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Immer mehr smarte Anwendungen für Mobiltelefone oder intelligente Armbanduhren drängen auf den Markt. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Konsumenten haben große Schwierigkeiten, die angebotenen Funktionen auch zu nutzen. Die Hersteller müssen hier deutlich nachbessern, denn gerade in Deutschland ist eine einfache Bedienung für die Kaufentscheidung der wesentliche Faktor.

Ein Smartphone, das den Schlaf seines Besitzers überwacht. Socken, die seine Schritte analysieren, und ein T-Shirt, das die Herzfrequenz misst. Tablets steuern die Raumtemperatur, Sprachkommandos das Auto, Handys zählen Kalorien und die Uhr am Handgelenk ist mit allem vernetzt. Im Wettlauf um neue Kunden überbieten sich die Hersteller von Smart Devices mit immer neuen Modellen und kreativen Funktionen. Alle neuen Features sind jedoch sinnlos, wenn der Anwender sie nicht benutzen kann. Das zeigt die Studie “Digital Consumer Survey” des Dienstleistungsunternehmens Accenture.

Knapp neun von zehn Verbrauchern in Deutschland (88 %) hatten demnach schon Schwierigkeiten mit der Benutzung ihrer Smart Devices. Die Herausforderungen sind dabei ebenso vielfältig wie die Geräte und ihre Funktionen: Jeweils 15 % der Befragen hatten zum Beispiel Probleme bei der Installation beziehungsweise damit, Smart Devices mit dem Internet zu verbinden. 13 % ärgerten sich über hohen Energieverbrauch oder fehlende Möglichkeiten, Gerät und Nutzeroberfläche an ihre Bedürfnisse anzupassen.

applewatchgesamtFür manche Verbraucher zu kompliziert: Smartwatches wie die von Apple

Die größten Probleme sind jedoch viel grundlegender: Fast jeder dritte Umfrageteilnehmer (31 %) hat es schon einmal erlebt, dass er schlicht keinen Spaß mit seinem Smart Device hatte oder keinen Nutzen daraus ziehen konnte. Für 17 % der Verbraucher sind viele Smartphones oder Smartwatches schlicht zu kompliziert. Und mehr als jeder Zehnte (11 %) kennt das Gefühl, wenn ein frisch gekauftes Gerät nicht den Versprechen des Herstellers entspricht.

“Für die Hersteller sollte das ein Weckruf sein, ihre Herangehensweise zu überdenken”, sagt Jürgen Morath, Geschäftsführer im Bereich Communications, Media und Technology bei Accenture. “Es kann in Zukunft nicht mehr darum gehen, immer neue Produkte mit immer anderen Möglichkeiten zu erschaffen, die alle getrennt voneinander existieren. Entscheidend wird sein, die verschiedenen Geräten zu einem einheitlichen Nutzererlebnis mit echtem Mehrwert für den Verbraucher zu kombinieren.”

Wie wichtig das ist, zeigt die Digital Consumer Survey: Jeder Fünfte will ein Gerät, das mit anderen Gadgets und Systemen in seinem Haushalt kompatibel ist. Für ein Drittel der Befragten in Deutschland ist der ausschlaggebende Grund beim Kauf eines Smart Devices, dass es möglichst einfach zu bedienen ist. Möglichst viele Features spielen hingegen nur für 19 % eine Rolle.

Für den “Digital Consumer Survey” hat Accenture 24.000 Verbraucher zwischen 14 und 55 Jahren in 24 Ländern befragt. Neben Deutschland sind das Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, die Niederlande, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Südafrika, Südkorea, Spanien, Tschechien, die Türkei, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Onlinebevölkerung des jeweiligen Landes.

Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit mehr als 330.000 Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind. Als Partner für große Business-Transformationen bringt das Unternehmen umfassende Projekterfahrung über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in die Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein.

Smart Devices und mentale Gesundheit – ein Match?

Smart Devices sollen uns das Leben erleichtern – wobei sie, wie die aufgeführte Studie zeigte, manchmal eher für Verwirrung sorgen. Können sie uns jedoch auch im Bereich der mentalen Gesundheit hilfreich sein?

