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Welche Nachrichten hat uns die erste Februarwoche gebracht?

Schulen und Ältere werden für die digitale Welt vorbereitet. Außerdem interessant: Die reichsten Podcaster der Welt verdienen mehr als so mancher im ganzen Leben. Das Angebot von wenigermiete.de zur Durchsetzung des beschlossenen Mietendeckels sowie Wettrennen zwischen VW & Tesla sorgen für Aufregung. Nachhaltigkeit und Aufbruchsstimmung machen sich auf dem Neujahrsempfang des Marketing Club Frankfurt sowie im Online-Anbieter Tourlane bemerkbar.

Special zum Schluss: Bitkom klärt auf über die Startup-Politik in Hamburg.

  • Berlin, 29.01.2020 – Seit Ende 2019 verstärkt Alexandra Böhmer die Geschäftsführung und leitet als CEO gemeinsam mit Gründer Paul Lunow, CTO, das Unternehmen Nepos. Dieses entwickelte die einfachste universell anwendbare Bedienoberfläche zusammen mit der Zielgruppe 65+ um jede digitale Dienstleistung für alle Menschen zugänglich zu machen. Nepos unterstützt mit allen begleitenden Services die gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich angestrebte Integration aller – vor allem Älterer und Nicht-Nutzer – in die digitale Welt.
  • Dresden, 30.01.2020 – Die Digitalisierung und Organisation des Schulalltags mit Hilfe des Smartphones ist der App scoolio bereits geglückt. So kann man mittlerweile seine Schultage organisieren, elektronisch auf Stundenpläne zurückgreifen oder sogar seinen eigenen Notenschnitt errechnen lassen. „Auch die soziale Komponente kommt nicht zu kurz, Gruppenchats sind nur als Klassenchats möglich, ansonsten setzen wir auf Einzelchats. So lässt sich auch mal eine Nachhilfestunde mit anderen Schülern verabreden, ohne beispielsweise die Eltern mit ins Boot nehmen zu müssen“, sagt Roller. Wie schön, dass Startups die hinterherhinkende Digitalisierung unseres Bildungssystems erkennen und lösen. 🙂
  • Leipzig/Miami, 02.02.2020 – Der Porsche Taycan hat im ersten deutschen Autobahn-Vergleichstest mit dem Tesla Model 3 überraschend gut abgeschnitten: Bei einer Normalgeschwindigkeit von 150 km/h und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 130 km/h, schaffte der Elektrosportwagen 314 Kilometer Reichweite, nur 9 Kilometer weniger als im amerikanischen Testzyklus EPA, der bei deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten stattfindet. „Das zeigt, dass der Porsche Taycan Turbo auf höhere Geschwindigkeiten optimiert ist – und sich trotz seiner Qualitäten als Sprinter auch auf der Langstrecke beachtlich schlägt“, so nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller, der beim Test den Taycan steuerte.
  • Berlin, 03.02.2020 – Das LegalTech Mieterportal wenigermiete.de hat mitgeteilt, dass es ab sofort eine Dienstleistung zur Durchsetzung des beschlossenen Mietendeckels anbietet. Herzstück ist der Mietendeckel-Rechner, durch den Mieter die Deckelmiete berechnen können. Mieter können sodann entweder wenigermiete.de mit der Rechtsdurchsetzung beauftragen oder über den wenigermiete.de-Verein ein formelles Auskunfts- und Anspruchsschreiben erhalten, das sie selbst an den Vermieter versenden. Dass wenigermiete.de mit dieser Dienstleistung nur 24 Stunden nach Beschluss des Gesetzes auf den Markt geht, zeigt, dass LegalTech Unternehmen schneller und effizienter als herkömmliche Anwaltskanzleien, Verbrauchern helfen können, zu ihren Rechten zu kommen. 
  • Frankfurt am Main, 04.02.2020 – Der Marketing Club Frankfurt begrüßte am Montagabend auf seinem Neujahrsempfang mehr als 280 Mitglieder, Gäste und Ehrengäste im Zeltpalast an der Commerzbank-Arena. Als Keynote-Speaker traten Andreas Epple und Michael Liehr von STIHL an, dem Gewinner des Goldenen Brandeisen 2019. MCF-Präsident Claudio Montanini gab in seiner Begrüßung eine Einschätzung für die neue Dekade des Jahrhunderts. „Was haben Greta, Elon Musk und Donald Trump gemeinsam?“, fragte Montanini in seiner Ansprache und folgerte: „Sie stehen für radikale Veränderung, Disruption und ein vollkommen neues Denken.“ Die neuen 20er Jahre würden als „Age of Change“ in Erinnerung bleiben, ein Zeitalter, das für einen fundamentalen Umbau der Gesellschaft und des Wertesystems stünde. Aufgabe des Marketing sei es, den gesellschaftlichen Wandel zu gestalten, für ein neues Denken zu werben und in neuen Produktkategorien zu denken. Und – wie wirst du dieses Zeitalter verändern?
  • Berlin, 05.02.2020 – Obwohl Volkswagen und Tesla um die Hoheit im E-Segment kämpfen, liefern sich die Autobauer ein ungleiches Duell. Die Unterschiede von Volkswagen und Tesla könnten in mancherlei Hinsicht kaum größer sein: So erzielt VW beträchtliche Gewinne in Milliardenhöhe, während es Tesla nach wie vor selten gelingt, profitabel zu wirtschaften. Volkswagen verkaufte im vierten Quartal 2019 1.474 Prozent mehr PKWs als Tesla, die Marktkapitalisierung von Tesla ist erstmals höher als von VW. Der deutsche Konzern macht mit 908 Prozent höheren Umsatz. Volkswagen investierte zuletzt rund 14,34 Milliarden US-Dollar mehr in Forschung. Ausführliche Informationen klicke hier.
  • Berlin, 06.02.2020 – Das US-Magazin Forbes hat erstmals ein Ranking der einkommensstärksten Podcaster der USA erstellt, welchem zufolge die am besten Verdienenden unter ihnen jährlich achtstellige Summen einnehmen. Knapp 680 Millionen US-Dollar sollen im Jahr 2019 nach einer Schätzung einer Studie des Internet Advertising Bureau und von Price Waterhouse Cooper in den USA alleine in Podcast-Werbung investiert worden sein. Viele erfolgreiche Podcaster haben darüber hinaus weitere Einnahmequellen, beispielsweise kostenpflichtige Abos, Live-Auftritte oder Bücher. Die Einnahmen aus diesen Quellen sind von Forbes für das Ranking ebenfalls hinzugezählt worden. Die Umsatzangaben zu den einzelnen Podcastern sind letztendlich Schätzungen; Forbes habe aber Daten von mehreren Podcasting-Plattformen ausgewertet und mit Brancheninsidern gesprochen. Für das Ranking berücksichtigt worden seien Einzel-Podcaster – vielleicht auch eine Erklärung dafür, dass der offenbar überaus erfolgreiche New York Times Podcast „The Daily“ (bei dem ca. 15 Personen in der Redaktion arbeiten) nicht im Ranking auftaucht. Die einkommensstärksten Podcaster auf dem Foto unten: (von links oben im Uhrzeigersinn) Joe Rogan, Karen Kilgariff und Georgia Hardstark, Bill Simmons, Dax Shepard und Dave Ramsey. Die gesamte Pressemitteilung findest du hier.
  • Aachen, 06.02.2020 – Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 31. Januar 2020 die sogenannte Markterklärung zum Start des Rollouts von intelligenten Messsystemen vorgelegt. Damit sind nun intelligente Messsysteme mit Smart-Meter-Gateway im ersten Schritt bei 3.712.962 Letztverbrauchern einzubauen. Konkret startet der Einbau intelligenter Messsysteme bei Haushalten und Unternehmen mit Stromverbrauch zwischen 6.000 und 100.000 Kilowattstunden pro Jahr. Für EEG-Erzeugungsanlagen bleibt der Einbau von intelligenten Messsystemen hingegen zunächst noch freiwillig. 
  • Berlin, 06.02.2020 – Tourlane, der führende Online-Anbieter für maßgeschneiderte Traumreisen von Reiseexperten, hat die gesamten CO2-Emissionen des Unternehmens und seiner Reisenden für das Jahr 2020 ausgeglichen. Dies umfasst alle Emissionen, die durch den Unternehmensbetrieb erzeugt werden, sowie alle Emissionen, die weltweit von den Kunden bei Reisen mit Tourlane durch Flüge, Unterkünfte, Inlandstransfers und Verpflegung entstehen – ohne zusätzliche Kosten für den Kunden. Zusammen mit dem Berliner Startup Planetly.org entwickeln die beiden Unternehmen eine individuelle und datenbasierte Strategie, um den gesamten CO2-Fußabdruck langfristig zu eliminieren. Das finden wir super – Hands up! 👏🏽🌍

