YouTube Ads. Ein spannendes aber etwas undurchsichtiges Thema. Wie funktionieren YouTube Ads eigentlich, was für Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Anzeigen und wie hängt das ganze eigentlich mit Google-Ads zusammen? Vor allem für Startups kann es von Bedeutung sein, das Marketing-Tool YouTube Ads in Erwägung zu ziehen. Zu diesen und mehreren Fragen findet ihr hier im Artikel Antworten. 

Wie funktionieren YouTube Ads?

  • Youtube Marketing: Warum? 
  • Mehr Views durch SEO
  • YouTube Marketing und Ads 
  • Analytics 
  • Fazit

Youtube Marketing: Warum? 

Liest man einen Artikel über YouTube Ads, möchte man sicherlich als Erstes hören, warum ausgerechnet YouTube Marketing die richtige Wahl sei. Wie sonst, solle man entscheiden, ob der Zweck die Kosten deckt und zu der Strategie meines Unternehmens passen? Also fangen wir genau an dieser Stelle an: Warum sollte man YouTube Ads eigentlich in seine Unternehmens-Strategie einbauen? Eine gute Frage. 

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Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von Cisco werden vermutlich bis zum Jahre 2022 Videos etwa 82 Prozent des kompletten Internetverkehrs ausmachen. Das Medien-Format Video spielt dementsprechend eine entscheidende Rolle im Wirtschaftsalltag. Hinzu kommt das rund 20 Prozent der Marketing-Experten diverse Videoinhalte zum Nutzen ihrer Werbezwecke einsetzen. Die Antwort auf die Frage, warum Videos einen so hohen Stellenwert im Internetverkehr besetzen, ist eine leichte. Der Unterhaltungsfaktor von Videos ist, im Gegensatz zu dem von Texten, Grafiken und sogar Bildern, äußerst hoch angelegt. Brutal ist wohl noch eine Untertreibung als Beschreibung für die Algorithmen in den sozialen Medien heutzutage. Um den gewünschten Traffic generieren zu können, muss in möglichst kurzer Zeit möglichst dynamischer, emotionaler und einprägsamer Content generalisiert werden. A walk in the  park, right?! 

Leider, nein. Nicht umsonst stellt beinahe jedes Unternehmen Arbeitskräfte für Video Marketing an und das nicht selten, um YouTube Marketing zu betreiben. YouTube selbst zählt wöchentlich stolze 30 Millionen Nutzer, wurde in den USA entwickelt und gilt als die weltweit zweitgrößte Suchmaschine. Die vorwiegende Altersspanne der YouTube Nutzer befindet sich etwa zwischen 18 und 34 Jahren. Eigentlich genügend Gründe, um YouTube Marketing in Betracht zu ziehen, oder?!

Mehr Views durch SEO

SEO ist einer der wohl gängigsten Begriffe im Internet-Marketing. Aus dem Englischen entstanden, steht der Begriff SEO für den Ausdruck Search Engine Optimizing. Übersetzt: Suchmaschinen Optimierung. SEO ist also essentiell dafür, dass Videos im Internet überhaupt erst gefunden werden können. In diesem Kontext sollte sich das Stichwort Meta-Daten gemerkt werden. Dies sind die Daten, die den Rezipienten weitere Informationen über das jeweilige Video liefern. Auf ihrer Basis werden Videos in den Index der Suchmaschine eingeordnet. Die wichtigsten Begriffe findet ihr hier in kurzer Erläuterung:

