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In Ihrer monatlichen Kolumne teilt die Gründerin der Kommunikationsberatung ThirdEyeMedia Clara Armand-Delille ihre besten Tipps zur Pressearbeit in Eigenregie. Nach Ratschlägen zur Pressemitteilung, zur PR-Arbeit ohne Agentur und zur Kunst des Gastkommentars dreht sich der sechste Teil um die eigene Content-Strategie.

Wollen Sie sicher sein, dass die Nachrichten über Ihr Start-up verbreitet werden, die sich wünschen? Dann machen Sie es selbst. Soziale Netzwerke bieten Ihnen hierzu alle benötigten Plattformen.

Tragen Sie die Verantwortung für Ihre Content-Strategie, bedeutet das, dass Sie alleine mehrere Aufgaben in der Kommunikationskette übernehmen. Wie der Name schon sagt, müssen Sie spannende Inhalte entwickeln, eine Strategie um diese bauen, die Artikel nach Plan auf unterschiedlichen Plattformen teilen und auf etwaige Reaktionen eingehen…

Sie sind gleichzeitig Kommunikationsdirektor*in, Ersteller*in von Inhalten – ob grafisch, filmisch oder in Textform –  und Community Manager. Sie fragen sich, wie Sie all diese Aufgaben parallel meistern sollen? Keine Sorge, es ist nicht unmöglich, solange Sie einige Grundsätze bedenken.

  1. Einheitliche Message: Definieren Sie einen redaktionellen Leitfaden
  2. Macht des Bildes: Setzen Sie auf visuelle Untermalung
  3. Abgrenzung: Ökosysteme sozialer Netzwerke

Einheitliche Message: Definieren Sie einen redaktionellen Leitfaden

Ihre Meldungen sollten miteinander im Einklang stehen: Bei der Entwicklung Ihrer inhaltlichen Strategie ist es wichtig, dass Sie einen Leitfaden definieren und sich auch an ihn halten. Ähnlich wie beim journalistischen Schreiben geht es um eine redaktionelle Linie. Auch wenn das Ausloten dieser Grundsätze einige Zeit in Anspruch nehmen wird, ist es essentiell, darüber nachzudenken und zu entscheiden. Anhand folgender Fragen können Sie Ihre Überlegungen fassen:

  • Welche Ziele stehen hinter jeder Wortmeldung?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe? (Kunden, Investoren, Branchenakteure,…)
  • Wie können Sie auf die Bedürfnisses Ihrer Kernzielgruppe eingehen?
  • In welchem Themenspektrum möchten Sie sich bewegen?
  • Welchen Ton wollen Sie in Ihren Beiträgen anschlagen, der mit den Werten sowie Ihrer Vision übereinstimmt?

Mithilfe Ihrer Antworten auf diese Frage legen Sie den Rahmen für Ihre Beiträge fest. Anhand dieser Erkenntnisse überprüfen Sie sowohl Texte als auch Videos oder Bilder. Für eine stimmige Darstellung sollten Sie eine Harmonie zwischen visuellen und textlichen Komponenten finden.

Neben dem Inhalt ist Kontinuität ebenso wichtig. Achten Sie auf Regelmäßigkeit und entwerfen Sie einen Zeitplan für Veröffentlichungen. So können Sie auch prüfen, wann welche Posts am besten bei Ihrer Zielgruppe ankommen.

Das magische Verhältnis in Bezug auf Content Management ist 80/20. Drehen sich 20% der Posts um das eigene Unternehmen, sollten die fehlenden 80% weitere interessante Themen abdecken. Branchennews, Studien, interessante Artikel oder auch mal ein unterhaltsamer Post zwischendurch: Schaffen Sie einen Mehrwert für Ihr Publikum.

