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Wie bringt man seine geniale Startup-Idee in die Welt? Heutzutage natürlich viral. Das Internet ist die Realität der Businesswelt. Ohne Online-Shops oder Social-Media-Kampagnen ist man im 21. Jahrhundert ziemlich aufgeschmissen. Doch wie finalisiert man seine Vorstellungen, vor allem wenn man selbst nicht so technikaffin ist. Ein Standard-Webhosting-Paket erfüllt meist nicht die Anforderungen, die ein innovatives und smartes Geschäftsmodell benötigt. Genau dann kommen spezielle Serverlösungen ins Spiel.

Was ist ein Server eigentlich? 

Der Begriff Server kommt aus dem Englischen und bedeutet Diener. Unter Server kann man sowohl die Hardware, wie auch die Software verstehen. Die Hardware wäre ein physischer Rechner, der über eine Server-Software verfügt und in ein Rechnernetz eingebunden ist. Unter Server-Software versteht man ein Programm, das bestimmte Dienste anbietet, die von anderen Programmen genutzt werden kann. Theoretisch kann man unterschiedliche Server-Programme auf nur einer physischen Hardware speichern – es empfiehlt sich jedoch diese auf mehrere zu verteilen, um einen Ausfall oder Verlust der Daten zu vermeiden. Vor allem Startups oder Klein- und Mittelbetriebe mieten sich physische Hardware-Server und kaufen diese meistens nicht selbst. Man spricht dann von Server-Hosting. Host kommt ebenfalls aus dem Englischen und bedeutet Wirt oder Gastgeber. 

Doch welche Server gibt es am Markt, was bieten sie an und welche sind die besten für mein Startup? Diesen Fragen widmen wir uns nun.

Welche Dienste bieten Server?

Bevor wir zu konkreten Anbietern kommen, teilen wir die Server mal in unterschiedliche Server-Typen, um ein Gefühl für die unterschiedlichen Dienste zu bekommen. 

  • Webserver
  • File-Server
  • Mail-Server
  • Datenbank-Server
  • Gameserver
  • Proxy-Server
  • DNS-Server

Ein Webserver speichert Webseiten-Daten, bereitet sie auf und liefert sie an Clients wie Webbrowser oder Suchmaschinen-Crawler. Bekannte Webserver sind Apache HTTP Server, Nginx oder Microsoft Internet Information Services (IIS).

Ein File-Server dient neben dem Speichern von Firmendaten vor allem dazu, mehreren Beteiligten Zugriff auf Dokumente und deren Bearbeitung zu geben. So kann man vor allem in Homeoffice-Zeiten super zusammenarbeiten und das lästige Hin- und Herschicken der unterschiedlichen Versionen wie deren Verwechslung wird vermieden. 

Beim File-Server werden über das Internet vor allem FTP (File Transfer Protocol), FTPS (FTP over SSL), SFTP (Secure File Transfer Protocol) oder SCP (Secure Copy) genützt. Erfolgt der Austausch rein über lokales Netzwerk, haben sich SMB (Server Message Block) und NFS (Network File System) profiliert.

Ein Mailserver stellt zur Verfügung, dass Nutzer auf einen Mailserver zugreifen können  – Sprich Mails empfangen, senden und weiterleiten können. Meist wird hierfür das Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) genutzt, das zum Beispiel mit IMAP (Internet Message Access Protocol) oder POP (Post Office Protocol) zusammenarbeitet. Letztere ermöglichen den Abruf der Daten.

Ein Datenbank-Server verwaltet Datenbanksysteme und ermöglicht anderen Programmen den Zugriff. Hier werden vor allem Microsoft SQL Server, Oracle, MySQL, DB2 oder PostgreSQL genutzt.

Ein Gameserver ist für die Entwicklung von online gespielten Multiplayer-Spielen interessant. Ein Gameserver verwaltet die unterschiedlichen Gamedaten der Spieler und ermöglicht somit eine synchronen virtuellen Austausch. Etwas Elementares, das dazu beiträgt, dass man sich in der virtuellen Welt “verlieren” kann und stundenlang darin abtauchen kann.