  • Titel: Im Titel ist es wichtig, die relevantesten der recherchierten Suchbegriffe, in höchstens 60 Zeichen, zu nennen. 
  • Beschreibung: In der Beschreibung sollten ebenfalls die wichtigsten Suchbegriffe, in maximal 5000 Zeichen, genannt werden. Dabei sollte im Auge behalten werden, dass der Rezipient lediglich 120 Zeichen auf den ersten Blick sieht. Dementsprechend sollte das wichtigste direkt am Anfang stehen.
  • Schlagwörter/Tags: Durch die Schlagwörter, oder (Meta-)Tags werden nicht nur die Chancen erhöht, dass die Videos in der Seitenleiste unter spezifischen Themengebieten angezeigt werden, durch sie ist der Algorithmus überhaupt erst in der Lage die Medien thematisch einzuordnen. 
  • Kategorie: Die Kategorie zeigt an, in welche Spalte die Videos inhaltlich/thematisch am besten passen. 
  • Thumbnail: Thumbnail steht für das Vorschaubild eines Videos – Es ist das erste Bild, das Rezipienten sehen, wenn sie in der Suchmaschine nach Videos suchen. Es muss also nicht extra erwähnt werden, dass bereits das Thumbnail idealerweise die Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich ziehen sollte. 
  • Untertitel: Im Untertitel können ebenfalls wichtige Schlagwörter eingebracht werden, um die Suchmaschinen Optimierung weiter auszubauen.
  • Infokarten: Wenn man sich genau an das letzte YouTube Video erinnert, das man sich angesehen hat, blinkt rechts oben in der Ecke der Erinnerung, oder aber dem YouTube Video, eine kleine, rechteckige Mitteilung. In einem Videoclip können davon bis zu 5 Infokarten geschaltet werden. Diese können weitere Aufmerksamkeit auf Channel, Videos und Links generieren. 
  • Playlist: Playlists können dafür gut sein, multiple Videos des Kanals, aus einem ähnlichen Themenbereich, zusammen in einer Watchlist zu organisieren. So wird ebenfalls die Usablity des Kanals erhöht, da es den Nutzern leichter fällt sich in dem Kanal zurechtzufinden. 

YouTube Marketing und Ads 

Sind die wichtigsten Begriffe der SEO Spalte geklärt, kann erläutert werden, welche Art von Ads im YouTube Marketing überhaupt zur Verfügung stehen. Vorab jedoch noch einige weitere Informationen: Der wohl wichtigste Bestandteil in der YouTube Marketing Planung ist die klar definierte Zielgruppe. Ihre Herausforderungen zu kennen und entsprechende Lösungen bieten zu können sollte das entsprechende „Markenzeichen“ des Videos sein. Möglichst so subtil verpackt, dass der Kunde nicht zum Kauf gedrängt wird. Um dies zu tun, gibt es verschiedene Möglichkeiten von YouTube Ads: 

  • True-View-Ads: Bei True-View-Ads handelt es sich um überspringbare Video-Anzeigen. Diese Videos können bis zu 30 Sekunden lang sein und vor, während oder nach Videos geschaltet werden. Allerdings müssen sie vom Nutzer nicht zu Ende geschaut werden, da sie nach 5 Sekunden übersprungen werden können. Das Interessante an True-View-Ads ist, dass das jeweilige Unternehmen die Anzeige nur zahlen muss, wenn der Rezipient die Werbung vollständig anschaut, oder durch einen Call-to-Action mit ihr interagiert. 
  • Nicht überspringbare Videos: Nicht überspringbare Videos sind eben dies: Nicht überspringbar. Sie dauern meist 15 Sekunden und können vor, während oder nach dem Video geschaltet werden. 
  • Bumper-Ads: Bei Bumper-Ads handelt es sich um möglichst kurze und einprägsame Videos, die höchstens 6 Sekunden lang sein dürfen. Sie werden á Impression abgerechnet und können vom Nutzer nicht weg geschaltet werden. 
  • Discovery-Ads: Discovery-Ads werden auf der YouTube Startseite, auf Wiedergabeseiten und unter Suchergebnissen, als Vorschläge für ähnliche Videos, angezeigt. Zu diesem Zweck werden sie als Thumbnails von YouTube platziert und können durch entsprechendes Anklicken abgespielt werden. 
  • Out-Stream-Ads: Out-Stream-Ads werden in Apps von Google-Video-Partners oder Websites angezeigt. Sie sind lediglich auf mobilen Endgeräten sichtbar und zunächst stumm, können aber durch einmaliges Anklicken mit Ton abgespielt werden. 
  • Masthead-Ads: Diese Ads laufen sowohl auf Desktops, TV-Bildschirmen und Mobilgeräten. Die Preise der Masthead-Ads basieren auf einem festgesetzten Abrechnungsmodell und können momentan nur mittels Google-Mitarbeiter erstellt werden. 
  • Kampagnen: An dieser Stelle sollte womöglich erwähnt werden, dass YouTube Ads generell über Google-Ads geschaltet werden. Zu diesem Zweck können für beliebige Videos Kampagnen geschaltet werden. Das Ziel der Kampagne und das Video-Format müssen dafür ausgewählt werden, der Kampagne muss ein Name verliehen werden und letztendlich muss natürlich der Budgetrahmen festgelegt werden. Dabei kann ebenfalls ausgewählt werden, ob die Kampagne gleichmäßig über den gesamten Zeitraum verteilt geschaltet werden soll oder nicht.

