Die Palmölindustrie ist eine der Hauptverursacher für die Zerstörung des Regenwaldes. Um immer mehr Palmöl anzubauen, das häufig in Kosmetik und Lebensmitteln verwendet wird, roden und verbrennen die großen Palmöl-Produzenten die letzten verbleibenden Regenwälder. Dass Kosmetik auch ohne Palmöl geht, beweist das Würzburger Startup Hopery und spendet einen Teil seines Gewinns, um verwaiste Orang-Utan Babys zu adoptieren.

Nach der Geburt seiner Tochter hat sich Benjamin Böhme eine bewusste Auszeit von seinem Beruf genommen. Zuvor war er 17 Jahre als Industriekaufmann in der kleinen Naturkosmetik-Manufaktur seiner Eltern beschäftigt. Seine Mutter hatte das Unternehmen in den 80ern gegründet ­und Naturkosmetik nach eigenen Rezepturen angefertigt. Mit diesem nachhaltigen Bewusstsein ist der 38-Jährige aufgewachsen und möchte nun etwas zurückgeben. Als seine Eltern in Rente gingen und seine Tochter auf die Welt kam, nahm er zwei Jahre Elternzeit, während seine Frau ihr eigenes Startup aufbaute. Er nutzte die Zeit, um sich darüber klar zu werden, welche Richtung er zukünftig beruflich einschlagen möchte.

Orang-Utans sind durch Palmöl-Plantagen vom Aussterben bedroht

Nach einigen Monaten reiflicher Überlegung stand für ihn fest, dass er die Idee der Familientradition und die Rezepte seiner Mutter weiterführen möchte. „Doch neben den nachhaltigen Produkten will ich auch etwas Gutes für unsere Erde tun.“ Und so werden pro verkauftem Hopery-Produkt 20 Cent gespendet, um verwaiste Orang-Utans zu adoptieren, die durch die Abholzung des Regenwaldes ihre Mütter verloren haben. Zusätzlich spendet Hopery 10 Prozent des Gewinns an dieses Projekt.

Der Hintergrund: Die Palmölindustrie ist eine der Hauptverursacher für die Zerstörung des Regenwaldes. Um immer mehr Palmöl, das häufig in Kosmetik und Lebensmitteln verwendet wird, anzubauen, roden und verbrennen die großen Palmöl-Produzenten die letzten verbleibenden Regenwälder. Dass Kosmetik auch ohne Palmöl geht, beweisen die Familienrezepte, die Benjamin nutzt: Alle Hopery-Produkte sind zu 100 Prozent palmölfrei.

„Als kleine Naturkosmetik Manufaktur war es für uns schon immer sehr schwer, sich gegen Großkonzerne zu behaupten“, erklärt Benjamin. „Dieser ungleiche Kampf war sehr hart und es ging eigentlich immer nur darum, dem Mitbewerber etwas abzunehmen.“ Mit Hopery muss sich Benjamin zwar auch der starken Konkurrenz stellen, doch statt gegen den Wettbewerb zu kämpfen liegt sein Fokus darauf, etwas Gutes in der Welt zu bewirken. Seine Vision: „Jedes Hopery-Produkt soll etwas geben – ein kleines Stück Hoffnung.“

Adoptiertes Orang Utan baby

Benjamin Böhme ist Gründer von Hopery, der neuen Naturkosmetik-Marke aus Würzburg. Die veganen Produkte werden ohne Tierversuche hergestellt und im Unterschied zu vielen industriellen Kosmetika wird kein Palmöl verwendet. Ein Teil des Gewinns und 20 Cent pro Produkt spendet Hopery, um verwaiste Orang-Utans zu adoptieren, die durch die Abholzung des Regenwaldes ihre Mütter verloren haben. www.hopery.de

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