Erfolgreiches Human Resource Management ist auch für Startups unumgänglich.

Was ist schon ein Unternehmen ohne seine MitarbeiterInnen? Eben – nicht viel mehr als ein leerer Name im Handelsregister.

Doch die Rekrutierung und Organisation von Arbeitskräften bedarf einer Menge Verwaltungsarbeit, die moderne HR-Tools unterstützen und sogar bis zu einem gewissen Grad ersetzen können.

Einen Vergleich der beliebtesten HR-Tools und HR-Softwares findest du in diesem Artikel!

Was bedeutet Human Resource?

Was ist Human Resource überhaupt?

Ganz einfach gesagt: Human Resource (kurz: HR) umfasst alle Ressourcen, die eine Firma durch seine MitarbeiterInnen an Wissen, Fähigkeiten und Motivation zur Verfügung hat.

Alternativ werden auch die Begriffe Human Capital oder auch umgangssprachlich Manpower benutzt.

Human Resource Management

Diese Ressourcen werden innerhalb eines Unternehmens vom Human Resource Management verwaltet. 

Hierbei liegt der Fokus auf etwaige Aktivitäten, die mit dem Personal im Zusammenhang stehen

Deshalb sind auch Begriffe wie Personalwesen und Personalmanagement hierfür geläufig.

Aufgaben des Human Resource Management

Im Wesentlichen umfassen die Aufgaben eines HR-Managers die Beschaffung, Bindung, Planung sowie der gezielte Einsatz von Arbeitskräften

Die Kernaufgaben werden unter anderem mit Hilfe der Handlungsfelder Personalplanung, Personalführung oder Personalentwicklung und Personalkommunikation erfüllt.

Personalführung im Human Resource

Personalentwickler brechen Unternehmensziele im sogenannten Top-Down-Prozess auf einzelne Abteilungen in einer Firma herunter.

Auf diese Weise können globale Unternehmensziele konkretisiert werden, beispielsweise indem bestimmte Kennzahlen für jede Abteilung festgelegt werden.

Wenn bei diesem Prozess Führungskräfte und MitarbeiterInnen eingebunden und ihr Feedback angenommen werden, spricht man von einem Bottom-Up-Prozess.

Hier wird vor allem eine Einsicht über Führungsstile, Führungsinstrumente, Managementmodelle sowie in die Unternehmenskultur als Ganzes gewonnen.

HR-Manager haben eine große Verantwortung zu tragen: Sie müssen über verschiedene Möglichkeiten der Personalentwicklung Bescheid wissen und über Mitarbeiterförderung im Bilde sein. Hinzu kommen aktuelle Erkenntnisse der Führungsforschung.

Personalverwaltung im Human Resource

Die Personalverwaltung im HR muss sich als Hauptaufgabe dem Recruiting stellen. Stellenanzeigen ausschreiben, Bewerbungsunterlagen einsehen und neue Talente für das Unternehmen auswählen gehört hierzu.

Doch der herkömmliche Bewerbungsprozess befindet sich im Wandel: Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten im Bereich Social Media oder auf Bewerberdatenbanken vieler Jobbörsen, über die sich potenzielle KandidatInnen direkt ansprechen lassen. Dieser Vorgang nennt sich Active Sourcing.

Hinzu kommen des Weiteren administrative Aufgaben, wie beispielsweise Lohn- und Gehaltsabrechnung, Controlling, Aufsetzen von Angestelltenverträgen, strategische Personalplanung sowie die Umsetzung arbeitsrechtlicher Vorgaben.

Soziale Verantwortung in der HR-Personalverwaltung

Fernab der organisatorischen Bereiche gehört ebenfalls die soziale Verantwortung gegenüber MitarbeiterInnen in die HR-Personalverwaltung.

Das heißt konkret: Human Resource Management trägt entscheidend zu einer ausgeglichenen und produktiven Unternehmenskultur bei. Hierzu zählt beispielsweise neben guter Personalförderung funktionierende Personalkommunikation.

Im Human Resource Management geht es nicht nur um das Personal als Einheit, sondern besonders um jedes Individuum darin.

