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Am Montag, 21. September 2026, zeigt VOX um 20:15 Uhr die dritte Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen. Unter den sechs Startups stehen fünf frisch gebackene Abiturienten aus Erlangen: Mit CompactGreens haben sie eine vollautomatische Pflanzenwand für die eigene Wohnung gebaut, gefertigt von der CompactGreens UG (haftungsbeschränkt) aus Baiersdorf. Bei RTL+ war die Folge bereits am 14. September 2026 abrufbar.

Was ist CompactGreens?

CompactGreens ist eine Pflanzenwand für den Innenraum. Kräuter, Salate, Tomaten, Chilis und Erdbeeren wachsen darin ohne Garten und ohne Balkon. Licht und Bewässerung regelt das Gerät selbst, gesteuert über eine App.

Der Gedanke dahinter ist einfach. Wer in einer Stadtwohnung lebt, kauft Kräuter im Topf oder im Beutel, und ein guter Teil davon landet welk im Müll. Eine Wand, die nachwächst, soll diesen Kreislauf ersetzen. Die Gründer selbst beschreiben ihr Produkt auf der Seite von CompactGreens mit dem Satz „Dein Garten. An deiner Wand.“

Welke gekaufte Kräutertöpfe und ein Salatbeutel auf einer Küchenablage
Symbolbild, mit KI erzeugt

Wer hat CompactGreens gegründet?

Hinter dem Startup stehen fünf Gründer: Max Lauterbach, Simon Zitzmann, Jonas Frank, Nick Werneck und Niklas Gabriel. Der Programmtext von VOX, den die Folgenübersicht bei fernsehserien.de wiedergibt, nennt sie 18, 19, 19, 18 und 20 Jahre alt. Alle fünf haben gerade das Abitur gemacht, berichtet die Erlanger Lokalzeitung nordbayern.de.

Im Handelsregister steht die CompactGreens UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Baiersdorf, wenige Kilometer nördlich von Erlangen, eingetragen beim Amtsgericht Fürth unter HRB 22019. Als Geschäftsführer sind laut Impressum alle fünf Gründer eingetragen.

Zwei Jahre Arbeit stecken nach Angaben von nordbayern.de in der Entwicklung. Fünf Beta-Tests haben die Gründer nach eigener Darstellung abgeschlossen, und über 170 Kaufanfragen gesammelt, bevor die ersten Modelle bestellbar waren.

Wie funktioniert die Pflanzenwand?

Das System arbeitet mit einem Wassertank und einer selbst entwickelten Bewässerungstechnik. „Du musst also nur den Wassertank auffüllen, den Rest erledigt die Wall“, zitiert nordbayern.de die Gründer. Über die App lassen sich die Pflanzen einzeln einstellen, Licht und Wassermenge passen sich dem jeweiligen Bedarf an.

Nachbestellen kann man die Setzlinge ebenfalls über die App. Ein Abonnement gibt es nicht, der Nachschub läuft flexibel. Das unterscheidet CompactGreens von Systemen, die ihr Geld vor allem mit Kapseln im Abo verdienen.

Reihe kleiner Setzlinge in Anzuchtkapseln auf einem Holztisch
Symbolbild, mit KI erzeugt

Was kostet CompactGreens, und wo kann man es kaufen?

Bestellbar sind die Wände über den eigenen Shop von CompactGreens. Vier Größen stehen zur Wahl, sie unterscheiden sich in der Zahl der Pflanzenplätze. Stand September 2026 gelten diese Preise:

Modell Pflanzenplätze Regulär Mit Rabatt
Oasis 12 249,00 Euro 211,65 Euro
Garden 18 299,00 Euro 254,15 Euro
Harvest 24 349,00 Euro 296,65 Euro
Forest 30 399,00 Euro 339,15 Euro

Der Rabatt von 15 Prozent ist ein Startangebot und gilt nach Angaben des Shops bis zum 1. Oktober 2026, ein Setzling-Starterpaket liegt bei jeder Bestellung bei. Ausgeliefert wird laut Shop zwischen Ende November und Mitte Januar. Wer jetzt bestellt, kauft also eine Vorbestellung, keine Ware von der Palette.

Markt und Vergleich: Was ist die Wand wert?

In der Höhle fordern die fünf 180.000 Euro für 15 Prozent ihrer Firma. Das entspricht einer Bewertung von 1,2 Millionen Euro. Beide Zahlen nennen nordbayern.de und t-online aus Nürnberg übereinstimmend.

