In den letzten Jahren ist der Trend um Nachhaltigkeit immer größer geworden. Auch auf die Fashion Szene hat diese Entwicklung großen Einfluss. Alles setzt sich gegen den Trend der „Fast-Fashion“, was das billige Einkaufen von Kleidung geringer Qualität bedeutet. Innovative Ideen auf dem Markt wollen diese Wegwerf-Mentalität ändern und den Konsumenten neue Wege zeigen, nachhaltig einzukaufen, ohne dabei auf geschmackvolle Kleidung zu verzichten. Im Folgenden stellen wir euch drei unterschiedliche Modelle der nachhaltigen Fashion vor, die mit verschiedenen Ansätzen versuchen der Mode ein neues Gesicht zu geben.

Chic by Choice

Welche Frau kennt das nicht: Ein ganz besonderer Anlass wie die Hochzeit der besten Freundin steht vor der Tür und natürlich möchte man an diesem besonderen Tag etwas Einmaliges tragen. Doch wie hoch sollte das Budget für ein Kleid sein, das man sowieso nur einmal trägt? Genau vor dem gleichen Problem standen die Gründer von „Chic by Choice“, die daraufhin das Unternehmen starteten, das Kundinnen ermöglich Kleidung für besondere Anlässe zu mieten. Auf ihrer Internetseite kann man aus einem umfangreichen Sortiment aus Kleidung wie Ballkleidern, Black Tie Dresses oder Kleider für Hochzeitsgäste wählen und seinen Favoriten ausleihen. Wie das genau funktioniert? Man bestellt mindestens 24 Stunden im Voraus das gewünschte Kleid, das man für vier bis acht Tage mieten kann. Nach diesem Zeitraum, holt DHL das Paket an der gleichen Lieferadresse wieder ab. Die Reinigung übernimmt „Chic by Choice“ und der Kunde muss sich um nichts Weiteres kümmern. Damit die Kundinnen auch mit dem Produkt zufrieden sind, können kostenlos Zweitgrößen mitgeliefert werden. Bei nicht getragener Kleidung erhält die Kundin eine Geld-zurück-Garantie. Mittlerweile liefert das britische Start-up, das seinen Hauptsitz aber in Lissabon hat, aus einer Auswahl aus 60 Designer-Marken in 12 verschiedene Länder.

Fashion Fast Fashion Lean Closet

Cuyana

Mit dem „Lean Closet Movement“ möchte das Fashion Label Cuyana einen Unterschied auf dem Mode-Markt machen. Mit wenigen, qualitativ-hochwertigen Kleidungsstücken ist die Frau von heute nach diesem Ansatz gut ausgestattet. Dies spiegelt sich auch in dem Konzept des Unternehmens wieder. Anstatt Massen zu produzieren, achten die Gründer auf die Qualität der Stoffe und Materialien, die verwendet werden. Aus einer Auswahl an femininer, zeitloser Mode kann die Kundin auswählen. Mit der bestellten Kleidung wird zusätzlich eine wiederverwendbare Tasche versendet, in die die Kundin nicht mehr getragene oder gebrauchte Kleidung verpacken und an „Cuyana“ zurücksenden kann. Diese Kleidung wird dann durch einen Non-Profit Partner gespendet. So wirft man alte Kleidung nicht einfach weg, sondern gibt anderen Frauen eine Chance, der Mode wieder einen Verwendungszweck zu verleihen. Um das Spenden von Kundinnen zu unterstützen, schreibt Cuyana für jedes gespendete Kleidungsstück 10 Dollar für den nächsten Einkauf bei dem Label gut.

Fashion Start-up Closet

Dropel

Neue, innovative Stoffe entwickeln – das ist die Mission des Start-ups „Dropel“. Aber nicht nur das Aussehen steht bei diesem Entwicklungsprozess im Vordergrund, sondern vor allem die Funktionalität. Die Materialien die Dropel entwickelt, sind flüssigkeitsabweisend, bleiben dabei aber atmungsaktiv, gemütlich und modisch. In der Zusammenarbeit mit verschieden Marken wie Mister French, CEAM oder AREA entstanden stylische Modelinien, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch den Geldbeutel. Denn auch wenn die Kleidungsstücke, die aus den Materialien angefertigt werden, etwas mehr kosten, sehen sie länger aus wie neu – anders als Kleidung aus herkömmlichen Stoffen. Durch die flecken- und schweißabweisenden Funktion muss man die Kleidungsstücke nicht so oft waschen und reduziert dadurch den eigenen Wasserverbrauch. Das macht sich natürlich besonders bei Reisen gut, denn so kann man sein Gepäck minimieren. Wenn bisher vor allem Alltagskleidung hergestellt wurde, haben die innovativen Materialien von Dropel das Potential das Konsum- und Kaufverhalten auf dem gesamten Fashionmarkt zu verändern.

An den drei Beispielen kann man deutlich erkennen, welchen Wandlungen sich die Fashionbranche derzeit unterzieht. Weg von dem sinnlosen, übermäßigen Konsum, hin zu fairer, umweltfreundlichen Mode. Dieser Trend gefällt uns, was sagt ihr? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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