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Die Startup-Szene befindet sich im stetigen Wachstum. Immer mehr Menschen setzen ihre Ideen in die Realität um. Immer mehr Menschen finden den Mut, Risiken einzugehen und ihr eigener Chef zu werden. Doch eins ist noch immer auffällig: In der Startup-Szene gibt es wesentlich mehr Männer, die gründen, als Frauen. Wesentlich mehr. Jetzt bleibt die Frage: Warum? – Und darüber hinaus: Wie könnte dies geändert und die Frauenquote erhöht werden?

Faktoren: Deswegen gründen so wenig Frauen

Wirft man einen Blick auf aktuelle Zahlen und Fakten, wird schnell deutlich, dass in der Startup-Szene in Deutschland wesentlich weniger Frauen gründen, als Männer. Eine BCG Studie zeigt dabei schockierende Zahlen: Lediglich 4% der Unternehmen in der Startup-Szene werden allein von Frauen gegründet. Bei 10% der Gründungsteams ist zumindest eine Frau im Gründungsteam. Die restlichen 86% der Gründungsteams bestehen jedoch lediglich aus Männern. Auch wenn die Raten in den letzten Jahren etwas gestiegen sind, ist der Unterschied noch immer gigantisch.

Wenden wir unseren Blick auf mögliche Ursachen, springt uns der erste Faktor bereits ins Auge: Kinderbetreuung. Noch immer haben Frauen in unserer Gesellschaft vorrangig die Rolle sich um Kinder und Haushalt zu kümmern. Das hat sich in den letzten Jahren gebessert, ist aber noch immer ein Grundstein, der so leicht nicht umzulegen ist. Es gibt zwar Möglichkeiten Kinder betreuen zu lassen, jedoch ist die Anzahl an Kinderbetreuungsplätzen selten ausreichend. Es ist ein Privileg sich um seine Kinder kümmern zu dürfen und zur gleichen Zeit sollen die eigenen beruflichen Wünsche und Träume nicht in Vergessenheit geraten. Dementsprechend schwer ist es, besonders für Frauen, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Selbst wenn geeignete Kinderbetreuung gefunden ist, ist eben diese nicht immer ausreichend. Jeder weiß, dass bei der Gründung von Startups extrem viel Zeit und Arbeit investiert werden muss. Selbst wenn man als Frau noch keine Kinder hat, muss man die Familienplanung und die zu investierende Zeit im Hinterkopf behalten. Hinzu kommt, dass immer mehr bereits etablierte Unternehmen Frauen zu einem guten Gehalt und kinderfreundlichen Arbeitszeiten einstellen. Die Möglichkeit einen festen Arbeitsplatz zu haben und gleichzeitig für die Familie Zeit zu bekommen, überwiegt dementsprechend in den meisten Fällen gegenüber dem Risiko und der Investition, welche mit dem Gründen einhergehen.


Des Weiteren kommt hinzu, dass die Anzahl an männlichen Investoren ebenfalls wesentlich höher ist, als die Anzahl der weiblichen Investoren. Dabei ergibt sich, dass männliche Investoren oft zögerlich sind in ein Geschäftsverhältnis mit Gründerinnen zu treten, da die Zielgruppe für deren Geschäftsidee oft nicht in ihren eigenen Markt fällt. Umgedreht ist es jedoch genauso. Frauen sind bei männlichen Investoren ebenfalls vorsichtiger. Daraus ergibt sich ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen scheint.


Einer der wohl größten Faktoren scheint, nach wie vor, der fehlende Mut zu sein, Risiken einzugehen und die eigene Idee auch wirklich umzusetzen. Hinzu kommt ein fehlendes Netzwerk an Gründerinnen, von denen gerade Frauen viel lernen könnten. Der Perfektionismus scheint vielen Frauen im Weg zu stehen. Solange die Idee nur in der Fantasie besteht, kann sie perfekt gehalten werden. Doch sobald man sie in die Realität umsetzt, entsteht ein Risiko nicht alles so umsetzen zu können, wie man es sich erträumt hat. Es ist jedoch allseits bekannt, dass eine Gründung beinahe niemals perfekt und ohne Fehler abläuft. Jedoch ist genau das ein wichtiger Faktor, da niemand perfekt ist und wir Menschen überwiegend aus unseren Fehlern lernen, um es das nächste Mal besser zu machen.


Gerade in der Startup-Szene kommen ebenfalls viele Gründer aus technischen Studiengängen, da die Startup-Szene ein großes, Technologie orientiertes Feld bietet. In diesen Studiengängen ist die Frauenquote ebenfalls noch nicht besonders hoch, auch wenn sie in den letzten Jahren bereits gestiegen ist. Frauen, die in diesen Bereichen studieren, werden dann oft von IT-Unternehmen angeworben, da diese ebenfalls ihre Frauenquote ankurbeln wollen. Wir halten also fest: Es gibt viele Gründe, warum so wenig Frauen Startups gründen. Fragen wir uns also, was könnte man ändern, um es Frauen, die dieses Ziel verfolgen, leichter zu machen.

Wie kann man das ändern?

Man könnte die Ursache, den oft fehlenden Mut, im Keim ersticken, indem man bereits in der Schule einen Raum dafür schafft Mädchen und junge Frauen dazu zu ermutigen in die Gründerbranche einzusteigen. Wenn sie früh mit diesem Feld vertraut gemacht werden, ist es möglich, dass die notwendigen Schritte und Risiko-Faktoren nicht mehr so angsteinflößend erscheinen. Würden grundlegendes Wissen und die wichtigen Schritte früh gelehrt werden, würde eventuell nicht nur die Frauenquote in diesem Bereich, sondern auch die Gründerquote generell steigen.


Des Weiteren könnte an einem Ausbau eines Gründerinnen-Netzwerkes gearbeitet werden. Wenn sie sehen, dass es bereits Frauen gibt, die erfolgreich gegründet haben, scheint das Ziel nicht mehr so unnahbar zu sein. Es muss also mehr von erfolgreichen Gründerinnen berichtet werden, und das nicht nur in den Medien.


Das Problem die Familie und den Beruf unter einen Hut zu kriegen, was gerade beim Gründen schwierig ist, könnte durch eine bessere Strukturierung von Betreuungsplätzen und Elterngeld angegangen werden.


All diese Faktoren können in Angriff genommen werden. Sicher ist jedoch, dass realistisch gesehen nichts dergleichen von Heute auf Morgen passieren wird. Was jedoch jede Frau für sich in Angriff nehmen kann, ist an sich selbst zu arbeiten, die eigene Angst vor dem Risiko zu überwinden und einfach zu machen. Das fängt bereits bei der Planung an. Rom wurde bekanntlich nicht an einem Tag erbaut. Wenn wir also beginnen an den genannten Punkten zu arbeiten, ist es vielleicht möglich die Frauenquote in Zukunft zu steigern. Vielleicht langsam, aber dafür stetig.

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