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Jeder hat es gemerkt. Der Arbeitsalltag hat sich dieses Jahr stark revolutioniert. Notgedrungen, durch die Pandemie, wurden viele Jobs vom Büro ins Home-Office verlagert. Es scheint, als haben sich die Rollen vertauscht. Zuvor war die Mehrzahl der Arbeiter im Büro und die Minderheit im Home-Office. Durch Corona hat sich das verändert. Wir haben uns gefragt, inwiefern diese neue Arbeitsweise in Zukunft bleiben wird, und darüber nachgedacht, was sich genau im Arbeitsalltag verändert hat. 

Arbeitsalltag post Corona

Eine Sache ist besonders klar: Die offensichtlichste Veränderung im Arbeitsalltag ist deutlich die Schnelligkeit mit der wir uns im Arbeitsalltag an Veränderungen anpassen. Zu Beginn der Pandemie, selbst jetzt noch, müssen alle Arbeiter*innen darauf vorbereitet sein sich Veränderungen möglichst schnell anzupassen. Flexibilität von großgeschrieben. Eine weitere offensichtliche Veränderung ist der voranschreitende Ausbau des digitalen Netzwerkes. Wohl kaum haben sich die Menschen zuvor so sehr auf die Digitalwirtschaft verlassen. Sämtliche Unternehmen mussten von heute auf morgen ihr Unternehmen digitalisieren, um weiterhin Menschen versorgen und erreichen zu können. Home-Office, ist hier zwar nur eine der Veränderungen, aber wohl eine der wichtigsten. Denn auch wenn es Home-Office zuvor schon hier und da gab, war es keine Regel so zu arbeiten. 

Photo by bongkarn thanyakij from Pexels

Gegenwärtigkeits-Zeugnisse

Schauen wir uns den gegenwärtigen Arbeitsalltag und den aus der unmittelbaren Vergangenheit, wird schnell deutlich, dass sich hier Geschwindigkeit und Entschleunigung im Ring gegenüber stehen. Zum einen wollen wir uns stetig so rasant wie möglich durch die Welt und das Leben bewegen, auf der Karriereleiter empor klettern, flexibel und vor allem immer erreichbar sein. Einfach, der*die Beste. Wachsen, wachsen, wachsen. So schnell wie möglich. Auch jetzt, in Zeiten von Corona, stehen sich Geschwindigkeit und Entschleunigung gegenüber. Man will, oder muss, sich so schnell wie möglich an die jetzt alltäglichen Veränderungen anpassen und vor allem immer mit ihnen rechnen und stets vorbereitet sein. Man ist, will man es so sagen, immer auf der Hut. 

Auf der anderen Seite haben wir die Entschleunigung. Scheinbar ein Trend der bereits zuvor existierte, aber in den vergangenen Monaten einen Boom erlebte. Immer mehr wird an Work-Life-Balance erinnert, die Health-Branche in unserer Gesellschaft scheint durch die Decke zu gehen, es wird aufgerufen zur Ruhe zu kommen, den Alltag zu heiligen. Ha, aber mach das mal, wenn du darauf programmiert bist, auf Höchstgeschwindigkeit zu funktionieren. Nicht so einfach, was? 

Wir sehen, es stehen sich zwei Seiten gegenüber. Es lässt sich darüber streiten, ob das Leben/ die Arbeit zur Zeit entspannter ist als vorher. Dieser Umstand hängt schließlich von der Arbeit individuell ab. Richten wir unseren Fokus auf die Arbeit und die einhergehende Entwicklung, sehen wir, dass alle Veränderungen, welche sich in den letzten Jahren in der Wirtschaft und vor allem in Bereichen der Gesundheit und Digitalisierung angebahnt haben, dieses Jahr scheinen wie Lady Gaga auf Speed. Alle Veränderungen wurden zugespitzt, angetrieben so schnell und simpel wie möglich umgesetzt zu werden. Wir bleiben weiterhin im Paradoxon. Aber das (Arbeits-)Leben ist bekanntlich nicht schwarzweiß. Wie passend, dass wir im grauen Berlin sind.

Photo by Peter Olexa from Pexels

Zukunfts-Diagnose 

Fragen wir uns, ob die Arbeitswelt zukünftig die angeeigneten Anpassungen und Veränderungen beibehalten wird, oder, ob wir wieder zurück in alte Muster verfallen. Es besteht weiterhin die Hoffnung, dass dieses Jahr nicht lediglich ein Jahr der Pandemie war, sondern, dass wir sehen, was wir daraus gelernt haben. Idealerweise werden die positiven, neu angeeigneten Prinzipien und Arbeitsweisen, dort wo sie effizient und motivierend sind, beibehalten werden können. Hoffen wir weiterhin auf eine stetige Veränderung hin zu einer innovativen, fairen Arbeitskultur. Möglich wäre es, dass die “Gefangenschaft” des Lockdowns eine neue Freiheit für den Arbeitsalltag geschaffen hat. Natürlich muss ebenfalls damit gerechnet werden, dass durch eine derartige Digitalisierung bestimmte Arbeitsbereiche eventuell wegbrechen, und so weiterhin Arbeitnehmer*innen möglicherweise aufgefangen werden müssen. Jedoch kann die Zukunft von niemandem genau vorhergesagt werden. Es heißt weiterhin aufmerksam und solidarisch sein, gemeinsam herausfinden und ausprobieren. Welche positiven Veränderungen können für den Arbeitsalltag beibehalten werden? Wo haben sich vergangene Wege bewährt? Ist die nötige Vertrauensbasis für flexibles Arbeiten vorhanden? Diese und viele andere Fragen werden uns noch länger beschäftigen. 

Genauere Prognosen sind schwer zu treffen, denn wer kann schon die Zukunft voraussehen. All diese Faktoren hängen weiterhin von den Zahlen und einer zweiten Welle ab. Jedoch wird früher oder später eine Entscheidung für den Arbeitsalltag getroffen werden müssen. Kehren wir zum alten Arbeitsalltag zurück? Behalten wir die neuen Entwicklungen bei? Wir werden sehen. 

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