Unter einem Proxy-Server versteht man eine Kommunikationsschnittstelle von Rechnernetzen. Proxy-Server können unter anderem Kommunikationen filtern, Verfügbarkeit durch Lastenverteilung erhöhen und Daten zwischenspeichern (Caching). Ein weiterer beliebter Vorteil von Proxy-Server ist die Anonymisierung, die er bietet – denn er verschlüsselt die IP-Adresse des Clients (Kunden/Nutzer des Servers).

Ein DNS-Server übersetzt die Namen der Webseiten in entsprechende IP-Adressen. Daher wird er auch Nameserver genannt. 

Die besten Server für Startups
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Was ist der richtige Server für mein Unternehmen?

Die Standard-Webhosting-Angebote sind die günstigsten am Markt, jedoch bieten sich Startups nicht immer das, was sie benötigen. Denn ein Startup hat ganz andere Anforderungen als ein Onlineshop eines etablierten Unternehmens. Außerdem teilt man sich den Server mit zahlreichen anderen Webseiten, was die Leistungsfähigkeit der eigenen Seite zeitweise beeinträchtigen kann. Es wäre zum Beispiel eine Katastrophe, wenn gerade zum Black Friday oder beim Weihnachts-Sale die Seitenleistung zusammenbräche.

Viele greifen gerne auf einen virtuellen Server zurück. Doch auch dieser läuft zusammen mit vielen anderen Nutzern auf eine psychische Maschine zurück. Somit hat man hier dieselben Nachteile wie bei einem Standard-Webhosting – hinzukommt die Sicherheitsfrage, die zu bedenken ist.

Ein eigener Server – ist dies realistisch? 

Ein gemieteter oder eigener Server bietet individuelle Einstellungen und passgenaue Konfigurierbarkeit. Gerade wenn man ein Startup mit Fokus auf Online-Business gründen möchte, wäre ein eigener Server klar von Vorteil. Gerade am Start sollte man vorerst auf die Möglichkeit des Mietens zurückgreifen. Die Mietpreise von Servern haben sich den heutigen Anforderungen angepasst und sind heutzutage realistisch und leistbar. 

Welche Server-Art passt zu mir?

Bevor man sich an einen Server bindet – sollte man natürlich prüfen, ob man zusammenpasst. Auch wenn sich die Server-Arten bei den unterschiedlichen Anbietern zeitweise vermischen oder andere Bezeichnungen tragen, unterscheidet man grundsätzlich zwischen folgenden Arten:

  • Dedicated Server
  • vServer (virtuelle Server)
  • Cloud Server
  • Managed Server

Der Dedicated Server, meist identisch mit dem Begriff Root Server bietet hocheffiziente Lösung dediziert für dein Startup. Man teilt sich nicht wie beim virtuellen Server eine physische Hardware mit anderen Kunden und kann somit genau bestimmen, welche Software-Anwendungen man nutzen möchte. Dies bietet dem Startup die Möglichkeit seine Vorstellungen frei entfalten zu können. Jedoch ist man hier für die Betreuung des Servers samt Software selbst verantwortlich – falls man kein technisches Know-how besitzt, sollte man also besser die Finger davon lassen. Denn ohne Software-Experten ist man Hackerangriffen, die sich seit COVID-19 besonders steigern, schutzlos ausgeliefert.

Bei einem virtuellen Server, auch vServer genannt, teilt man sich wie bereits erwähnt die physische Hardware mit anderen Nutzern. Die vServer sind natürlich voneinander getrennt, es kann zu Schwankungen in der Leistungsfähigkeit des Servers kommen und man ist für die Installation und Management der Software selbst verantwortlich. Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Kunden soll jedoch schnell und unproblematisch erfolgen, indem der Anbieter dem vServer mehr Hardware-Ressourcen zur Verfügung stellt.

Cloud Server werden ebenfalls virtuell zur Verfügung gestellt. Hier kann man stets frei über seine virtuellen Ressourcen entscheiden. Die Rechen- oder Speicherleistung kann in Echtzeit den Anforderungen entsprechend angepasst werden. Dies kann Überforderungen der Seite zu Zeiten von Black Friday oder vor Weihnachten eindämmen. Ein weiterer toller Pluspunkt ist, dass die Abrechnung meist flexibel nach verbrauchten Rechenleistung, Speicherplätzen und der Größe des Arbeitsspeichers erfolgt. Cloud Server eignen sich somit sehr für Startups, deren Umsätze noch schwankend sind und die einen dynamischen Wachstum anstreben. Jedoch bleibt auch hier anzumerken, dass der physische Hardware-Speicher weiterhin mit anderen Nutzern geteilt wird, die Leistung schwanken kann und die Installation und das Management des Cloud Servers in eigener Hand liegen. Es ist also Arbeitszeit einzukalkulieren.