Macht des Bildes: Setzen Sie auf visuelle Untermalung

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – schon oft gesagt und noch immer wahr. Besonders in sozialen Netzwerken ist es ratsam, sich auf visuelle Unterstützung zu verlassen, da die Zeichenzahl teils beschränkt und die Aufmerksamkeit Ihrer Follower rar ist. Posts inklusive Bild werden durchschnittlich 35% häufiger geteilt als solche ohne visuelles Statement. Um sich von der Konkurrenz abzuheben und mit hochwertigen Inhalten zu überzeugen, empfiehlt es sich selbst Material zu erstellen. Ob Video, Fotomontage oder ein eigener Artikel – hier sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Benutzerfreundliche Tools helfen Ihnen dabei, eigene Grafiken zu erstellen oder Videos entsprechend zu bearbeiten. Wenn Sie auf Canva oder WeVideo zurückgreifen, müssen Sie nicht einmal eine Software herunterladen. Behalten Sie aber im Hinterkopf, für welches Netzwerk Sie produzieren. Die Aufmerksamkeitsspanne für ein Video liegt im Durchschnitt bei 6 Sekunden: Ein eingängiger Start hilft dabei Zuschauer*innen dafür zu begeistern, das Video bis zum Ende anzuschauen.

Abgrenzung: Ökosysteme sozialer Netzwerke

Jedes soziale Netzwerk ist für sich besonders und positioniert sich in einer eigenen Nische. Da jedes andere Bedürfnisse erfüllt, sollten Sie im Umkehrschluss auch für jedes Netzwerk eine eigene Strategie entwickeln. Es wird für Sie keinen Mehrwert schaffen, wenn Sie Content recyclen und alle sozialen Medien mit denselben Inhalten bespielen.

Wie Sie bestimmt schon gemerkt haben: Ein Link auf Instagram zum neuesten Schnappschuss zu posten, funktioniert nicht. Das kann also kaum das richtige soziale Netzwerk sein, um Follower über Verlinkungen zu kürzlich erschienenen Artikeln umzuleiten. Und jemand, der Ihnen auf LinkedIn folgt, erwartet anderen Content als eine Person, die ihre Instagram-Posts abonniert hat. Geben Sie LinkedIn für professionellen Content den Vorzug, nutzen Sie Instagram für ästhetisch ansprechende und qualitativ hochwertige Beiträge und füttern Sie Twitter mit Branchennews. Dabei können Sie auch gerne auf thematisch passende Hashtags zurückgreifen. Um die richtige Zielgruppe anzusprechen, müssen Sie sich erst darüber Gedanken machen, wo Sie diese finden.

Denken Sie immer daran: Ihr Ziel ist wichtigster Faktor bei jeder redaktionellen Entscheidung. Sobald Sie Inhalte erstellen, sollten Sie stets im Hinterkopf behalten, für wen Sie diese erstellen. Geben Sie Ihren Followern die Chance sich zu interessieren und zu reagieren. Bei der Erstellungs Ihres Plans für Veröffentlichungen können Sie auch die ein oder andere Lücke lassen, um etwaige Artikel einzustreuen, die bis dato noch nicht erschienen sind. Genauso können Sie auf Veranstaltungen aufmerksam machen, auf denen Sie möglicherweise selbst vor Ort sind oder sprechen werden.

Es liegt an Ihnen – ich freue mich darauf Ihre Updates bald lesen zu können!

Clara-Armand-Delille-by-Pedro-Sadio-1

Clara Armand-Delille ist Gründerin und Geschäftsführerin von ThirdEyeMedia, eine Kommunikationsberatung für Unternehmen und Start-ups aus dem Tech-Bereich. Mit einem Jahrzehnt an Branchenerfahrung und früheren Stationen bei Google, Accel Partners und iZettle vereint Clara Armand-Delille Branchenkenntnis und PR-Expertise. Dabei hat sie schon Start-ups in Europa, den USA und Lateinamerika beim Aufbau der eigenen Marke unterstützt, global angelegte Kommunikationskampagnen, Markteinführungen und Finanzierungsmitteilungen begleitet. Frühere und aktuelle Kunden von ThirdEyeMedia sind unter anderem TransferWise, GoCardless, ZipJet, 360 Capital Partners, Iris Capital, FoodCheri, Payfit, Shapr und Badoo.

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