Ob das viel ist, hängt am Umsatz, und den nennt bisher keine Quelle. Rechnet man die über 170 Kaufanfragen mit dem mittleren Modell Garden zu 299 Euro hoch, ergibt sich ein Auftragswert von gut 50.000 Euro. Gegen eine Bewertung von 1,2 Millionen Euro steht damit ein Geschäft, das gerade erst anläuft. Die Löwen diskutierten laut t-online genau darüber: über Preis, Marge und Bewertung.

Der Preis selbst liegt in einem Bereich, den der Markt kennt. Zimmergewächshäuser und Kräutergärten für die Küche gibt es seit Jahren, meist für kleineres Geld und mit weniger Plätzen. CompactGreens verkauft dafür Fläche und Automatik, und zielt eher auf den Haushalt, der einen Teil seines Grünzeugs wirklich selbst ziehen will.

Warum die Löwen ihre Sessel räumten

Der Auftritt sorgt für einen Moment, den es so selten gibt. Die Investoren standen auf und ließen die jungen Gründer auf den Löwensesseln Platz nehmen, während sie selbst auf der Pitch-Position blieben. Auf den Sesseln saßen in dieser Runde laut t-online Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen. Besonders Wöhrl zeigte sich nach dem Programmtext von VOX beeindruckt.

Wie die Sache ausgeht, verrät bisher keine der beiden Quellen. Das Ergebnis bleibt bis zur Ausstrahlung offen.

Unsere Einschätzung: Hat CompactGreens Potenzial?

Für das Startup spricht die Geschichte. Fünf Abiturienten, zwei Jahre Entwicklung, ein fertiges Gerät und Vorbestellungen: Das ist mehr, als viele ältere Teams in die Höhle mitbringen. Dazu kommt ein Produkt, das man sofort versteht und im Shop anklicken kann.

Die Risiken liegen in der Hardware. Ein Gerät mit Pumpe, LED-Licht und App muss jahrelang halten, Rücksendungen sind teuer, und die Lieferung erst ab Ende November heißt, dass das Weihnachtsgeschäft knapp wird. Ob die fünf neben Studium und Ausbildung die Produktion stemmen, ist die zweite offene Frage. Und ein Pflanzsystem ist kein Spontankauf: Bei 249 bis 399 Euro überlegt der Kunde zweimal.

Unser Eindruck: Das Team hat geliefert, was es liefern konnte, und die Bewertung ist ambitioniert. Ein Deal dürfte an der Frage hängen, wer die Fertigung und den Handel übernimmt.

Wir bleiben dran

Ob die Löwen zugegriffen haben, klärt sich am Sendeabend. Wir ergänzen diesen Beitrag am Montag um das Ergebnis aus der Sendung und verlinken dann den Folgenbeitrag mit allen Deals. Aus derselben Folge haben wir bereits DEKADOME mit seinem Abflussreiniger ohne Chemie porträtiert. Einen Überblick über die Staffel gibt unsere Seite zu den Sendeterminen und dem Rudel der Staffel 20, alle weiteren Beiträge sammelt unser Überblick zur Höhle der Löwen. Was in der Woche zuvor lief, steht im Beitrag zur Folge 2 der Staffel 20.

Häufige Fragen zu CompactGreens

Wo kann man CompactGreens kaufen?

Über den eigenen Shop des Herstellers. Stand September 2026 kosten die vier Modelle zwischen 249 und 399 Euro, mit dem Startrabatt zwischen 211,65 und 339,15 Euro.

Wer hat CompactGreens gegründet?

Max Lauterbach, Simon Zitzmann, Jonas Frank, Nick Werneck und Niklas Gabriel aus Erlangen. Alle fünf sind als Geschäftsführer der CompactGreens UG (haftungsbeschränkt) eingetragen.

Wann läuft CompactGreens bei Höhle der Löwen im Fernsehen?

Am Montag, 21. September 2026, ab 20:15 Uhr bei VOX. Bei RTL+ stand die Folge schon am 14. September 2026 bereit.

Was wächst in der Pflanzenwand?

Kräuter und Salate, nach Angaben der Gründer auch Tomaten, Chilis und Erdbeeren. Je nach Modell stehen 12 bis 30 Pflanzenplätze zur Verfügung.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.