan Knoll.