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Irland ist neben Malta das einzige Land der Europäischen Union, in dem Englisch die Alltagssprache ist. Dazu kommen der Euro, kurze Flüge nach Deutschland und ein Arbeitsmarkt, auf dem internationale Unternehmen um Fachkräfte werben. Wer nach Irland auswandern will, braucht als Deutscher weder Visum noch Arbeitserlaubnis. Die eigentlichen Hürden liegen woanders: bei Mieten, die zu den höchsten in Europa gehören, bei einem Steuersystem mit eigenen Abgaben und bei der Frage, wie du als Selbständiger oder Gründer mit deinem Unternehmen umziehst.

Dieser Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, was beim Umzug nach Irland gilt: Aufenthalt und PPS-Nummer, Steuern und Sozialabgaben 2026, Firma gründen, Lebenshaltungskosten, Krankenversicherung und was du in Deutschland regeln musst. Alle Zahlen stammen aus amtlichen Quellen, Stand Oktober 2026. Weitere Ziele vergleichst du in unserem Ländervergleich mit Steuern und Aufenthaltsrecht.

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Auswandern nach Irland: das Wichtigste in Kürze

ThemaRegel 2026Was das für dich heißt
AufenthaltEU-Freizügigkeit, keine Anmeldepflicht für EU-BürgerPersonalausweis oder Reisepass reicht
PPS-NummerPflicht für Arbeit, Steuern und SozialleistungenAntrag online über MyWelfare, mit Adressnachweis
Einkommensteuer20 Prozent bis 44.000 Euro, darüber 40 Prozentdazu USC von 0,5 bis 8 Prozent
Sozialversicherung (PRSI)4,35 Prozent seit 1. Oktober 2026bis 30. September 2026 waren es 4,2 Prozent
Körperschaftsteuer12,5 Prozent auf Handelsgewinne25 Prozent auf passive Einkünfte
Kapitalertragsteuer (CGT)31 Prozent seit 7. Oktober 2026vorher 33 Prozent
Mindestlohn14,15 Euro pro Stunde seit 1. Januar 2026
DoppelbesteuerungDBA Deutschland und Irland vom 30. März 2011angewendet seit 1. Januar 2013, zuletzt 2021 geändert

Aufenthalt, Einreise und PPS-Nummer

Als Staatsangehörige eines EU-Landes darfst du in Irland leben, arbeiten und ein Unternehmen gründen. Eine Anmeldung bei einer Ausländerbehörde wie in vielen anderen Ländern gibt es für EU-Bürger nicht, und es gibt auch keine besonderen Einreisebestimmungen. Das klingt einfacher als in Deutschland, hat aber einen Haken: Ohne Adresse kommst du nicht an die PPS-Nummer, und ohne PPS-Nummer läuft im Alltag fast nichts.

Die Personal Public Service Number (PPS-Nummer) ist deine Kennung bei Steuerbehörde, Sozialversicherung und Gesundheitswesen. Du beantragst sie online über MyWelfare, sobald du eine irische Adresse nachweisen kannst und einen Grund hast, etwa einen Arbeitsvertrag oder die Anmeldung einer Selbständigkeit. Welche Nachweise verlangt werden, beschreibt das staatliche Informationsportal Citizens Information. Danach registrierst du dich mit der PPS-Nummer im Online-Portal der Steuerbehörde Revenue (myAccount), damit dein Arbeitgeber dich richtig abrechnet.

Für den Umzug mit Auto und Hausrat führt der Weg vom europäischen Festland per Fähre nach Irland, direkt aus Frankreich oder über Großbritannien. Wer nur mit Koffern kommt, fliegt und lässt den Rest per Spedition nachkommen.

Praktisch heißt das: Plane die ersten Wochen mit einer Übergangsunterkunft, deren Adresse du schriftlich belegen kannst, zum Beispiel über einen Mietvertrag oder eine Bestätigung des Vermieters. Ein irisches Bankkonto eröffnest du ebenfalls erst mit Adressnachweis.

Steuern in Irland 2026: Einkommensteuer, USC und PRSI

Das irische Steuersystem unterscheidet sich vom deutschen in einem wichtigen Punkt: Neben der Einkommensteuer gibt es zwei weitere Abgaben auf das Einkommen, die Universal Social Charge (USC) und die Sozialversicherung PRSI. Wer nur auf den Steuersatz schaut, unterschätzt die Belastung.