Startup-Politik in Hamburg

Hamburg ist dem Smart City Index des Digitalverbands Bitkom zufolge die smarteste Stadt Deutschlands – aber liegt die Hansestadt auch bei der Startup-Politik vorne? Und wie wollen die Parteien, die am 23. Februar bei der Bürgerschaftswahl antreten, Gründerinnern und Gründer noch besser fördern? Um das herauszufinden, hat Bitkom alle Parteien, die nach den Umfragen eine realistische Chance auf einen Einzug ins Parlament haben, nach ihren Ideen für eine innovative Startup-Politik befragt. Die Themen reichen von Bürokratieabbau, rechtlichen Rahmenbedingungen, Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte bis zur Finanzierung. „Hamburg gilt seit vielen Jahren als einer der bedeutendsten Startup-Standorte in Deutschland. Die Startups profitieren von der exzellenten Forschungslandschaft und der starken Wirtschaft. Zugleich sind sie mit ihren Geschäftsmodellen und dem Einsatz neuester Technologien selbst wichtige Innovationstreiber“, sagt Urs M. Krämer, Bitkom-Landessprecher in Hamburg. „Allerdings machen unter anderem Fachkräftemangel und eine analoge und bürokratische Verwaltung immer noch vielen Startups zu schaffen. Die Landespolitik ist von entscheidender Bedeutung, wenn es um die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern geht.“