Analytics 

YouTube liefert ebenfalls ein Analytics Programm, mit dessen Hilfe ein Überblick über die Daten und Fakten der Videos und Ads geschaffen wird. Analytics hilft unter anderem dabei zu sehen, wie die Videos gefunden wurden, wie hoch die Interaktionsrate ist und wie lange es angeschaut wurde. Es ist essentiell dabei die Zielsetzung im Auge zu behalten und die Daten und Fakten entsprechend zu betrachten und zu analysieren. Auf folgende Stichpunkte kann dabei geachtet werden: 

  • Wiedergaberate und Zuschauerbindung: Die Video-Wiedergaberate wird anhand einer Division der Wiedergabezeit durch die Video-Aufrufe berechnet. Dabei werden Videos mit einer höheren Video-Wiedergaberate vom Algorithmus besser bewertet und folglich eher hoch in der Kategorie Trends gerankt. Geht es um die Zuschauerbindung, kann zwischen der absoluten und relativen Zuschauerbindung unterschieden werden. Die absolute Zuschauerbindung zeigt, welche Abschnitte innerhalb eines Klicks besonders häufig angesehen wurden. Die relative Zuschauerbindung hingegen stellt den (Miss-)Erfolg eines Abschnitts im Vergleich zu anderen YouTube Videos dar und bietet zusätzlich einen Anhaltspunkt zum entsprechenden Wettbewerb. 
  • Zugriffsquellen: Zugriffsquellen halten fest, auf welchem Weg die Rezipienten die Videos gefunden haben und bewerten, welche Quellen die höchsten Klickraten und Wiedergabezeiten generiert haben. 
  • Demographische Daten: Die demographischen Daten illustrieren die aktivsten Zuschauer, damit die Zielgruppe angepasst werden kann und Maßnahmen zur Optimierung stattfinden können. 
  • Interaktionsberichte: Aus Interaktionsberichten kann herausgelesen werden, welche Emotionen im Rezipienten durch das Video ausgelöst wurden. Ein simples like/don’t like kann dabei bereits wertvolle Informationen enthalten. 
  • Impressionen: Hier werden bestimmte Zugriffsquellen beachtete, wie zum Beispiel die YouTube Startseite oder aber bestimmte Kategorien für Trends und Empfehlungen. Hier werden vor allem Videos geschaltet, die einen überzeugenden Titel haben, ein relevantes Thema behandeln und ein breitgefächertes Publikum ansprechen. 
  • Zuwachs: Hier geht es kurz und knackig um den Zuwachs an Abonnenten. Es wird analysiert, welche Videos zu welchen Zeiträumen in bestimmten Regionen besonders gut angekommen sind. Dabei wird ebenfalls darauf geachtet wie hoch sowohl die Zuwachsraten, als auch die Absprungraten sind. So kann herausgelesen werden, welche Themen die Zielgruppe am meisten interessieren und in welchen Regionen es sich eventuell lohnt gezielt Abonnenten zu akquirieren. 

Fazit

Das Fazit: YouTube Ads sind sicherlich eine wertvolle Investition in bestimmten Bereichen. Besonders dann, wenn die Zielgruppe das entsprechende Medium viel nutzt. Inwiefern es für ein Unternehmen infrage kommt, kann individuell an Abhandlung der gelieferten Optionen und gesetzten Ziele analysiert werden. Dabei ist es besonders wichtig, auf die oben genannten Punkte zu achten. Was sucht das Unternehmen? Fällt unsere Zielgruppe in die entsprechende Nische? Wie sieht der individuelle Kosten-Nutzen-Faktor aus? 

Marketing ist nicht lediglich im Bereich YouTube möglich, sondern breitet sich auf viele essentielle Bereiche aus. Mehr zum Thema Online-Marketing, vor allem in Krisenzeiten, findet ihr hier. 

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