Inhalt dieses Artikels
Korrektur vom 18. September 2026: Die Fassung von 2018 nannte sevDesk „unseren Testsieger“, ohne dass der Beitrag einen Test beschrieb; die Bezeichnung ist gestrichen. Ersetzt sind auch zwei fehlerhafte Sätze zu Lexware. Alle fünf Anbieter stehen jetzt mit ihren heutigen Produkten und den Preisen vom September 2026 im Vergleich, darunter Lexware Office, das bis 2024 lexoffice hieß, und WISO MeinBüro von Buhl. Neu ist außerdem ein Abschnitt zur E-Rechnung, die jede Buchhaltungssoftware heute beherrschen muss.
Buchhaltungssoftware erfasst Belege, schreibt Rechnungen, gleicht Bankkonten ab und bereitet die Umsatzsteuer-Voranmeldung vor. Für Startups ist die Wahl 2026 wichtiger als früher. Seit Januar 2025 müssen alle Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Das Ausstellen wird ab 2027 schrittweise Pflicht. Wir vergleichen fünf verbreitete Anbieter mit ihren Preisen vom September 2026: sevdesk, Lexware, WISO MeinBüro, DATEV und Sage 50. Die günstigsten Tarife mit Buchhaltung beginnen bei rund 20 Euro im Monat, bei einigen Anbietern gibt es für den Einstieg einen Gratis-Tarif oder Rabatte für Gründer.
Worauf Startups bei Buchhaltungssoftware achten sollten
Neben den Grundfunktionen für Rechnungen, Belege und Buchungen entscheiden bei der Auswahl vor allem diese Punkte:
- E-Rechnung: Die Software sollte Rechnungen in den Formaten XRechnung und ZUGFeRD empfangen, lesen und selbst erstellen können.
- Bank und Belege: Kontoanbindung, Belegerfassung per App und eine revisionssichere Ablage sparen die meiste Zeit.
- Steuerkanzlei: Die Daten sollten sich im DATEV-Format an die Steuerberatung übergeben lassen.
- EÜR oder Bilanz: Einzelunternehmen und Freiberufler kommen oft mit der Einnahmenüberschussrechnung aus, eine GmbH muss bilanzieren.
- Grenzen des Tarifs: Zahl der Nutzer, Umsatzgrenzen, Laufzeit und Kosten für zusätzliche Module.
Wer seine Einnahmen und Ausgaben selbst erfasst, sollte die Regeln dahinter kennen. Unsere Beiträge zur Einnahmenüberschussrechnung, zur Umsatzsteuervoranmeldung und zu den Aufbewahrungsfristen erklären die Grundlagen.
Buchhaltungssoftware für Startups im Preisvergleich
| Programm | Art | Tarif mit Buchhaltung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| sevdesk | Cloud | Buchhaltung: 19,90 Euro im Monat bei 24 Monaten Laufzeit | dauerhaft kostenloser Tarif für E-Rechnungen |
| Lexware Office | Cloud | L: 21,90 Euro im Monat, monatlich kündbar | Rabatt in den ersten drei Monaten |
| Lexware buchhaltung | Windows-Software | basis: 24,40 Euro im Monat oder 292,80 Euro im Jahr | Bilanz oder EÜR, gängige Kontenrahmen |
| WISO MeinBüro | Web | Buchhaltung: 19,90 Euro im Monat im Jahres-Abo | ein Nutzer, Umsatz höchstens 120.000 Euro in 365 Tagen |
| DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen compact | Software für einen Arbeitsplatz | 225 Euro im Jahr | nur in Zusammenarbeit mit einem DATEV-Mitglied |
| Sage 50 | Software für Arbeitsplätze | Standard: 30 Euro im Monat je Arbeitsplatz | mit Warenwirtschaft und Auftragsbearbeitung |
sevdesk: Buchhaltung in der Cloud mit Gratis-Einstieg
sevdesk, früher sevDesk geschrieben, eignet sich für Gründer ohne Vorkenntnisse in der Buchhaltung. Belege lassen sich mit der kostenlosen App fotografieren, eine KI-gestützte Belegerfassung liest sie aus. Bankkonten lassen sich verbinden, und die Steuerkanzlei bekommt die Daten über eine DATEV-Schnittstelle oder ein eigenes Portal für Steuerberater.
