Mit dem Freitag kommt die #2 unserer Serie Querschnitt Fintech. Wie immer hat sich diese Woche wieder viel in der Fintech-Welt getan, Cashpresso ist Fintech-Start-up des Jahres, die Token Summit in New York beschäftigte sich mit Crypto-Währungen und AXA steigt bei vermietet.de ein.

Blockchain – die Zukunft?

Gerade fand in New York die Token Summit statt, eine Konferenz die die Zukunft blockchain-basierter digitaler Währungen diskutierte. Wohin der Weg genau führt, darin waren sich die verschiedenen anwesenden Entrepreneure nicht einig, dass der Weg dahin mühsam und langwierig wird – allein darauf konnte man sich einigen. Erik Voorhies, Innovator des Crypto-Universums, der seine erste Bitcoin-Firma – Satoshi Dice – 2013 verkaufte, sagte dazu:

„DER TATSÄCHLICHE NUTZEN LIEGT IN DER ZUKUNFT, SPEKULATION IST JEDOCH SCHON HEUTE NÖTIG, WENN DIESE TECHNOLOGIE ZUKÜNFTIG EINE ECHTE WIRKUNG ERZIELEN SOLL.“

Als dezentrale Datenstruktur und Grundlage vieler digitaler Währungen, eröffnet Blockchain die Möglichkeit die konzentrierte Macht von Banken umzuverteilen. Man spricht daher auch von der “Distributed Ledger Technology”.

Heutzutage stellt die starke Machtkonzentration in den Händen von Banken und Organisationen ein beträchtliches Problem für viele politisch links und teilweise auch recht orientierte Menschen dar. Zu viel Macht an einem Ort wird schnell gefährlich, nicht zuletzt deswegen haben viele Staaten eine Gewaltenteilung in ihren Konstitutionen verankert. Blockchain bietet eine realistische Möglichkeit die Machtverhältnisse zu verschieben. Eine Floskel der Bitcoin- und Blockchain-Szene daher auch: “Be your own bank”. Das Potential von blockchain-basierten Währungen ist groß. Sie zu unterschätzen vielleicht sogar willkommen.

Ethereum ist ein ernst zunehmender Bitcoin-Rivale

Bitcoin hat seinen Aktienpreis dieses Jahr mehr als verdoppelt, was ein Grund zum Feiern wäre, gäbe es da nicht Ethereum, den Rivalen der einen rasanten Kursanstieg von 2.300 % verbuchen konnte.

Am 01. Januar lag die Bitcoin Aktie bei $1.003.25. Letzten Mittwoch wurde die $2.300 Marke gebrochen, um sich dann bei $2,377.32, einzupendeln. 137 % mehr als vor einem Jahr – beachtlich! Jüngst erklärte sich sogar eine japanische Fluglinie bereit Bitcoins zu akzeptieren. Es läuft gut für Bitcoin. Allerdings findet Erfolg stets Nachahmer, die im besten Falle aus den Fehlern der Vorgänger lernen und es direkt besser machen. Ether könnte so ein Kandidat sein, setzt er jetzt schon auf deutlich niedrigere Transaktionsgebühren als Bitcoin, der teilweise Gebühren bis zu einem Dollar berechnet – bei Ether bleiben die Gebühren stets gleich.

Daher ist Ether die derzeit die schärfste Konkurrenz auf dem Crypto-Währungen Markt: Am 01. Januar dieses Jahres lag Ether bei nur $8.24 – aktueller Wert: $203.30.

Was is Ether?

Ether basiert auf Ethereum, einer andere Blockchain-Variante als der von Bitcoin. Ether benutzt zwar auch digitale „Münzen“ ebenso wie Bitcoin, wofür sich die Firmen derzeit jedoch noch mehr interessieren, ist der mögliche Einsatz der Ethereum Blockchain in Szenarien des echten Lebens bzw. in der digitalen Werbewirtschaft mit dem Release von BAT, Tokens, die die Werbebranche transparenter machen wollen.

Polnische Entwickler denken sogar, dass die Ethereum Blockchain gegen Fake News eingesetzt werden könnte. Währenddessen wissen die meisten Menschen nicht genau, was Bitcoins überhaupt sind, wie diese Übersicht anschaulich zeigt:

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TheStreet Survey: What Consumers Think of Bitcoin. (PRNewsFoto/TheStreet, Inc.)

Querschnitt Fintech Fakt #1: AXA Deutschland steigt als Kooperations- und Investitionspartner beim Berliner Start-up vermietet.de ein

Die Plattform vermietet.de bietet Immobilienbesitzern die Möglichkeit zur effizienteren und kostengünstigeren Verwaltung ihrer Objekte. Das macht sie so gut, dass ein dicker Fisch angebissen hat: AXA Deutschland. vermietet.de will das Leben von Eigentümern sowie Hausverwaltungen leichter machen und deren Arbeitsaufwand minimieren. Alle Beteiligten erhalten einen schnellen und einfachen Überblick über ihr Immobilienportfolio. Die Cloud-Lösung von vermietet.de hilft bei der Verwaltung der Objekt- und Mieterdaten und verschafft so eine Übersicht über Einnahmen und Ausgaben, führt digitale Kontrollen der Mieteingänge durch und bietet die Möglichkeit zur automatischen Erstellung von Abrechnungen und Zahlungserinnerungen. Klingt nach Hand und Fuß, wie auch Johannes Dick, Leiter der Konzernentwicklung bei AXA Deutschland findet:

„AXA IST EINER DER FÜHRENDEN VERSICHERER FÜR GEBÄUDE UND HAUSRAT. UNSER ANSPRUCH GEHT ÜBER EINE REINE SCHADENERSTATTUNG LÄNGST HINAUS. WIR WOLLEN DER PARTNER IN SICHERHEITSFRAGEN FÜR UNSERE KUNDEN WERDEN. MIT DEM AXA INNOVATION CAMPUS SUCHEN WIR AKTIV GRÜNDERIDEEN MIT POTENZIAL, UM ZUKUNFTSFÄHIGE VERSICHERUNGSLÖSUNGEN UND MEHRWERTE FÜR UNSERE KUNDEN ZU SCHAFFEN“

Weiter gab er an, dass die Investition in vermietet.de von strategischer Natur für den Konzern sei. Man investiere in Ideen, von denen man glaube, dass sie einen signifikanten Mehrwert für den Kunden liefern und das eigene Geschäftsmodell bereichern.

Cashpresso zum „Besten Fintech-Startup des Jahres 2017“ gewählt

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Die Jungs von cashpresso.

Das Kredit-Start-up cashpresso sichert sich im ersten Jahr seiner Teilnahme am BankingCheck Award den ersten Platz in der Kategorie „Bestes FinTech Start-up 2017“. Die Kunden bewerten die Unternehmen in den Bereichen „Service, Beratung & Support“ sowie „Banking & Prozesse“. Dabei erzielte cashpresso in beiden Bereichen eine Bewertung von 4,9 der möglichen 5 Punkte. Da diese Punkte von Kunden vergeben wurden und nicht von einer Jury, spricht das Ergebnis für eine sehr hohe Kundenzufriedenheit.

„WIR SIND MIT CASHPRESSO SEIT ENDE LETZTEN JAHRES AM MARKT VERTRETEN UND FREUEN UNS DAHER UMSO MEHR, DASS WIR DIREKT IM ERSTEN JAHR DIESEN PREIS ENTGEGENNEHMEN DÜRFEN“, SAGT DANIEL STRIEDER, CEO VON CASHPRESSO. „DIE GUTE BEWERTUNG ZEIGT, DASS UNSER AUF ABSOLUTE FAIRNESS UND TRANSPARENZ AUSGELEGTER KREDIT BEI UNSEREN KUNDEN SEHR GUT ANKOMMT.“

cashpresso bietet seinen Kunden einen klassischen Rahmenkredit von bis zu 1.500 Euro, der küber das Online-Portal oder mit der cashpresso-App innerhalb von 10 Minuten beantragt und bewilligt werden kann. Die gängigen Auskunfteien wie Schufa oder Kreditreform werden auch bei cashpresso befragt, hier ändert sich also nichts. Einziger Kostenfaktor eines cashpresso-Kredits ist der effektive Jahreszins von 9,99 Prozent. Es fallen keine weiteren Gebühren an, weder Kontoführungs- noch Bearbeitungsgebühren.

LIQID erreicht 100 Millionen Euro Anlagevolumen

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Der digitale Vermögensverwalter LIQID hat in nur 8 Monaten ein Anlagevolumen von 100 Millionen Euro erreicht. Das ist reichlich bemerkenswert, da LIQID ein anspruchsvolles Kundensegment anspricht, das bisher eher bei Privatbanken zu finden war, und aktuell ausschließlich auf den deutschen Markt fokussiert ist. Das Berliner Unternehmen gehört damit zu den größten digitalen Vermögensverwaltern in Europa – und das in Windeseile.

Kunden verwalten durchschnittlich 260.000 Euro mit LIQID. Die Firma siehst sich selbst als zeitgemäße, kostengünstige und unabhängige Alternative zu Privatbanken. Die insgesamt rund 400 Kunden mit einem Durchschnittsalter von 52 Jahren kommen aus 62 deutschen Städten.

Früh übt sich: Der jüngste Kunde von LIQID ist 1 Jahr alt, der älteste ist 83. Die Anlagebeträge liegen zwischen 100.000 Euro und 2,1 Millionen Euro. Selbständige, Unternehmer und leitende Angestellte bilden mit zusammen 89 Prozent die absolute Mehrheit der Investoren. Auffällig ist dabei die große Streuung: Vom Finanzsektor mit 14 Prozent über das Handwerk, Konstruktions- und Baugewerbe mit 8 Prozent bis zu Handel und Logistik mit 6 Prozent und vielen weiteren Sparten. Das höchste Einkommen liegt bei 3,5 Millionen Euro, das geringste bei 40.000 Euro.

Christian Schneider-Sickert kommentiert: „ Wer in dem aktuellen Niedrigzinsumfeld die Chance auf anhaltend hohe Renditen nach Kosten haben möchte, kommt an einer digitalen Vermögensverwaltung wie LIQID nicht vorbei“. Die Blüten, die der Niedrigzins treibt …