Zur Veranschaulichung: Ein Puzzle lässt sich erst stimmig zusammenfügen, wenn alle Teile an der richtigen Stelle angebracht sind. Dabei ist jedes Puzzleteil einzigartig und hat seine ganz eigenen Ecken und Kanten, die jedoch, am passenden Ort eingefügt, genau richtig sind und für ein harmonisches Gesamtbild sorgen.

HR-Manager fragen sich dementsprechend folgende Frage: Welche (möglicherweise versteckten) persönlichen und intellektuellen Ressourcen haben MitarbeiterInnen vorzuweisen und wie lassen sich diese erfolgreich in den Arbeitsablauf integrieren?

HR-Softwares im Vergleich

Vor allem als Startup ist es wichtig, die Personalentwicklung und -verwaltung immer im Blick zu behalten. Softwares und Online-Tools können hierfür sehr hilfreich sein.

Papershiftab 4€ mtl.u.a. Dienstplanung, Urlaubsplaner, Zeiterfassung, Stundenkonto
lanoab 0€ zum Startu.a. Auftragnehmer organisieren, Aufträge verwalten, zentrale Rechnungsverwaltung, internationale Zahlungen
HeavenHRab 2,09€ mtl. pro Mitarbeiteru.a. Digitale Personalakte, Inventar, Reporting, On/Off Boarding, Urlaub & Abwesenheiten, Zeiterfassung
Prescreenab 60€ mtl.u.a. Multiposting, CV-Analyse, Matching, Berichterstellung, Analyse
MoBerriesab 345€ mtl.u.a. Bewerberakquise, intelligenter Bewerberfilter (Talent Netzwerk), Analytics & Feedback
kiwiHRab 2,50€ mtl. pro Mitarbeiteru.a. digitale Personalakte, Abwesenheiten, Zeiterfassung, Onboarding, Vergütung
Recruiteeab 83€ mtl.u.a. Kandidaten-Pipelines, über 1.250 kostenlose & bezahlte Jobbörsen, intelligente Kampagnen, Kandidaten-Videochat
Personioab 800€ jährlichu.a. Stellenausschreibung, Bewerbermanagement, Onboarding, Zeiterfassung, Lohnabrechnung
HRTool24ab 5€ mtl.u.a. Rekrutierung (inkl. Onboarding), Personalverwaltung, Digitale Personalakte, Personalentwicklung, Dokumentenmanagement
HRworks6€ mtl. pro Nutzeru.a. Personalmanagement, Reisemanagement, Zeitwirtschaft, Corporate Benefits, mobil mit Smartphone, Tablet etc. nutzbar

Preise auf Anfrage bieten außerdem die Anbieter Haufe/Umantis, eloomi, vyble, bambooHR, Payfit und workday.

Welche HR-Software bzw. welches Online-Tool für Human Resource am besten für dein Startup ist, lässt sich nur auf deine ganz eigenen Bedürfnisse im Unternehmen abstimmen. 

Über welches Budget verfügst du? Ist es dir wichtiger, besondere Talente zu gewinnen oder einfach nur übersichtlich Urlaub und Zeiten der MitarbeiterInnen erfassen zu können?

Es ist empfehlenswert, die drei bis vier ansprechendsten Anbieter aus dem Vergleich herauszufiltern und bei allen eine entsprechende Demo- bzw. Testversion für zwei bis vier Wochen einzufordern, ehe du dich festlegst.

Nur so kann sichergestellt sein, dass dein HR-Management wirklich optimiert läuft und du keine überflüssigen Tools erhältst, für die dein Startup gar keinen Nutzen hat.

Es gilt die Devise: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!

HR in der Kritik: Sind MitarbeiterInnen nur Kapital?

2004 wurde Humankapital zum Unwort des Jahres gekürt. Human Resource steht als Konzept stark in der Kritik: Schließlich sei es eine Minimierung der Arbeitskräfte auf rein ökonomische Werte, also auf ein “Kapital”, über das eine Firma verfügt wie über Waren oder Räumlichkeiten.

Sind ArbeitnehmerInnen im HR-Management tatsächlich nicht viel mehr als eine wirtschaftlich definierte Größe, die nach Qualität und/oder Quantität beurteilt wird?

Die Antwort liegt wohl im Auge des Betrachters.

Newsletter abonnieren