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2020 – Was für ein Jahr. Einen Rückblick für ein Jahr wie dieses zu verfassen, ist keine leichte Aufgabe. Ein Jahr, dass das Leben, wie wir es bisher kannten, komplett auf den Kopf gestellt hat. Überall wo man hinblickt Masken, Polizei und Menschen die verzweifelt versuchen Klopapier zu kaufen, nur, um es dann zu horten. Von Den US-Wahlen wollen wir gar nicht erst anfangen zu reden. Das war verrückt, ja – aber an dieser Stelle bleiben wir nicht stehen. Wie hat sich dieses Jahr auf die Gründerszene ausgewirkt? Was waren die wichtigsten Kernergebnisse, die wir mitnehmen konnten? Was waren die generellen Trends, die versehen mit Hashtags überall auftauchten? Welche Technologien, Geschäftsmodelle und Branchen haben sich 2020 besonders etabliert? Was ist bei uns, den Gründerfreunden, eigentlich zusammengebraut worden und welches waren die Produkte von DHDL über die dieses Jahr alle geredet haben? Wir haben es für euch festgehalten! 

Rückblick 2020 – Alles auf einen Blick

Rückblick 2020

Kernergebnisse

Besonders gewachsen ist im Jahr 2020 der B2B-Sektor. Laut den Untersuchungen des Startup Monitors sammelt sich der Wert bundesweit bei 46 Prozent, während der Wert der Berliner Startups bei 52 Prozent liegt. Eine weitere Branche, die im letzten Jahr explodiert ist, ist die Fintech-Branche. Dabei haben mit 35 Prozent rund ein Drittel der deutschen Fintech Startups ihren Sitz in Berlin. Obwohl bislang die Zahl der Startups, welche ihre Mitarbeiter*innen am Unternehmen beteiligen, gering war, beteiligen in Berlin mittlerweile 7 von 10 Startups ihre Mitarbeiter*innen am Unternehmen. Deutschlandweit hält sich diese Zahl jedoch noch bei 53 Prozent. Kommen wir zum Venture Capital Thema: Viele Startups sind auf der Suche nach einer VC-Finanzierung, jedoch konnten laut dem Startup Monitor nur 29 Prozent der Berliner Startups ein solches Ziel realisieren. Das bringt uns auch zum letzten Kernergebnis: Das Jahr 2020 hat mit Sicherheit seine Narben hinterlassen. Über drei Viertel der Berliner Startups müssen durch die Corona-Pandemie um ihre Existenz bangen. Liquiditätsengpässe – Ein weiteres Wort, dass man 2020 in Berlin an jeder Ecke zu hören schien. 

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen

Wo soll man bloß anfangen. Vielleicht bei dem unangenehmen, subtilen, schleichenden Gefühl, dass sich zu Beginn des Jahres in allen Ecken, Kanten, Lücken – kurz gesagt – in der Luft verbreitet hat. Angefangen bei der leichtsinnigen Hoffnung, dass alles vielleicht doch nicht so schlimm ist und nur dramatisiert wird, bis hin zur sprachlosen Erkenntnis, dass man tatsächlich kein Klopapier mehr kaufen kann und jeder Kunde nur zwei Päckchen Nudeln mitnehmen darf. Doch das waren alles nur die Anfänge. Reihenweise abgesagte Events, Kontaktverbot, Lockdown und das Wort der Arbeit 2020: Homeoffice. Es ist nicht verwunderlich, dass vielen Startups der Gar ausgemacht wurde. Wer eine solche Krise nicht nur überstehen, sondern auch noch stärker aus ihr hervorgehen kann hat buchstäblich eine Medaille verdient. Wir haben uns ein bisschen umgeschaut und versucht die gravierendsten Auswirkungen zusammenzufassen, mit denen sich die Startup-Szene dieses Jahr herumschlagen musste: 