Einkommensteuer. Für Alleinstehende gelten 2026 laut Revenue 20 Prozent auf die ersten 44.000 Euro und 40 Prozent auf den Rest. Verheiratete mit einem Einkommen haben 53.000 Euro zum niedrigen Satz. Von der Steuer ziehst du Steuergutschriften ab: 2.000 Euro für Alleinstehende, dazu 2.000 Euro für Angestellte oder bis zu 2.000 Euro für Selbständige (Earned Income Tax Credit).

USC. Die Universal Social Charge zahlst du ab 13.000 Euro Jahreseinkommen. Sie beträgt 2026 laut Revenue 0,5 Prozent auf die ersten 12.012 Euro, 2 Prozent bis 28.700 Euro, 3 Prozent bis 70.044 Euro und 8 Prozent darüber.

PRSI. Die Sozialversicherung kostet Angestellte seit dem 1. Oktober 2026 4,35 Prozent des Einkommens, vorher 4,2 Prozent. Alle PRSI-Sätze sind zu diesem Termin um 0,15 Prozentpunkte gestiegen, so steht es bei Citizens Information. Selbständige zahlen ebenfalls PRSI (Klasse S).

Was bleibt am Ende? Die Tabelle rechnet für eine alleinstehende angestellte Person ohne Kinder, in Irland mit Einkommensteuer und USC nach den Sätzen 2026, in Deutschland mit der Einkommensteuer nach dem Grundtarif aus § 32a EStG. Sozialabgaben, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sind nicht enthalten.

BruttojahreseinkommenIrland: Einkommensteuer und USCDeutschland: EinkommensteuerIrland zusätzlich PRSI 4,35 Prozent
30.000 Euro2.433 Euro (8,1 Prozent)4.217 Euro (14,1 Prozent)1.305 Euro
50.000 Euro8.233 Euro (16,5 Prozent)10.548 Euro (21,1 Prozent)2.175 Euro
80.000 Euro21.631 Euro (27,0 Prozent)22.464 Euro (28,1 Prozent)3.480 Euro

Bei kleinen und mittleren Einkommen liegt Irland deutlich unter Deutschland. Ab etwa 80.000 Euro gleichen sich die Belastungen an, weil der Satz von 40 Prozent schon ab 44.000 Euro greift. Dafür sind die irischen Sozialabgaben für Arbeitnehmer viel niedriger als die deutschen, die zusammen rund ein Fünftel des Bruttolohns ausmachen.

Steuerlich ansässig bist du in Irland, wenn du dich im Steuerjahr mindestens 183 Tage dort aufhältst oder im laufenden und im vorigen Jahr zusammen mindestens 280 Tage. Jahre mit höchstens 30 Tagen zählen dabei nicht mit, erklärt Revenue. Das Steuerjahr ist das Kalenderjahr.

Für Zugezogene ein Vorteil: die Remittance Basis. Wer in Irland ansässig ist, aber kein irisches Domizil hat, zahlt auf ausländische Einkünfte wie Mieten oder Kapitalerträge aus Deutschland nur dann irische Steuer, wenn er das Geld nach Irland überweist. Für Arbeit, die du in Irland leistest, gilt das nicht. Die Regel beschreibt das Handbuch von Revenue zur Remittance Basis. Ob Deutschland diese Einkünfte dann selbst besteuert, regelt das Doppelbesteuerungsabkommen.

Firma gründen in Irland: Limited, Selbständigkeit und 12,5 Prozent

Die übliche Rechtsform für Gründer ist die Private Company Limited by Shares, kurz LTD. Du gründest sie online beim Handelsregister, dem Companies Registration Office (CRO). Die Gebühr für den Gründungsantrag (Formular A1) beträgt laut Gebührenliste des CRO 50 Euro, die Eintragung dauert im schnellen Verfahren rund fünf, sonst rund zehn Arbeitstage. Mindestens ein Direktor muss im Europäischen Wirtschaftsraum wohnen. Für dich als Deutscher ist das kein Problem.

Der bekannteste Vorteil ist die Körperschaftsteuer. Handelsgewinne, also Gewinne aus einer echten Geschäftstätigkeit, versteuert eine irische Gesellschaft mit 12,5 Prozent. Passive Einkünfte wie Mieten oder Zinsen kosten 25 Prozent, so die Übersicht von Revenue. Zum Vergleich: Eine deutsche GmbH zahlt mit Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 400 Prozent rund 30 Prozent.

