Da braut sich was zusammen:eigenes Bier mit der Braubox

Vorgestern haben wir in unserem Adventskalender „schwarzgebrannten“ Schnaps vorgestellt. Gute Idee, mag mancher gedacht haben, das will ich auch einmal ausprobieren. Es muss ja nicht Schnaps sein, Bier wäre sogar noch besser. Kein Problem: Mit der Braubox wird jeder in der eigenen Küche zum Braumeister.

Kleine Brauereien, die in kleinen Mengen Bierspezialitäten, sogenannte Craft Biere produzieren, sind in, und auch die Zahl der Hobbybrauer steigt.  Besserbrauer heißt das von Kathy Gabel und Jörg Iversen gegründete Hamburger Startup, das den Trend zur Mikrobrauerei auf die Spitze treiben könnte. Es hat die Braubox im Angebot,und in der ist einiges drin: neben den frisch verpackten Zutaten Hopfen, Malz und Hefe auch eine 5-Liter-Gärflasche aus Glas, eine leicht verständliche Brauanleitung sowie das gesamte Zubehör, das neben einigen Küchengeräten zum Brauen und Abfüllen des eigenen Biers benötigt wird: ein Glasthermometer, ein Gärspund, Reiniger und eine Abfüllpumpe samt Schlauch und Schlauchklemme. Nur für Kochtopf, Kochlöffel, Messbecher und Küchensieb müssen die Hobbybrauer selber sorgen.

gaerflascheDie Gärflasche gehört bei der Braubox dazu (Foto: Lars Franzen, larsfranzen.com)

Der Herstellungsprozess dauert etwa vier Stunden. Zunächst wird die Maische angesetzt, also der Zucker in heißem Wasser aus dem Malz gelöst und anschließend beim Läutern ausgewaschen. Die Zugabe des Hopfens verleiht dem Bier dann das Aroma und die erfrischenden Bitterstoffe. Für die Vergärung kommt schließlich die Hefe dazu. Nach einer Woche wird das Bier in Flaschen abgefüllt (Flaschen gehören in der Regel nicht zum Lieferumfang). Nach weiteren drei Wochen Reifung ist es dann soweit: Insgesamt vier Liter Bier sind bereit für einen gemütlichen Umtrunk!

Im Jahr 2013 wagte sich das Besserbrauer-Duo erstmals ans Selberbrauen und testete ein handelsübliches 20-Liter-Braukit. „Wir dachten, das Ergebnis würde ungenießbar werden“, erzählt Kathy Gabel, „aber das Bier schmeckte! Das Problem waren die Gerätschaften, sie waren viel zu groß für eine Stadtküche. Wir überlegten, ob es auch möglich ist, im Küchenformat leckeres Bier zu brauen – ohne unansehnlichen Gäreimer aus Plastik, Schläuchen wie aus dem Chemiebaukasten und unverständlichen Brauanleitungen.“ Ein Jahr und viele Brauversuche später war die Braubox mit drei verschiedenen Sorten marktreif und die Besserbrauer wurden gegründet.

besserbrauer_01Kathy Gabel und Jörg Iversen sind die Besserbrauer (Foto: Lars Franzen, larsfranzen.com)

Für 75 Euro ist die Braubox inzwischen in fünf verschiedenen Varianten erhältlich: Helles, Dunkles, Pale Ale, India Pale Ale (IPA) und Weizenbier. Für 13 Euro gibt es für alle Biere Nachfüllpakete, schließlich ist die Braubox nicht nur für den einmaligen Gebrauch gedacht. Zusätzlich zu den fünf Basissorten entwickeln Kathy Gabel und Jörg Iversen ständig neue Sorten: so ist im Herbst ein „Pumpkin Ale“ mit frischem Kürbis im Angebot, im Winter wird ein tiefschwarzes „Coffee Stout“ gebraut. „Wir wollen Bier brauen so einfach wie kochen machen“, erklärt Jörg Iversen, „und auch so vielseitig. Man kann tolle Bierkreationen mit frischen saisonalen Zutaten brauen!“ Zu Weihnachten gibt es natürlich auch spezielle Festtagsangebote, mit Grußkarten und besonders üppiger Ausstattung.

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