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Aktualisiert am 30. September 2026: Die Liste von 2021 ist durchgesehen und erweitert. Jedes Startup steht jetzt mit seinem heutigen Stand da, Formo und Choco sind neu dabei, und ein eigener Abschnitt sagt, was aus Namen früherer Listen geworden ist.

Porridge am Bahnsteig, Milch aus Erbsen, Käse aus Pilzprotein: Viele bekannte Food Startups in Deutschland haben in Berlin angefangen. Diese Übersicht stellt die Berliner Food Startups vor, die ihr kennen solltet, sagt, wo sie im September 2026 stehen, und zeigt, was Gründerinnen und Gründer in der Lebensmittelbranche und der Gastronomie von ihnen lernen können.

Food Startups in Berlin im Überblick

StartupGegründetWas es machtStand September 2026
Haferkater2014Porridge und Kaffee zum Mitnehmen34 Standorte, fast alle an Bahnhöfen
Vly2018Milchalternative aus Erbsenproteinim Handel, neue Bio-Sorten seit Februar 2026
Koawach2014Kakao mit Guarana als WachmacherBio und Fairtrade, im Handel und im eigenen Shop
Good Bank2017Bowls und Snacks mit Gemüse aus vertikalen Farmenvom Restaurant zum Hersteller für den Lebensmittelhandel
Formo2019Käsealternativen aus Koji-Proteinbei Rewe und Metro, über 135 Millionen Euro Finanzierung
Choco2018Bestellsoftware für den LebensmittelgroßhandelSoftware für Großhändler und Gastronomie
Coffee Circle2010Kaffee, Maschinen und Mühleneigener Onlineshop

Haferkater: Porridge als Bahnhofsfrühstück

Gründerinnen und Gründer: Levin Siert, Anna Schubert und Leandro Burguete

Haferkater wurde 2014 in Friedrichshain gegründet und kocht Porridge nach schottischer Art, mit Wasser und Salz, dazu wechselnde Toppings. Aus dem Berliner Laden ist eine Kette geworden, die ihre Lage klar gewählt hat: Die Standortliste von Haferkater führt am 30. September 2026 34 Standorte, darunter Berlin Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Ostkreuz und Friedrichstraße, den Flughafen BER und außerhalb Deutschlands den Flughafen Wien. Fast alle liegen an Bahnhöfen oder Flughäfen. Für Gründer in der Gastronomie ist das die eigentliche Lehre: Ein einfaches Produkt, das sich in Minuten ausgeben lässt, passt zu Orten mit vielen Menschen und wenig Zeit.

Vly: Milchalternative aus Erbsenprotein

Gründer: Niklas Katter, Nicolas Hartmann und Moritz Braunwarth

Vly entstand 2018 an der Technischen Universität Berlin. Nicolas Hartmann hatte als Ernährungsberater gearbeitet und fand die damaligen Milchalternativen unbefriedigend; mit Niklas Katter und Moritz Braunwarth entwickelte er ein Getränk auf Basis von Erbsenprotein. Wie es dazu kam, erzählt er in unserem Interview mit Nicolas Hartmann. Das Unternehmen ist weiter am Markt: Zur Messe BIOFACH im Februar 2026 stellte es nach einem Bericht des Fachmagazins vegconomist vom 11. Februar 2026 neue Bio-Milchalternativen vor, entwickelt gemeinsam mit dem Saatgutunternehmen KWS.

Koawach: Kakao als Wachmacher

Gründer: Heiko Butz und Daniel Duarte

Koawach wurde 2014 gegründet und verkauft Kakao mit Guarana als Alternative zum Kaffee. Bekannt wurde die Marke im Herbst 2015 durch Die Höhle der Löwen, wie wir damals in Koawach, ein Jahr danach beschrieben haben. Nach der Selbstdarstellung des Unternehmens gehört die Marke zur koakult GmbH, alle Produkte tragen seit 2017 das Bio- und das Fairtrade-Siegel, und das Sortiment ist über den eigenen Shop, Supermärkte, Bioläden und Cafés erhältlich.

Good Bank: vom Restaurant zum Hersteller

Gründerin und Gründer: Ema Paulin und Leonardo Vergani

Good Bank startete 2017 in Berlin-Mitte als Restaurant, das Salat und Kräuter in vertikalen Farmen direkt im Gastraum anbaute, und gewann dafür mehrere Gastronomiepreise. Heute beschreibt sich das Unternehmen in seiner Selbstdarstellung als Lebensmittelhersteller und Ready-to-Eat-Marke: Seit 2021 liefert es Bowls, Dressings und Snacks in den Lebensmittelhandel, unter anderem an Edeka. Der Weg vom Restaurant in das Kühlregal ist ein Muster, das in der Branche häufiger vorkommt, weil ein Produkt im Regal wachsen kann, ohne dass für jeden neuen Verkaufsort Personal eingestellt werden muss.