  • Aufgeschobene Kaufentscheidungen von Kunden 
  • Kurzarbeit 
  • Rentabilitätsprognosen und Umsatzrückgang 
  • Reduzierte Liquidität
  • Das Ausbleiben von Live-Konferenzen 
  • Beeinträchtigte Lieferketten
  • Ausbleibende VC-Finanzierungen 

2020 – Die Trends

Kommen wir zu den Trends, die 2020 auf Google am höchsten gerankt haben. Das #Corona die Nummer 1 bei allen Rankings war, muss nicht erwähnt werden, das ist gegeben. Gleich im Anschluss folgte die US-Wahl, die die Mehrheit der Menschen dazu gebracht hat zwei Wochen die Luft anzuhalten. Der Wirecard-Skandal ist nicht weniger viral gegangen und hat vor allem die Startup-Szene in Angst und Schrecken versetzt. Platz 5 der Rankings wurde von der Biontech Aktie belegt, die alle nervös gemacht hat, während CureVac wilde gewinne einfahren durfte. Die Trends 2020 – eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. 

Technologien, Geschäftsmodelle und beliebteste Branchen

Betrachtet man die Technologien, Geschäftsmodelle und beliebtesten Branchen im Jahr 2020 kommt man, mithilfe des Startup Monitors, auf folgende Ergebnisse. Mit dem Boom der Digitalisierung stieg ebenfalls das Potential der KI-basierten Unternehmen. Laut dem Startup Monitor sehen 2020 rund 43,3 Prozent aller Berliner Startups ein hohes Potential in diesem Bereich. Mit 34,8 Prozent folgte die FinTech Branche mit n26 und ratepay an der Spitze. Allein durch den Umstand, dass der Einzelhandel über längere Zeit schließen musste, wurde die E-Commerce-Branche ungemein gepusht. Die Software und Technologie Entwicklung gehörten ebenfalls zu den meist wachsenden Bereichen in der Unternehmenswelt unmittelbar gefolgt von den Online-Plattformen und SaaS. 

Der Relaunch des Gründerfreunde-Podcasts

Eines der großen Ereignisse für unser Gründerfreunde-Team dieses Jahr war der Relaunch unseres Podcasts. Von Podcast Gästen wie den Netzpiloten, Sendinblue, HIIT the Beat Breakletics bis zu Roadjet war alles dabei. Auch wenn es dieses Jahr schwer war Podcasts mittels persönlichen Begegnungen aufzunehmen, war es trotzdem schön, den Austausch mit Gründern und Unternehmer*innen zu fördern und von ihnen zu lernen. Wir haben unseren Podcast-Guru Martin gefragt, welche Eindrücke er aus dem Podcast mit ins nächste Jahr nimmt. 

„Meine beliebteste Frage am Ende war meistens, ‘Welche Tipps habt Ihr für angehende Gründer?’. Fast alle Gäste haben dann die Antwort ‘einfach machen’ eingeworfen. Wenn Du an Deine Idee glaubst, dann solltest Du auch versuche diese umzusetzen. Ich denke, dass ich über die Folgen sicherer geworden bin, was sich auch an der Nachfrage des Podcasts spiegelt. Viele die uns kontaktieren haben schon 4-5 Folgen von uns gehört und würden sich ebenfalls gerne präsentieren oder einfach allgemein über die Startup-Branche reden. Viele meiner Gäste sind sehr offen, was die Stolpersteine in der Gründung angeht. Ob z.B. schon einmal eine Insolvenz im Raum stand und trotzdem weiter gemacht wurde oder man eigentlich gar keine Ahnung von dem Thema hatte, welches man umsetzen wollte. Ich finde diese Geschichten immer sehr interessant, da diese doch sehr individuell sind und das deutsche Gründertum doch sehr gut widerspiegeln.“

