Auch 2017 belegt die WHU (Otto Beisheim School of Management) im Ranking der Financial Times Platz Nummer 1 der deutschen Universitäten. Aus keiner anderen deutschen Hochschule gehen so viele Gründer hervor. Die von WHUlern gegründeten Unternehmen reichen von den bekannten Startups Amorelie bis hin zu Zalando. Sie gilt zurecht als die Kaderschmiede von zukünftigen Gründern. Warum das so ist, erklären Euch Absolventen der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung. Initiator von „Gründergeschichten – The Power of WHU“ ist WHU-Alumni Robert Ermich, Gründer und CEO von DeinHandy.

Praxisnähe und Netzwerke statt trockener Theorie

Neben BWL- und Unternehmensführungsthemen sorgt insbesondere die Praxisnähe im Studium an der WHU für den gewissen Gründerspirit. Dazu trägt auch das vielfältige Angebot von extracurricularen Aktivitäten bei. Der Besuch der größten deutschen Gründerkonferenz IdeaLab! ist nur ein Beispiel. „Ein breit aufgestelltes Netzwerk, welches wir Alumni durch die WHU gewonnen haben, ist unbezahlbar“, erklärt Robert Ermich. Mit DeinHandy verbindet er die Vorteile eines Vergleichsportals mit dem Know-how eines Fachhändlers.

Ein der vielen erfolgreichen WHU-Alumnis, Robert Ermich ©DeinHandy

Laut Fabian Kröll (Ströer Media Brands) sind es zwei Aspekte, die die WHU zur Gründer-Schmiede machen: die spezielle Ausbildung und das starke Alumni-Netzwerk.

„Durch das straffe Programm und das hohe Arbeitspensum werden die Studenten schon während der Studienzeit darauf vorbereitet, was es heißt, sehr viele Stunden zu arbeiten und dennoch in turbulenten Zeiten einen ruhigen Kopf zu bewahren. Das hilft in der durchaus stressigeren Start-Up Zeit. Gleichzeitig ist man gefordert, sich in extrem kurzer Zeit in neue Themen einzuarbeiten. Auch diese Fähigkeit ist in einem schnell wandelnden Start-Up Arbeitsumfeld enorm hilfreich. (…) Durch Programme wie das IdeaLab! sowie Vorträge von Alumni-Mitgliedern, die ihre eigenen Unternehmen gründeten, wird eine Gründung greifbarer und attraktiver.“ 

Die Vorteile des Alumni-Netzwerkes sieht Kröll insbesondere in den vielfältigen Praktika-Möglichkeiten. Außerdem knüpfe man schon früh Kontakte zu Business Angels.

CEO Fabian Kröll ©Ströer Media Brands

Martin Ballweg spricht sogar von einer „WHU-DNA“, die man überall spüre. So sei die Hochschule in Ihren Gründungsjahren selbst eine Art Startup gewesen. „Darüber hinaus gibt es diverse Vorträge erfolgreicher Gründer an der WHU, Startup Career Days und mit dem IdeaLab eine der erfolgreichsten Gründerkonferenzen Deutschlands“, erläutert der Co-Founder und CEO von Scaling Spaces.

Das funktionierende Netzwerk helfe einem außerdem dabei, in einer neuen Stadt Anschluss zu finden. Dass die in Vallendar ansässige private Hochschule den Einstieg in die Gründerszene deutlich vereinfache, unterstreichen auch die WHU-Gründer Stephan Thönnißen (Chal-Tec) und Nikolaus Hilgefeldt (scondoo).

Martin Ballweg ©Scaling Spaces

Social Learnings

Alle Absolventen konnten mit ihren Gründungen bereits große Erfolge feiern. So hat sich Scaling Spaces mittlerweile zu einem der größten Co-Working Hubs Europas entwickelt. Die Ströer Media Brands AG gehört zu den führenden deutschen Online-Medienmarken. Und DeinHandy zählt zu den Marktführern unter den Vergleichsportalen.

Trotz der hervorragenden Entwicklung Ihrer Startups haben die Alumni jedoch eines gelernt: Zahlen und Geschäfte sind nicht alles. Der Sonntag gehöre Familie, Freunden und Hobbys. Denn nur mit einem frischen Geist könnten neue Projekte mit ausreichend Energie umgesetzt werden. Damit der Kopf nicht schon am Montagmorgen gestresst sei, werde das perfekte Outfit bereits am Sonntag herausgelegt.