Formo: Käse ohne Kuh

Formo ist der jüngste Name dieser Liste und der am stärksten finanzierte. Das Unternehmen wurde 2019 in Berlin gegründet und stellt Käsealternativen mit Proteinen aus dem Koji-Pilz her, der in der asiatischen Küche seit langem verwendet wird. Laut einer Mitteilung der Europäischen Investitionsbank vom 14. Januar 2025 erhielt Formo ein Darlehen über 35 Millionen Euro; zusammen mit einer Finanzierungsrunde über 61 Millionen US-Dollar im September 2024 liegt die Gesamtfinanzierung bei über 135 Millionen Euro. Die ersten Produkte der Linie Frischhain sind seit September 2024 bei Rewe und Metro in Deutschland und Österreich erhältlich.

Food Tech aus Berlin: Choco und Coffee Circle

Nicht jedes Berliner Food Startup verkauft Lebensmittel. Choco, 2018 von Daniel Khachab gegründet, begann als App, über die Restaurants bei ihren Lieferanten bestellen. Heute bietet das Unternehmen Software für den Lebensmittelgroßhandel an, von der automatischen Verarbeitung eingehender Bestellungen bis zum Kundenmanagement für Lieferanten der Gastronomie. Coffee Circle wurde 2010 in Berlin gegründet und verkauft Kaffee mit dem Anspruch einer transparenten und fairen Lieferkette, dazu Maschinen und Mühlen über den eigenen Onlineshop.

Was aus Food Startups früherer Listen wurde

Eine ehrliche Liste zeigt auch, wer nicht mehr dabei ist. Vier Namen, die 2021 in Übersichten wie dieser standen, sind heute Geschichte oder gehören anderen:

  • Honest Food Company, 2017 als Betreiber von Lieferrestaurants ohne eigenen Gastraum gegründet, ging Ende 2019 an Delivery Hero. 2022 übernahm die britische Peckwater Brands das Geschäft in vier Ländern, wie das Fachblatt The Grocer berichtete.
  • SpiceNerds, der Berliner Hersteller von Bio-Dressings, meldete 2022 Insolvenz an; nach der Meldung von Startbase war das Unternehmen schon Ende 2020 mit rund 1,15 Millionen Euro überschuldet.
  • Peace of Meat stand 2021 in dieser Liste, saß aber in Belgien. Der Hersteller von kultiviertem Fett gehörte seit Ende 2020 zu Steakholder Foods und wurde im April 2023 geschlossen, wie vegconomist meldete.
  • Infarm, das Berliner Startup mit Kräuter-Gewächsschränken in Supermärkten, zog sich nach einem Bericht der Lebensmittel Zeitung 2023 aus dem europäischen Markt zurück; als Grund galten vor allem die hohen Energiekosten des Anbaus in Innenräumen.

Food Startup gründen: Was die Berliner Beispiele zeigen

Aus den Wegen dieser Startups lassen sich drei Punkte mitnehmen, die für ein Startup in der Gastronomie ebenso gelten wie für eine neue Lebensmittelmarke:

  • Der Ort entscheidet mit. Haferkater ist nicht in Einkaufsstraßen gewachsen, sondern an Bahnhöfen, wo morgens viele Menschen wenig Zeit haben.
  • Der Handel skaliert anders als ein Restaurant. Good Bank und Koawach verkaufen heute vor allem über Supermärkte und Onlineshops, Vly und Formo von Anfang an.
  • Kosten gehören in den Plan, bevor die Idee begeistert. Infarm zeigt, wie schnell Energiekosten ein Modell kippen können, das technisch funktioniert.

Wer selbst ein Lebensmittel auf den Markt bringen will, findet die ersten Schritte in unserem Leitfaden für den Start eines Food-Startups. Weitere Namen aus ganz Deutschland stehen in unserer Übersicht Die Top Food Startups in Deutschland.

Häufige Fragen zu Food Startups in Berlin

Welche bekannten Food Startups kommen aus Berlin?

Zu den bekanntesten Food Startups aus Berlin gehören Haferkater mit Porridge an 34 Standorten, Vly mit Milchalternativen aus Erbsenprotein, Koawach mit Kakao und Guarana, Good Bank mit Bowls für den Handel und Formo mit Käsealternativen aus Koji-Protein. Im Bereich Food Tech kommen Choco und Coffee Circle hinzu.

Was ist ein Food Startup?

Ein Food Startup ist ein junges Unternehmen, das ein neues Lebensmittel, ein neues Konzept für die Gastronomie oder eine Technik für die Lebensmittelbranche entwickelt. Dazu zählen Marken wie Vly oder Formo, Gastronomiekonzepte wie Haferkater und Softwareanbieter wie Choco.

Welche Berliner Food Startups gibt es nicht mehr?

SpiceNerds meldete 2022 Insolvenz an, Infarm zog sich 2023 aus Europa zurück, und die Honest Food Company ging erst an Delivery Hero und 2022 an Peckwater Brands. Peace of Meat, das oft zu den Berliner Startups gezählt wurde, saß in Belgien und wurde 2023 geschlossen.

Wie finanzieren sich Food Startups in Berlin?

Die Wege reichen von Fernsehauftritten wie bei Koawach über Wagniskapital bis zu Darlehen öffentlicher Banken. Formo erhielt nach Angaben der Europäischen Investitionsbank im Januar 2025 ein Darlehen über 35 Millionen Euro und kommt insgesamt auf über 135 Millionen Euro.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und am 30. September 2026 aktualisiert.

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