Das TOA Main Event startetet am 12. Juli und wir Gründerfreunde waren natürlich für Euch dabei. Das schlechte Wetter konnte uns nicht abschrecken, warteten doch spannende Vorträge und interessante Menschen. Das Haus of Tech direkt am Eingang, war der erste positive Eindruck der Veranstaltung.

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Unzählige Firmen wie Typeform, 1&1, KPMG oder Facebook präsentierten sich vor Ort und waren offen für fruchtbaren Austausch. Uns faszinierte zudem OrCam Deutschland, die mit ihrem Produkt blinden Mensch das Lesen ermöglichen wollen.

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Besonders gut gefiel uns auch das Geschäftsmodell von Grover. Stichwort Sharing Economy: Grover vermietet Artikel wie Spiegelreflexkameras, VR-Brillen oder Konsolen. Warum besitzen, wenn mieten auch reicht?

Ein anderer Stand war eingerichtet wie ein Studierzimmer im englischen Stil. Zwei Barkeeper mit Fliege gaben kostenlosen Hendrick’s Gin gepaart mit Tonic & Gurke aus. Als wir nach dem Business-Modell dahinter fragten, verwies man auf einen merkwürdigen Hut mit Gurke oben drauf, der einem das Gespräch mit Gurken ermöglichen sollte. Mit Gurken? Der Kellner bejahte. Natürlich stellte sich das als Merchandising-Gag heraus, was uns tatsächlich etwas enttäuschte. Wer wüßte nicht gern, was eine Salatgurke zu erzählen hat?! Trinkt man genügend Gin Tonic könnte das Gespräch mit der Gurke eventuell aber auch klappen. Daneben saß ein überdimensionaler Donald Trump, der begann zu sprechen, wenn man ihn umarmte. Vermutlich kann der Donald tatsächlich etwas Liebe vertragen, vielleicht hilft das auch seinem Mindset auf die Sprünge.

Verließ man das Haus of Tech, in dem auch die Innovation Stage untergebracht war, landete man im schönen Außenbereich am Wasser, wo unzählige Food Carts auf hungrige Besucher warteten. Etwas weiter hinten war die hübsche Forest Stage, auf der u.a. Mindfulness und Spirituality Vorträge gehalten wurden. Natürlich war auch der Schlafwagen von Casper wieder dabei für das Power Nap zwischendurch. Vorbei an all den erwähnten Attraktionen gelangte man zu den anderen Studios des ehemaligen Funkhauses Berlin, wo unzählige Vorträge von „Rejuvenation Biotechnology: Why Age Will No Longer Mean Aging“ bis „How VR can Help Astronauts to Remain Grounded on Their Way to Mars“stattfanden. Auch die zunehmende Bedeutung von Gifs war ein Thema auf der TOA.

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Viele namhafte Sprecher von Philipp Rösler bis Alex Ljung von SoundCloud hielten inspirierende Vorträge und mussten sich mitunter auch kritischen Fragen stellen.

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Unter all den Vorträgen fiel auf, dass zwei Themen besonders prominent vertreten waren, zum einen VR zum anderen die Blockchain Technologie. Beide Themen haben disruptives Potential. Die TOA zeichnete im Prinzip die Welt von morgen. Das Handelsblatt brachte die Hauptthemen der TOA schön auf den Punkt: „Ökonomie, Kunst und Leben in Zeiten des technologischen Fortschritts.“

In seinem Vortrag „How Governments Change: From Barriers to Boosters and Beyond“ sprach Dr. Noah Raford von der Dubai Future Foundation über weltverändernde Technologie, die Regierungen unweigerlich zum Umdenken bringen wird. Ohne Überzeugungsarbeit oder umstürzlerische Bewegungen. Alleine weil durch Dinge wie einen Smart Mirror, der Körperfunktionen misst, indem man seine Hand auflegt, Kosten eingespart werden können. Der Arztbesuch entfällt, der Spiegel sagt mir, wann ich meinen Vitamin C Haushalt auffüllen muss, um nicht krank zu werden, wie viel Schlaf ich benötige und ob ein Urlaub mal wieder nötig wäre. Das verspricht glücklichere Bürger. Die Dubai Future Foundation ist offen für Ideen, die die Welt verändern. Wer eine hat und pitchen möchte, hier.

Der CEO von Fidor, Matthias Kröner, mit dem wir ein tolles Gespräch führten, hielt außerdem zwei Vorträge und sprach über seine Ideen für die Bank von morgen. Da wäre zum einen Payout in Real Time, sodass man bei Überweisungen etc. nicht unnötig auf sein Geld warten muss und zum anderen der maßgeschneiderte digitale Bankberater, der dem Kunden 24 Stunden mit Rat und Tat zur Seite steht und seine Kaufentscheidung bewertet – als Empfehlung versteht sich.

Wir hatten zudem Gelegenheit noch andere spannende Interviews zu führen, und zwar mit dem Gründer von Flighright, Dr. Philipp Kadelbach sowie Jannes Fischer von vermietet.de und Melanie Mohr von yeay, die wir in Kürze bei uns veröffentlichen.

Alles in allem war die TOA eine sehr gelungene Veranstaltung mit fabelhaften Sprechern in einer traumhaften Location, vielleicht muss man dem Wettergott nächstes Jahr einfach ein VIP-Ticket ausstellen, dann passt auch das. Eventuell wäre auch ein Shuttle sinnvoll, denn die abendliche Tram-Situation war etwas schwierig:

Auch in der Tram hatte man dementsprechend ein etwas eigeschränktes Sichtfeld. So standen wir alle sehr liebevoll nah beieinander und da wir in Berlin sind, ging natürlich direkt Techno-Musik an, die das Ganze durchaus erträglicher machte. Nur Tanzen war schwierig.

Nach all dem Kuscheln war man etwas müde, aber immer noch geistig stimuliert und in Vorfreude auf die nächste Tech Open Air. Danke also für eine gelungene Veranstaltung. #inspire