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Wenn Du ein Problem lösen willst, gründe ein Startup – Diesen Satz haben sich die Unternehmen, in unserem heutigen Artikel, zu Herzen genommen. Besonders in der Lebensmittelindustrie ist momentan viel Entwicklung im Gange. Immer mehr Startups machen sich Gedanken darüber, wie sie sich nachhaltig ausrichten können, um aktuellen Problemen wie globaler Erwärmung und Massentierhaltung entgegenzuwirken. Somit regen sie zum Nachdenken an, mit dem Ziel die Industrie in Zukunft nachhaltig zu verbessern. Im Folgenden findet ihr eine Liste mit den wichtigsten Informationen über sechs Startups, welche sich genau dieses Ziel gesetzt haben.

Lüttge


Der Familienbetrieb Lüttge ist das erste Startup auf unserer Liste. Das norddeutsche Startup, züchtet südlich von Oldenburg Algen, Grünkohl, Himbeernüsse und Wildkohl. Der Fokus liegt jedoch auf der Chlorella- und Spirulina-Alge. Die beiden Algenarten enthalten etwa 60 Prozent Eiweiß und sind außerdem reich an Eisen und Vitamin B12. Die Gründerin und Biotechnologin Cathleen Cordes hat mit ihrem Startup einen Weg geschaffen, eine innovative Alternative zu anderen Eiweißpflanzen anzubauen. Im Gegensatz zu Soja brauchen die Algen vergleichsweise wenig Ressourcen und sind ohne große Umstände anzubauen. Des Weiteren setzen sie Sauerstoff frei und reduzieren im Vergleich zu anderen Nutzpflanzen sogar den CO2-Gehalt um keine geringe Menge. Sind die Algen bereit zum Ernten, werden sie unter anderem zu Algenperlen, Öl, Pulver und vitaminhaltigen Algenkapseln verarbeitet.

Infarm

Osnat Michaeli, Erez und Guy Galonska verfolgten mit der Gründung von Infarm den Wunsch urbane Städte mit frischen Lebensmitteln zu versorgen. Aus dem Wunsch, eigenes Essen anzubauen und ohne große Transportwege unter die Menschen bringen zu können, entstand dann schließlich das Berliner Startup. Infarm verwendet das Vertical-Farming-System. In Gewächs-Schränken wachsen unter genau den richtigen klimatischen Bedingungen, mithilfe einer nährstoffreichen Wasserschicht, diverse Arten von Kräutern, Salaten u.v.m. Trotz des verwendeten Energieverbrauches ist Infarm äußerst umweltfreundlich. Die Gewächshäuser sind bereits in einigen Supermärkten zu finden. Dort kann jede der Wachstumsphasen der Pflanzen von den Kunden gesehen werden, bevor die Pflanzen ohne Umwege direkt im Markt verkauft werden können.

Plantix

Eines der erwähnten Probleme, auf die viele Startups aufmerksam machen wollen, ist die globale Erwärmung. Der Klimawandel führt dazu, dass sich Pflanzenkrankheiten auf dem gesamten Planeten verteilen und immer mehr Landwirte mit ihnen zuvor unbekannten Krankheitsfällen zu kämpfen haben. Um dieses Problem anzugehen, hat Peat die App Plantix erschaffen. Diese App soll mittels eines Fotos der Pflanze die entsprechende Krankheit erkennen und hilfreiche Tipps und Schritte vorschlagen, um die entsprechende Diagnose zu behandeln. Die App bietet ebenfalls Vorschläge für alternative, biologische Pflanzenschutzmittel und bietet hilfreiche Informationen, wie die noch gesunden Pflanzen vor einem eventuellen Befall geschützt werden können. Mittels einer Extra-Funktion schafft Plantix die Möglichkeit durch Informationen über die Krankheit, die Wetterdaten und den Standort, einzuschätzen, wie sich die vorliegende Pflanzenkrankheit gegebenenfalls verbreiten könnte. So ermöglicht das Startup eine rechtzeitige Erkennung und Gegenwirkung. Für Landwirte in problematischen Gebieten und Entwicklungsländern soll die Verwendung der App kostenlos sein.

Snackinsects

Folker Dammmann gründete 2013 das etwas andere Food Startup. Sein Fokus: Die Herstellung von Snacks mit Speiseinsekten. Auch wenn dies zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig scheinen mag, beinhalten die gezüchteten Speiseinsekten viele Nährstoffe und erfordern gleichzeitig weniger Ressourcen in der Herstellung. Da es sich um wechselwarme Tiere handelt, verarbeiten die Insekten Futter wesentlich effizienter als andere Tiere. So halten sich die Nahrungsmittel und die benötigte Energie gering, da sie nur wenig Energie benötigen, um die benötigte Körperwärme zu erhalten. Die Züchtung selbst findet unter strengsten Hygiene Maßnahmen statt und ist darauf ausgerichtet, möglichst wenig Treibhausgase zu produzieren und wenig Platz zu verbrauchen. Haben die Speiseinsekten den gewünschten Stand in ihrer Entwicklung erreicht, werden sie unter anderem zu Schokolade mit Insekten oder Insektenriegeln verarbeitet.

Supermeat

Das Ziel von Supermeat ist es, Hunger und die globale Erwärmung zu bekämpfen. In unserer Konsumgesellschaft wird viel Fleisch produziert, was zu Massentierhaltung und einem immensen CO2-Ausstoß führt. In der Lebensmittelindustrie werden jedoch mittlerweile immer mehr pflanzliche Alternativen für Fleisch entwickelt. An dieser Stelle erscheint Supermeat auf der Bildfläche. Das Startup aus Israel produziert Hühnerfleisch, ohne dass zu diesem Zweck Tiere geschlachtet werden. Dies funktioniert folgendermaßen: Aus entnommenen Stammzellen wird das Hühnerfleisch in künstlichen Behältnissen, welche der Physiologie des Tieres ähneln, herangezüchtet. Hinzu kommt, dass die Produktion von Supermeat über 90 Prozent weniger Wasser, Treibhausmissionen und Platz benötigt. Außerdem wird es ohne Antibiotika und unter streng bewachten hygienischen Bedingungen hergestellt.

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