Es steht fest, dass wir allein durch den Podcast und den Austausch mit so vielen erfahrenen Gründer*innen viel lernen durften, was wir mit ins nächste Jahr nehmen können. Schauen wir uns die Hörerzahlen an, hat sich ebenfalls vieles getan. Begonnen haben wir im Mai mit stolzen 334 Hörern im Monat. Das war für die erste Folge nach dem Relaunch natürlich schonmal eine schöne Zahl. Jetzt im Dezember (Stand 13.12.2020) haben wir bereits 3174 Hörer, die sich die Podcasts der Gründerfreunde angehört haben. Über den Monat kommen wir dementsprechend auf ca. 4500 aktive Hörer. Die Arbeit scheint sich also gelohnt zu haben und wir werden das Wachstumspotential unseres Podcasts natürlich auch im Jahr 2021 weiter ausschöpfen! 

Die Höhle der Löwen 2020 

Was wäre ein Rückblick des Jahres 2020 in der Startup-Szene, wenn nicht DHDL erwähnt werden würde. Wie jedes Jahr haben wir mitgefiebert und gespannt beobachtet, wie Entrepreneure jeden Alters ihre innovativen Ideen und Projekte den Löwen vorgestellt haben, um die Chance zu nutzen, ihren Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Als Abschluss dieses Jahres haben wir die drei beliebtesten Produkte der DHDL Teilnehmer 2020 gelistet. 

  • Pony PuffinDie Gründer Elena und Julian Musiol haben entwickelten die Frisurenhilfe 2017 und stellten ihr Produkt den Löwen 2020 vor. Das Ziel von Pony Puffin ist es, einen perfekten Pferdeschwanz ohne großen (Zeit)aufwand zu garantieren. Mit der Unterstützung von Judith Williams wurde Pony Puffin zum großen Erfolg und ist bereits in beinahe jeder Drogerie erhältlich. Bald soll das Produkt ebenfalls auf dem internationalen Markt angeboten werden. 
  • Ankerkraut – Ihr kennt sie vielleicht schon aus unserem Weihnachts-Gewinnspiel, aber dabei wollen wir es nicht belassen. Anne und Steffen Lemcke entwickelten 2016 qualitativ hochwertige Gewürzmischungen aus reinen Naturprodukten mit hohem Nährwert. Frei von sämtlichen Geschmacksverstärkern und Aromastoffen. Frank Thelen war von der Idee der beiden Hamburger so begeistert, dass er sie tatkräftig unterstützte und Ankerkraut bereits jetzt Millionen von Euro an Umsatz machen konnte. 
  • Veluvia – Gesunde Ernährung wird immer wichtiger. Das erkannte auch Gründer Jörn-Marc Vogler. Er entwickelte Kapseln zur Nahrungsergänzung, die er Veluvia Green Kapseln taufte. Das Ziel: Eine Kapsel kann eine Tagesportion an Obst und Gemüse ersetzen, um den Körper mit ausreichend Energie am Tag zu versorgen. Mit den enthaltenen Mineralstoffen und Vitaminen konnte Vogler gleich zwei Löwen für sich überzeugen. Das Produkt kam letztendlich so gut an, dass es von dem Teleshopping Kanal Channel21 komplett aufgekauft wurde. 

2020 – Was für ein Jahr

Wahrhaftig, was für ein Jahr. Schaut man zurück wird man sich schnell der Tatsache bewusst, dass dieses Jahr wohl eines der härtesten im 21. Jahrhundert gewesen sein dürfte. „Das nächste Jahr kann nur besser werden“, sagen wir lieber nicht, denn das haben wir letztes Jahr auch schon gesagt – und wo hat uns das hingeführt. Sein wir lieber dankbar für die Stärke, die wir dieses Jahr gewinnen durften. Eins ist klar: Essentielle, grundlegende Dinge, die wir bis jetzt für selbstverständlich hielten, haben definitiv an Wert gewonnen. Schaut euch um, nehmt eure Lieblingsmenschen in den Arm und schaut nach vorn: Auf dass es 2021 immer Klopapier geben möge!

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