Der Haken kommt bei der Ausschüttung. Dividenden an dich als Privatperson versteuert Irland mit deinem persönlichen Satz von bis zu 40 Prozent, dazu kommen USC und PRSI. Der niedrige Unternehmenssteuersatz lohnt sich deshalb vor allem für Gewinne, die im Unternehmen bleiben und dort investiert werden. Wer jeden Euro ausschütten will, fährt mit Irland nicht besser als mit Deutschland.

Willst du als Selbständiger ohne Gesellschaft arbeiten, meldest du dich bei Revenue an und gibst jedes Jahr eine Steuererklärung ab (Formular 11). Ab einem bestimmten Umsatz wirst du umsatzsteuerpflichtig, der Normalsatz liegt bei 23 Prozent. Was beim Gründen im Ausland generell zu beachten ist, liest du in unserem Ratgeber Firma im Ausland gründen.

Wichtig für die Planung: Eine irische Gesellschaft ist nur dann in Irland steuerpflichtig, wenn sie von dort aus geleitet wird. Triffst du die wichtigen Entscheidungen weiter von Deutschland aus, liegt der Ort der Geschäftsleitung in Deutschland, und dann besteuert Deutschland die Gesellschaft.

Arbeiten in Irland: Arbeitsmarkt und Jobchancen

Der irische Arbeitsmarkt ist international geprägt. Viele große Tech-, Pharma- und Finanzunternehmen haben ihren Europasitz in Dublin, dazu kommen Medizintechnik in Galway, Pharma in Cork und eine wachsende Zahl von Softwarefirmen außerhalb der Hauptstadt. Gesucht werden vor allem Fachkräfte in IT, Ingenieurwesen, Pflege, Finanzen und Kundenservice mit Sprachkenntnissen. Deutsch ist dabei ein echter Vorteil, weil viele Konzerne den deutschsprachigen Markt von Irland aus betreuen.

Sehr gutes Englisch ist Voraussetzung. Irisch (Gaeilge) ist zwar erste Amtssprache, im Berufsleben aber selten gefragt, außer im öffentlichen Dienst in den Gaeltacht-Regionen. Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit Januar 2026 bei 14,15 Euro pro Stunde, laut Citizens Information.

Lebenshaltungskosten in Irland

Irland ist teurer als Deutschland, und zwar deutlich. Die Statistikbehörde der EU vergleicht das Preisniveau mit dem EU-Durchschnitt. Für den privaten Konsum lag Irland 2024 bei 141,2 Punkten, Deutschland bei 109,1. Das Leben in Irland ist damit rund 29 Prozent teurer. Lebensmittel kosten etwa 11 Prozent mehr, Strom etwas mehr als bei uns.

PostenIrlandDeutschlandQuelle
Preisniveau privater Konsum 2024 (EU = 100)141,2109,1Eurostat
Preisniveau Lebensmittel und Getränke 2024114,5102,7Eurostat
Strom für Haushalte, 2. Halbjahr 20250,40 Euro je kWh0,39 Euro je kWhEurostat
Mindestlohn 202614,15 Euro pro Stunde13,90 Euro pro StundeCitizens Information, Mindestlohnkommission

Der größte Posten ist die Miete. Der Wohnungsmarkt ist seit Jahren angespannt, besonders in Dublin und im Pendelgürtel um die Hauptstadt. Wer eine Wohnung sucht, sollte Rücklagen für mehrere Monate, eine Kaution und Unterlagen wie Arbeitsvertrag und Referenzen bereithalten. Wohnungen werden oft möbliert vermietet, Besichtigungen sind schnell ausgebucht.

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Häuser und Zuschüsse: Vacant Property Refurbishment Grant

Wer sich eine eigene Immobilie auf dem Land vorstellen kann, sollte die Zuschüsse der irischen Regierung kennen. Viele Häuser auf dem Land und auf den Inseln stehen leer, und der Staat gibt Geld dafür, sie wieder zu bewohnen. Für leerstehende Häuser, die du sanierst und selbst bewohnst oder regulär vermietest, gibt es den Vacant Property Refurbishment Grant. Er beträgt laut gov.ie bis zu 50.000 Euro für leerstehende und bis zu 70.000 Euro für verfallene Häuser. Auf bewohnten Inseln ohne Brücke zum Festland sind es im Rahmen der Inselstrategie „Our Living Islands“ 20 Prozent mehr, also bis zu 60.000 und 84.000 Euro.