Die SPD hebt die wirtschaftliche Bedeutung von Startups für Hamburg hervor, da „es hauptsächlich erfolgreiche und dynamische Gründerinnen und Gründer sind, die die Arbeitsplätze von morgen schaffen“. Daher will die SPD Startups, Digitalunternehmen und Akteure der Kreativwirtschaft „noch stärker in die Innovationsförderung einbeziehen“. Außerdem will die Partei prüfen, inwiefern die Rahmenbedingungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen verbessert werden können, damit Startups im nationalen aber auch internationalen Wettbewerb um die besten Talente eine faire Chance haben. Wenig Hoffnung macht die SPD Startups für eine bessere Berücksichtigung bei der öffentlichen Vergabe, da die Gestaltungsmöglichkeiten der Länder an dieser Stelle begrenzt seien. Die Partei wolle sich aber bei der angestrebten Reform des Vergaberechts „auch mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen und prüfen, welche Verbesserungen für kleine Unternehmen und Startups umgesetzt werden können“.

Die Grünen als aktueller Koalitionspartner der SPD kündigen an, einen GreenStartupHub gründen zu wollen, der digitalen Startups mit nachhaltigen Ideen die Chance auf bezahlbare, technisch hochwertige und für Expansion skalierbare Flächen bietet. Damit Startups bei der öffentlichen Vergabe besser zum Zug kommen, setzen die Grünen auf Pilotprojekte und Ausnahmeregelungen. Bei der Startup-Finanzierung sieht die Partei vor allem in der frühen Startphase noch Handlungsbedarf. Deshalb soll ein Gründungskapital von bis zu 25.000 Euro als steuerfreies und zinsloses Darlehen eingeführt werden.

Die CDU möchte Hamburg zu einem Magnet für Startups machen und dazu „vor allem die Zuständigkeiten in der Verwaltung bündeln und transparenter machen“. Damit Startups leichter ausländische Fachkräfte rekrutieren können, sollen Behörden entsprechende Verfahren innerhalb von zwei Monaten abschließen. Grundsätzlich sollen alle Dienstleistungen des Senats in ein digitales Angebot überführt werden. Zur Startup-Finanzierung will die CDU den 2016 beschlossenen Innovationsfonds mit bis zu 100 Millionen Euro für junge Gründer „zügig umsetzen“.

Die Linke möchte Startups besser mit den „bestehenden Dienstleistungs-, Gewerbe- und Industriebetrieben in Hamburg“ vernetzen. Damit Startups eine bessere Chance bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bekommen, will die Partei vor allem Gründerinnen und Gründer motivieren, ein Angebot abzugeben. Zudem könnte bei der Vergabe eine grundsätzliche „Differenzierung zwischen kleinen und größeren Unternehmen“ vorgenommen werden. Bei der Startup-Finanzierung sieht die Linke eine gut ausgebaute Förderungslandschaft, will aber die inzwischen „nur schwer zu übersehende Struktur“ durch eine Evaluierung der Förderprogramme besser auf die Bedürfnisse von Startups zuschneiden.

Die FDP zählt „Gründer und Startups zu den wichtigsten Motoren für Hamburgs Wirtschaft und für die Zukunft der Metropole Hamburg“. Ziel müssten „mehr wissensbasierte Gründungen aus den Universitäten heraus“ sein. Um Behörden Startup-freundlicher zu machen, sollen verbindliche Rückmeldefristen eingeführt werden. Außerdem will die FDP ein „bürokratiefreies erstes Gründerjahr“ einführen. Die Digitalisierung der Verwaltung soll mit Hilfe der Blockchain-Technologie vorangebracht werden. In der Bildungspolitik will die Partei die Themen Unternehmensgründung und Selbstständigkeit an allen Schulen und in der Lehrerausbildung verankern. Ziel ist zudem, Informatik als Pflichtfach möglichst früh in den Stundenplan der Sekundarstufe I einzuführen.

Die AfD hat keine Antworten auf die Fragen zur Startup-Politik übermittelt. Die ausführlichen Antworten der Parteien zu allen Themen stehen unter getstarted.de/startup-wahl-hamburg zur Verfügung.

Hinweis zur Methodik: Nach ihren Positionen zur Startup-Politik wurden die Parteien angefragt, die nach den Umfragen eine realistische Chance auf einen Einzug ins Parlament haben. Das waren AfD, CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD. Mit Ausnahme der AfD haben alle Parteien geantwortet.

Wir sind gespannt auf die Wahlergebnisse. Und auf euer Feedback an [email protected]!

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