Foodist: So will das Gourmet-Startup weiter wachsen

Das Hamburger Startup Foodist, deutschlandweit bekannt geworden durch die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“, setzt seine Erfolgsgeschichte fort: mit neuen Produkten und einer weiteren Crowdfundingrunde. Die Gründerfreunde fassen das aktuelle Geschehen zusammen.

In unserem großen Exklusivinterview im Januar hatte Mitgründer Alexander Djordjevic noch erklärt, man sei in Gesprächen mit diversen potenziellen Investoren. Dabei stellte sich allerdings heraus, dass deren Pläne nicht zu der Strategie des Unternehmens passten, ein Wachstum mit Augenmaß anzustreben.  Daher greift Foodist auf eine bewährte Methode der Kapitalbeschaffung zurück, die dem Unternehmen in zwei Runden schon 470.000 Euro beschert hat. Heute startet eine neue Crowdfunding-Kampagne auf Companisto. Das Minimalziel von 50.000 Euro wurde bereits nach gut einer Stunde erreicht, angestrebt wird die Million. Und es gibt eine Menge Zahlen und Fakten, die für Foodist sprechen:

Das im Oktober 2012 gegründete Unternehmen beschäftigt mittlerweile 24 Mitarbeiter, musste daher bereits zwei Mal in größere Büroräumlichkeiten umziehen und hat seinen Sitz seit Februar direkt an der Elbe. Die Zahl der Abonnenten, die monatlich eine Box mit internationalen Spezialitäten beziehen, liegt zurzeit bei 14.000. Und die Kunden sind treu: durchschnittlich 11 Monate bleiben sie dabei, für Abomodelle ohne Kündigungsfristen ein hoher Wert. Der Gesamtumsatz von Foodist im ersten Quartal 2015 lag bei über 1,4 Millionen Euro und damit schon jetzt höher als im gesamten Jahr 2014. Dabei sind die Boxen nicht der einzige Umsatzbringer. Im Shop können einzelne Artikel nachbestellt werden, und die Handelssparte entwickelt sich gerade zum zukunftsträchtigen dritten Standbein.

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Ein echter Leckerbissen aus dem Foodist-Programm: Mandeln mit Rosmarin.

Geschäftspartner wie Edeka, Feinkost Käfer oder Frischeparadies führen inzwischen Produkte, die von Foodist-Kunden getestet und für gut befunden worden waren. 2015 soll der Handelsbereich mindestens mit 500.000 Euro zum Gesamtumsatz beitragen, dazu plant man mit rund 1,5 Millionen aus dem Shop und 4,5 Millionen durch den Boxenversand, bei 20.000 Abonnenten bis Ende des Jahres. Prognosen, die angesichts der aktuellen Entwicklungen durchaus realistisch erscheinen, zumal das Weihnachtsgeschäft mit einem Adventskalender noch einen zusätzlichen Schub erwarten lässt. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits, damit es nicht wieder zu einem vorzeitigen Ausverkauf wie im letzten Jahr kommt. Ganz neu im Programm schließlich ist die Healthy Box, die dem Trend zu gesunder Ernährung Rechnung trägt und neue Zielgruppen erreichen soll.

Foodist erwirtschaftet seit zwei Quartalen kleine Gewinne, und damit das nicht nur so bleibt, sondern auch die Pläne, weiter zu wachsen und 2016  die Benelux-Länder zu erobern, umgesetzt werden können, muss es das Team schaffen, seine Kunden immer wieder aufs Neue so zu begeistern wie Langzeitkundin und Companistin Ann-Christin Zilling, die sagt: „Ich finde die Boxen einfach spannend – jeden Monat ist es wie Weihnachten! Ich mache sie immer zusammen mit meinem Mann auf, und dann fallen wir gleich über die Sachen darin her, besonders die Snacks haben es uns angetan!“ Na dann: guten Appetit!

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