Die Bedingungen sind streng: Das Haus muss vor 2008 gebaut sein und seit mindestens zwei Jahren leer stehen, beantragen können nur Privatpersonen als Eigentümer, und Ferienvermietung ist ausgeschlossen. Hinter Schlagzeilen wie „Irland zahlt dir 84.000 Euro für den Umzug“ steckt also ein Sanierungszuschuss, kein Umzugsgeld.

Krankenversicherung und Gesundheit

Mit dem Umzug endet in der Regel deine deutsche Krankenversicherung. In Irland hast du als Einwohner Anspruch auf das öffentliche Gesundheitswesen des HSE (Health Service Executive). Es ist aber nicht in allen Bereichen kostenlos: Arztbesuche beim Hausarzt (GP) zahlen die meisten Erwachsenen selbst, sofern sie keine einkommensabhängige Karte haben, und für Behandlungen im öffentlichen Krankenhaus fallen Gebühren an.

Viele Iren schließen deshalb eine private Krankenversicherung ab, um Wartezeiten zu verkürzen. Die Europäische Krankenversicherungskarte deckt nur vorübergehende Aufenthalte ab, nicht den Umzug.

Welche Region passt zu dir?

Dublin ist die Hauptstadt und der größte Arbeitsmarkt, mit Konzernen, Start-up-Szene und den höchsten Mieten. Cork im Süden ist die zweitgrößte Stadt, kompakter und mit starker Pharma- und Technologiebranche. Galway an der Westküste ist Universitätsstadt mit viel Kultur und Medizintechnik. Limerick hat günstigere Mieten und eine gute Anbindung an den Flughafen Shannon. Wer ländliche Ruhe und Landschaften sucht, findet im Westen und Südwesten günstigere Häuser, braucht dort aber ein Auto.

Nicht zu verwechseln ist Irland übrigens mit Island, das ebenfalls oft als Ziel genannt wird, aber nicht zur EU gehört. Wer innerhalb des englischsprachigen Raums vergleichen will, schaut auf England und Schottland, dort gelten seit dem Brexit aber Visumpflicht und andere Regeln. Innerhalb der EU sind Malta und Zypern die Alternativen mit Englisch als Geschäftssprache.

Was du in Deutschland regeln musst

Auch wenn Irland in der EU liegt, beginnt der Umzug mit Pflichten in Deutschland. Du meldest dich beim Bürgeramt ab. Behältst du eine Wohnung, die du jederzeit nutzen kannst, bleibst du nach § 8 der Abgabenordnung in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig. Wer in beiden Ländern ansässig ist, dem hilft das Doppelbesteuerungsabkommen: Es entscheidet nach ständiger Wohnstätte und Lebensmittelpunkt, welcher Staat besteuern darf.

Wegzugsbesteuerung für Gründer. Hältst du mindestens 1 Prozent an einer Kapitalgesellschaft, etwa an deiner GmbH, behandelt das Finanzamt den Wegzug wie einen Verkauf zum gemeinen Wert, so § 6 des Außensteuergesetzes. Das gilt, wenn du in den letzten zwölf Jahren mindestens sieben Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig warst. Die Steuer kannst du auf Antrag in sieben Jahresraten zahlen, meist gegen Sicherheit. Kehrst du innerhalb von sieben Jahren zurück, entfällt sie unter Bedingungen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Wegzugsbesteuerung.

Rente. Deine Ansprüche in der deutschen Rentenversicherung bleiben bestehen. Wie Renten aus der Sozialversicherung zwischen beiden Ländern besteuert werden, hat ein Änderungsprotokoll zum Abkommen 2021 neu geregelt, mit einer Übergangsbestimmung für Rentner, die schon vorher in Irland lebten. Zeiten, die du in Irland versicherst, werden in der EU für den Rentenanspruch zusammengerechnet.

