Bridge&Tunnel: Design mit sozialem Bewusstsein

Aus alten, ausrangierten Jeans neue, modische Taschen und Rucksäcke zu machen – das ist, auf den Punkt bebracht, die Idee des Modelabels Bridge&Tunnel. Dahinter steckt allerdings noch wesentlich mehr, weshalb das Startup für seine sozialen Verdienste auch schon einige Auszeichnungen erhalten hat und jetzt auf einen Publikumspreis hofft.

Bridge&Tunnel bezeichnet sich als Social Design Label und ist Preisträger im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Insgesamt 100 Projekte und Unternehmen wurden dort 2016 für ihre Beiträge zum Thema „NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“ geehrt. Unterstützt wird der Wettbewerb unter anderem von der Bundesregierung und der Deutschen Bank. Bridge&Tunnel wurde ausgezeichnet, weil es sich mit der Frage beschäftigt, wie gesellschaftlich benachteiligten Menschen der Brückenschlag in den Arbeitsmarkt gelingen kann.

Ein Tunnel und eine Brücke verbinden die Hamburger Innenstadt mit dem Industrie- und Hafenviertel Wilhelmsburg, einem Stadtteil, in dem viele sozial und finanziell schwächer gestellte Menschen vieler Nationalitäten leben. Genau deren bisher unentdecktes Potenzial nutzt Bridge&Tunnel und verhilft hoffnungsvollen Talenten mit geschickten Händen zu einem erfüllenden Job und Anerkennung. Für die Fertigung der Designprodukte nutzt das Label beispielsweise alte Jeans, aus denen für die Kollektion #1: Denim-Love hochwertige Rucksäcke, Hand- und Reisetaschen sowie Teppiche und Sitzmöbel entstehen. Upcycling nennt man das.

Asiye Yalcinkaya, Philipp Klotz (Land der Ideen), Mizgin Akpinar, Antje Möller (GRÜNE Hamburg), Mandeep Kaur, Lotte Erhorn, Oliver John (Deutsche Bank), Constanze Klotz, Mariola Scharfenberg, Maetin Hakverdi (Bundestagsabgeordneter SPD), Latifeh Peer-Zadah. (Copyright: Deutschland – Land der Ideen/Benjamin Hüllenkremer)
Freuen sich über die Auszeichnung: Asiye Yalcinkaya, Philipp Klotz (Land der Ideen), Mizgin Akpinar, Antje Möller (GRÜNE Hamburg), Mandeep Kaur, Lotte Erhorn, Oliver John (Deutsche Bank), Constanze Klotz, Mariola Scharfenberg, Maetin Hakverdi (Bundestagsabgeordneter SPD), Latifeh Peer-Zadah. (Copyright: Deutschland – Land der Ideen/Benjamin Hüllenkremer)

Dr. Constanze Klotz und Hanna Charlotte Erhorn, Gründerinnen von Bridge&Tunnel: „Wir sind mächtig stolz, ein ‚Ausgezeichneter Ort‘ im Land der Ideen zu sein! Den Mehrwert gemeinschaftlichen Handelns erfahren wir täglich, denn wir sehen hautnah, welche Wirkung „echte“ Arbeitsplätze für gesellschaftlich benachteiligte Menschen entfalten. Denn: wer arbeitet, lernt Menschen kennen. Und wer arbeitet, fühlt sich gebraucht.“

Metin Hakverdi, Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD), direkt gewählt für Bergedorf, Harburg und Wilhelmsburg kommentierte die Auszeichnung: „In der Wilhelmsburger Bevölkerung schlummern viele Talente, denen die Initiative Bridge&Tunnel eine echte Chance gibt. Mit der Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist oft der wichtigste Schritt getan, den Menschen gehen müssen, um am Leben in ihrem Stadtteil teilhaben zu können. Ich wünsche den Macherinnen viel Erfolg und gratuliere Ihnen zur Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“.

Wem Bridge&Tunnel besonders gut gefällt, kann das sozial engagierte Startup jetzt zu seinem persönlichen Favoriten aus den diesjährigen „Ausgezeichneten Orten im Land der Ideen“ wählen und zu besonderer Aufmerksamkeit verhelfen, und zwar hier. Bis zum 15. September 2016 werden aus allen 100 „Ausgezeichneten Orten 2016“ zehn Finalisten gewählt. Jeder Teilnehmer hat eine Stimme pro Tag für ein Lieblingsprojekt. Täglich abstimmen lohnt sich also. Und selbstverständlich stehen neben Bridge&Tunnel noch jede Menge andere unterstützenswerte Projekte zur Auswahl.

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