Das sind die neusten News der Gründerszene für KW 30/22: Vinted will Rebelle übernehmen, Amazon expandiert ins Gesundheitswesen, Energiewende-Startup node.energy erhält 7 Mio. Euro Finanzierung, Penta von Qonto übernommen und Bundesregierung stellt neue Startup-Strategie vor.

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Innovationen & Entwicklung

Vinted will Rebelle übernehmen

Vinted hat ein Kaufangebot für den Hamburger Second-Hand-Shop Rebelle vorgelegt. Insgesamt bietet Vinted, das ehemals als Kleiderkreisel bekannt wurde, insgesamt 30 Millionen Euro. Angeblich soll den Rebelle Aktionären dringend empfohlen worden sein, auf das Angebot von Vinted einzugehen.

Laut Vinted-Geschäftsführer Thomas Plantenga könnte die Übernahme letztlich zu einer größeren Akzeptanz von Second-Hand-Bekleidung führen. Rebelle ist anders als Vinted vor allem im Luxussegment tätig. Sollte das Geschäft zustande kommen, wäre es nicht die erste Übernahme für Vinted. Vor zwei Jahren hat das litauische Unternehmen United Wardrobe übernommen.

Im Jahr 2021 konnte Vinted dann im Zuge seiner Series F-Runde 250 Millionen Euro einsammeln.

Energiewende-Startup node.energy erhält 7 Mio. Euro Finanzierung

München/Frankfurt am Main, 27.07.2022 – In einer neuen Series-A-Finanzierungsrunde für das Startup node.energy konnten insgesamt vier neue Investoren gewonnen werden. Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom Kölner VC BitStone Capital, dem führenden PropTech-Fund mit starker Expertise in der Immobilienbranche.

Als internationaler Investor aus der Energiebranche beteiligt sich zudem Helen Ventures aus Finnland an der Finanzierungsrunde.

Die von node.energy entwickelte Software „opti.node“ soll das Management von Wind- und Solaranlagen vereinfachen. Bislang wird die Software für die Verwaltung von rund 10.000 Windenergie- und Solaranlagen eingesetzt.

Penta von Qonto übernommen

Die Gerüchte haben sich bestätigt: Das Berliner Banking-Fintech Penta wird an den französischen Konkurrenten Qonto verkauft. Nachdem bereits in der vergangenen Woche über eine mögliche Übernahme berichtet wurde, wurde der Verkauf nun offiziell bestätigt.

Durch den Zusammenschluss entsteht ein europäischer Player mit 300.000 Firmenkunden und 900 Mitarbeitenden. Penta hatte zum Zeitpunkt der Übernahme rund 50.000 Unternehmenskunden. Zur Bewertung der Transaktion machten beide Unternehmen keine Angaben. Qonto hat 100 Prozent der Anteile an Penta übernommen.

Die 200 Mitarbeitenden von Penta sollen komplett integriert werden. Die Marke Penta hingegen wird mittelfristig verschwinden.

Laut dem Handelsblatt sind vor allem das aktuelle Marktumfeld mit Krieg, Inflation und steigenden Zinsen mögliche Gründe für den Verkauf.

Insights & Infos

Bundesregierung stellt neue Startup-Strategie vor

Die Bundesregierung hat eine Startup-Strategie verabschiedet, die die Finanzierung von Startups stärken und die Mitarbeiterbeteiligung attraktiver gestalten soll. Gründungen sollen dem Programm nach einfacher und digitaler möglich sein, ebenso wie Ausgründungen aus der Wissenschaft.

Insbesondere bei gemeinwohlorientierten Startups möchte die Regierung die Rahmenbedingungen verbessern. Zudem sollen Startup-Kompetenzen für öffentliche Aufträge mobilisiert werden.

Bis zum Jahr 2030 möchte man der Strategie nach insgesamt 30 Milliarden Euro an Kapital für Startups aufbringen. Laut der Startup-Beauftragten Anna Christmann sollen alle Maßnahmen bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst 2025 umgesetzt sein.

Insgesamt enthält das 34-seitige Papier diese zehn Vorhaben:

  1. Finanzierung für Startups stärken
  2. Startups die Gewinnung von Talenten erleichtern und Mitarbeiterbeteiligung attraktiver ausgestalten
  3. Gründungsgeist entfachen und Gründungen einfacher und digitaler machen
  4. Startup-Gründerinnen und Diversität stärken
  5. Startup-Ausgründungen aus der Wissenschaft erleichtern
  6. Rahmenbedingungen für gemeinwohlorientierte Startups verbessern
  7. Startup-Kompetenzen für öffentliche Aufträge mobilisieren
  8. Startups den Zugang zu Daten erleichtern
  9. Reallabore stärken und Zugänge für Startups erleichtern
  10. Startups ins Zentrum stellen

Newsticker

Amazon expandiert ins Gesundheitswesen

Amazon hat angekündigt, One Medical zu übernehmen und damit weiter im Gesundheitssektor zu expandieren. Das Unternehmen bietet technologiegestützte Primärversorgung und will den Zugang zur Gesundheitsversorgung erschwinglicher und einfacher gestalten, indem es persönliche, digitale und virtuelle Beratung kombiniert.

Amazon wird für One Medical im Zuge  einer Bar-Transaktion für rund 3,9 Mrd. US-Dollar übernehmen, einschließlich der Nettoschulden von One Medical.

Vor einigen Tagen gab Amazon außerdem bekannt, in einem eigenen Labor personalisierte Vakzine im Kampf gegen Krebs zu entwickeln.

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