Schritt für Schritt nach Irland auswandern

ZeitpunktSchrittWichtig
3 bis 6 Monate vorherJob suchen oder Geschäftsmodell planen, Beratung zur WegzugsbesteuerungEnglisch-Lebenslauf ohne Foto
2 Monate vorherÜbergangsunterkunft buchen, Rücklagen für mehrere MonateAdresse muss nachweisbar sein
UmzugsmonatAbmeldung in Deutschland, Krankenversicherung klärensonst bleibt der deutsche Wohnsitz
erste WochenPPS-Nummer über MyWelfare beantragenAdressnachweis und Grund nötig
danachBankkonto, Registrierung bei Revenue (myAccount)Steuergutschriften dem Arbeitgeber zuordnen
bei GründungLTD beim CRO anmelden, Steuernummer der FirmaFormular A1, 50 Euro
laufendAufenthaltstage dokumentieren183- und 280-Tage-Regel

Auswandern Irland: Vorteile und Nachteile im Überblick

VorteileNachteile
Englisch als Alltagssprache, EU-Recht und EuroMieten und Preisniveau deutlich über Deutschland
niedrige Steuer bei kleinen und mittleren Einkommen40 Prozent Einkommensteuer schon ab 44.000 Euro
12,5 Prozent Körperschaftsteuer auf HandelsgewinneAusschüttungen hoch besteuert
internationaler Arbeitsmarkt, Deutsch gefragtWohnungssuche in Dublin sehr schwierig
Remittance Basis für Zugezogene ohne irisches DomizilArztbesuche oft selbst zu zahlen
kurze Flüge, Natur und Landschaftenviel Regen, Auto auf dem Land nötig

Unsere Tipps für die Planung: Suche zuerst den Job oder kläre dein Geschäftsmodell, dann die Wohnung, nicht umgekehrt. Lass dich vor dem Wegzug beraten, wenn du Anteile an einer GmbH hältst. Und rechne bei der Miete mit dem Dubliner Niveau, auch wenn du auf eine günstigere Lösung außerhalb der Hauptstadt hoffst.

Häufige Fragen zum Auswandern nach Irland

Brauche ich als Deutscher ein Visum für Irland?

Nein. Als EU-Bürger brauchst du weder Visum noch Arbeitserlaubnis und musst dich auch nicht bei einer Ausländerbehörde anmelden. Für Arbeit und Steuern brauchst du aber eine PPS-Nummer.

Wie hoch sind die Steuern in Irland?

Die Einkommensteuer beträgt 2026 für Alleinstehende 20 Prozent bis 44.000 Euro und 40 Prozent darüber. Dazu kommen die USC mit 0,5 bis 8 Prozent und PRSI mit 4,35 Prozent. Bei 50.000 Euro Bruttoeinkommen zahlst du ohne PRSI rund 8.200 Euro, in Deutschland wären es rund 10.500 Euro Einkommensteuer.

Lohnt sich eine Firmengründung in Irland wegen der 12,5 Prozent?

Nur wenn das Unternehmen wirklich von Irland aus geführt wird und die Gewinne überwiegend im Unternehmen bleiben. Ausschüttungen an dich versteuerst du mit bis zu 40 Prozent plus USC und PRSI.

Wie teuer ist das Leben in Irland?

Laut Eurostat liegt das Preisniveau rund 29 Prozent über dem deutschen. Am stärksten schlagen die Mieten zu Buche, besonders in Dublin. Cork, Limerick und ländliche Regionen sind günstiger.

Zahlt Irland wirklich 84.000 Euro für einen Umzug auf eine Insel?

Nein. Es gibt einen Zuschuss von bis zu 84.000 Euro für die Sanierung eines verfallenen Hauses auf einer bewohnten Insel, wenn du dort wohnst oder regulär vermietest. Ein Umzugsgeld ist das nicht.

Kann ich im Ruhestand nach Irland auswandern?

Ja. Als EU-Bürger darfst du auch ohne Arbeit in Irland leben, wenn du genug Einkommen und eine Krankenversicherung hast. Bist du in Deutschland gesetzlich als Rentner versichert, erhältst du mit dem Formular S1 Zugang zum irischen Gesundheitswesen.

Welche Sprache spricht man in Irland?

Englisch ist die Alltagssprache der Iren. Irisch ist erste Amtssprache und wird in den Gaeltacht-Regionen im Westen gesprochen, im Berufsleben brauchst du es aber selten.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten amtlichen Quellen abgeglichen und nachgerechnet, Stand Oktober 2026. Er ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall.

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Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.