Smart Watches etwa sollen dabei helfen, das Fitnesslevel stets im Blick zu behalten. Mit eingebautem GPS und Schrittzähler kommt jede daher, manche haben auch integrierte Karten-Funktionen, MP3-Player per Bluetooth oder sind als Transaktionsmittel benutzbar.

Bei vielen Modellen ist jedoch auch im Bereich der mentalen Gesundheit mehr möglich: Der Schlaf sowie das individuelle Stresslevel können mit diesen Fitnessuhren per App überwacht werden. Bei Letzterem wird die sogenannte Herzfrequenzvariabilität in die Analyse einbezogen. Das bedeutet, dass die Abstände zwischen zwei Herzschlägen analysiert werden. Während dieser Zeit herrscht nicht etwa vollkommene Ruhe, nein – natürlich pumpt das Herz zwischen zwei Schlägen Blut durch die Adern als Ergebnis körpereigener Regulationsmechanismen. Diese Unregelmäßigkeiten lassen sich auch in einem EKG als kleine Erhebungen erkennen. Mithilfe dieser Daten ist es möglich, ein Stresslevel zu ermitteln. Dieses wird häufig als Grafik in einer angebundenen App veranschaulicht und kann so dabei helfen, die Ursachen für Stress beim Schopfe zu packen und andererseits zu verstehen, in welchen Situationen man sich richtig entspannt.

Es liegt auf der Hand, dass auch der Puls selbst ein Zeichen für Stress sein kann. Jedoch bezieht sich hier die Schnelligkeit des Herzschlags vielmehr auf die körperliche Anstrengung als auf psychischen Stress. Der Puls von jemandem mit guter Fitness rast nicht so schnell in die Höhe wie bei anderen weniger durchtrainierten Menschen.

Zu Stress-Trackern gehören Smart Devices wie etwa die Huawei Watch GT 2, die Samsung Galaxy Watch, die Garmin Vivoactive 3 Music sowie die Vivomove HR und die Apple Watch 5.

Smart Devices für zu Hause

Nicht nur für unterwegs, sondern auch im trauten Heim können Smart Devices das Leben angenehmer oder zumindest unterhaltsamer gestalten. Natürlich nur für die Menschen, die ein gewisses Faible für Smart Devices haben.

Hierzu gehören etwa die sogenannten Smart Speaker, die als sprachgesteuerte Assistenten im Haus benutzt werden können. Das kann dann besonders sinnvoll sein, wenn man viel Zeit zu Hause verbringt, beweglich beeinträchtigt ist oder einfach Lust hat auf das “gewisse Etwas”.

Die Geräte sind so konzipiert, dass sie das Gesagte geräteintern verarbeiten. Dabei warten sie in gewisser weise auf ein Signalwort, welches dann über das Internet direkt zum Hersteller gesendet wird. Dort wird versucht, den Befehl umzusetzen. Die eigentliche Sprachsteuerung wird mittels laut gesprochener Schlüsselwörter oder durch Drücken einer Aktionstaste eingeleitet. Einige Anbieter haben ihre Software offen entworfen, damit Drittanbieter in Anlehnung an Smartphone-Apps ihre Dienste anbieten können.

Passen Smart Devices zu DIR?

Ob und welche Smart Devices in deinen Alltag integrierbar sind, ohne dabei ihren Sinn zu verfehlen, gilt natürlich nur Eines: Ausprobieren und Testen. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, wo dich in deinem Leben ein Smart Device bereichern würde. Was du auf jeden Fall vermeiden solltest ist, dass es nur zusätzlichen Druck ausübt.

Als vielbeschäftigte Person ist es schwierig, im Chaos des Alltags den Überblick beizubehalten. Dass die Smart Watch am Handgelenk einen daran erinnert, dass immer noch 5.000 Schritte bis zum täglichen Ziel fehlen, kann zwar für körperliche Gesundheit sorgen, jedoch auch nur ein zusätzlicher Punkt auf endlosen To-Do-Listen werden. Wann kann man endlich mal abschalten und einfach nur auf den eigenen Körper hören, wann und wie viel Bewegung angemessen ist?

Smart Devices können ganz klar eine prima Unterstützung im Alltag sein, jedoch sollten sie, wie fast alles im Leben, zu dir passen. Wenn sie dich bereichern, dann sind sie die richtige Wahl für dich!

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