Laut der Preisseite von sevdesk ist ein Tarif zum Schreiben von E-Rechnungen dauerhaft kostenlos. Rechnung kostet 8,90 Euro, Buchhaltung 19,90 Euro und Buchhaltung Pro 27,90 Euro im Monat, jeweils ohne Umsatzsteuer, bei 24 Monaten Laufzeit und Abbuchung alle zwei Jahre. E-Rechnungen erstellt sevdesk in den Formaten ZUGFeRD und XRechnung.
Lexware: Office in der Cloud, buchhaltung auf dem PC
Lexware gehört zu den bekanntesten Namen der Branche und bietet heute zwei Wege. Lexware Office, bis 2024 unter dem Namen lexoffice bekannt, läuft im Browser und staffelt sich in vier Versionen. Laut der Preisseite von Lexware Office kostet S für Belegerfassung und Archiv 7,90 Euro im Monat, M mit Angeboten, E-Rechnungen und Mahnungen 12,90 Euro und L mit Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer 21,90 Euro, jeweils ohne Umsatzsteuer und monatlich kündbar.
Wer lieber lokal auf einem Windows-Rechner bucht, greift zu Lexware buchhaltung. Die Software erstellt eine Einnahmenüberschussrechnung ebenso wie eine Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung und bringt die gängigen Kontenrahmen mit. Laut dem Lexware-Shop kostet die Version basis 24,40 Euro im Monat oder 292,80 Euro im Jahr, jeweils ohne Umsatzsteuer.
WISO MeinBüro: Rabatt für Gründer
Buhl, bekannt für die WISO-Steuersoftware, bietet mit WISO MeinBüro ein Programm für Selbstständige und kleine Unternehmen, das Rechnungen, Belege und Buchhaltung bündelt. Es läuft im Browser, eine Desktop-Version gibt es ebenfalls. Laut der Preisseite von WISO MeinBüro kostet das Paket Buchhaltung 19,90 Euro im Monat im Jahres-Abo, ohne Umsatzsteuer. Es gilt für einen Nutzer und einen Umsatz von höchstens 120.000 Euro in 365 Tagen. Größere Pakete für Auftragswesen und Warenwirtschaft kosten 39,90 und 69,90 Euro. Gründer bekommen laut Buhl unter bestimmten Voraussetzungen 50 Prozent Rabatt.
DATEV: der Standard der Steuerkanzleien
Wer in Deutschland an Buchhaltung denkt, kommt an DATEV kaum vorbei, denn viele Steuerkanzleien arbeiten damit. DATEV ist eine Genossenschaft der steuerberatenden Berufe. Deshalb ist die Nutzung ihrer Programme an die Zusammenarbeit mit einem DATEV-Mitglied gebunden, etwa der eigenen Steuerberaterin. Für kleine Unternehmen, die selbst buchen wollen, bietet DATEV die Einstiegslösung Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen compact. Laut DATEV-Shop kostet sie 225 Euro im Jahr für einen Arbeitsplatz und erstellt E-Rechnungen in den Formaten ZUGFeRD und XRechnung.
Sage 50: wenn Warenwirtschaft dazukommt
Sage 50 ist weniger einsteigerfreundlich, bietet dafür aber mehr: Buchhaltung, Warenwirtschaft und Auftragsbearbeitung in einem Programm. Zusatzlösungen etwa für Onlineshop, Lohnabrechnung oder Kasse lassen sich ergänzen. Das lohnt sich für Startups, die physische Produkte verkaufen und Lagerbestände führen. Laut der Produktseite von Sage 50 kostet die Version Standard ab 30 Euro im Monat je Arbeitsplatz, Comfort ab 35 Euro und Professional ab 40 Euro, jeweils ohne Umsatzsteuer.
E-Rechnung: Was die Software 2026 können muss
Die E-Rechnung ist der wichtigste Grund, eine alte Buchhaltungslösung zu überprüfen. Eine PDF-Rechnung ist keine E-Rechnung im Sinne des Gesetzes, gemeint sind strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD, die eine Software maschinell auslesen kann. Die Fristen hat das Bundesfinanzministerium in seinen Fragen und Antworten zur E-Rechnung zusammengefasst:
| Zeitraum | Empfangen | Ausstellen |
|---|---|---|
| Seit 1. Januar 2025. | Pflicht für alle inländischen Unternehmen. | Papier und andere Formate noch erlaubt. |
| Im Jahr 2027. | Pflicht. | Pflicht bei mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz. |
| Ab 1. Januar 2028. | Pflicht. | Pflicht für alle, mit Ausnahmen etwa für Rechnungen bis 250 Euro. |
Kleinunternehmer müssen keine E-Rechnungen ausstellen, empfangen können müssen sie sie trotzdem. Was die Kleinunternehmerregelung sonst bedeutet, erklären wir gesondert. Alles zu Formaten und Übergangsregeln steht in unserem Beitrag über das E-Rechnungsgesetz.
Welche Buchhaltungssoftware passt zu welchem Startup?
Für Solo-Gründer und kleine Teams mit einfacher Buchhaltung sind die Cloud-Lösungen sevdesk, Lexware Office und WISO MeinBüro der naheliegende Start. Sie sind schnell eingerichtet, kosten rund 20 Euro im Monat und übergeben die Daten an die Steuerkanzlei. Wer ohnehin mit einer Kanzlei arbeitet, die DATEV nutzt, sollte dort zuerst fragen: Oft ist der kürzeste Weg, die Belege direkt in das System der Kanzlei zu laden. Sage 50 und Lexware buchhaltung spielen ihre Stärken aus, wenn das Unternehmen bilanziert, mehrere Arbeitsplätze braucht oder Waren verwaltet.
Vor der Entscheidung helfen ein paar Fragen: Wie viele Rechnungen schreibt ihr im Monat? Braucht ihr eine Bilanz oder reicht die Einnahmenüberschussrechnung? Wer bucht, ihr selbst oder die Kanzlei? Und arbeitet ihr lieber im Browser oder auf einem festen Rechner? Ausprobieren kostet nichts: sevdesk und WISO MeinBüro lassen sich 14 Tage, Sage 50 sogar 30 Tage kostenlos testen.
Häufige Fragen zu Buchhaltungssoftware für Startups
Was kostet Buchhaltungssoftware für Startups?
Tarife mit Buchhaltung kosten bei den Cloud-Anbietern rund 20 Euro im Monat ohne Umsatzsteuer: sevdesk 19,90 Euro bei 24 Monaten Laufzeit, WISO MeinBüro 19,90 Euro im Jahres-Abo, Lexware Office 21,90 Euro bei monatlicher Kündbarkeit. Desktop-Software liegt darüber, Lexware buchhaltung beginnt bei 24,40 Euro, Sage 50 bei 30 Euro je Arbeitsplatz.
Brauchen Kleinunternehmer eine Software für E-Rechnungen?
Zum Ausstellen nicht, denn Kleinunternehmer sind von der Pflicht ausgenommen. Empfangen und aufbewahren müssen sie E-Rechnungen von Geschäftspartnern aber seit 2025. Dafür reicht zur Not ein kostenloser Tarif wie der von sevdesk.
Kann ich die Buchhaltung selbst machen?
Ja. Einzelunternehmen und Freiberufler mit Einnahmenüberschussrechnung schaffen das mit einer der Cloud-Lösungen gut selbst. Für den Jahresabschluss einer GmbH ziehen viele Gründer eine Steuerkanzlei hinzu, die dann auf die Daten aus der Software zugreift.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen.



