Der Managed Server eignet sich für alle Startups oder Unternehmen, die das komplette Server-Management in fremde Hände geben möchten, um die eigenen für andere Aufgaben freizuhaben – beispielsweise für Kundenakquise oder kreative Umsetzung neuer Ideen oder Verbesserung der aktuellen Produkte oder Dienstleistungen. 

Bei einem Managed Server wird die Installation und Verwaltung der Software komplett vom Anbieter übernommen – man erhält einen dedizierten oder virtuellen Server, die auf eine Hardware zurückgreifen, die nur für dein Unternehmen zur Verfügung steht. Einen Nachteil erfährt man in der Abhängigkeit zum Server-Anbieter, bekommt dafür aber ein hohes Sicherheitslevel. Dies äußert sich natürlich auch im Preis. Daher ist es wichtig, einen guten Businessplan zu haben, um bei den Investitionsrunden überzeugen zu können.

Die besten Server für Startups
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Welches Betriebssystem und welche Technik für welchen Server?

Bei der Wahl des Servers ist auch darauf zu achten, welches Betriebssystem er unterstützt. Hier sind meist Windows von Microsoft und Linux im Einsatz. Linux hat sich besonders bei Content-Management-Systeme für Webseiten profiliert, während Windows sehr stark im Kommunikationsumfeld ist und natürlich in der Kompatibilität mit Microsoft-Programmen.

Bei der Technik ist auf die Anzahl der Prozessorkerne, Größe des Arbeitsspeichers, vorhandene Festplattenkapazität und Typ des Festplattenspeichers zu achten. Der Prozessor oder auch CPU (Central Processing Unit) genannt ist das schlagende Organ jedes Servers. Je höher die Anzahl der Prozessorkerne, desto mehr Anwendungen kann der Server parallel ausführen.

Die Größe des Arbeitsspeichers ist daher relevant, da der Server auf diese Daten viel schneller zugreifen kann, als auf die von einem externen Festplattenspeicher. Beispielsweise verlieren Kunden schnell die Geduld, wenn die Artikel zu langsam laden und brechen den Bestellvorgang ab. Dies wäre gerade bei Black-Friday-Sales und ähnlichen Aktionen fatal.

Bei der Festplatte kann man wählen zwischen HDD-Festplatten (Hard Disk Drives) und SSD-Festplatten (Solid State Drives). HDD-Festplatten sind günstiger und bieten eine höhere Speicherkapazität, SSD-Festplatten bieten eine höhere Geschwindigkeit und verlässlichere Performance. Eine Kombination von SSD- und HDD-Festplatten ist ebenfalls möglich, indem man nicht so oft benötigte Daten auf die HDD-Festplatte schiebt und den Rest auf SSD-Festplatten. 

Verbindet man mehrere Festplatten (HDD und/oder SSD) miteinander zu einem RAID-System (Redundant Array of Independent Disks) steuert der RAID-Controller die Daten, die oft mehrfach auf unterschiedlichen physikalischen Festplatten gespeichert sind und somit auch bei Ausfall einer Festplatte weiterhin ohne Störung zur Verfügung stehen können.

Die Laufzeit und der Standort des Vertrags

Wie bei jedem Vertragsabschluss ist auch beim Server-Vertrag auf die Laufzeitbindung zu achten. Wenn man nicht zufrieden ist, kann ein vorzeitiger Wechsel zur unnötig teuren Doppelzahlung führen. Der Standort des Servers spielt eine Rolle bei Schnelligkeit und Datenschutz. Man sollte sich über die Datenschutzvorgaben des Serverlandes informieren, sowie über dessen Internetfähigkeit. Seit der Einführung der neuen Datenschutzgrundverordnung ist jeder, der personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeitet, dazu verpflichtet, die Datenschutz-Vorgaben einzuhalten.

Unterschiedliche Server-Anbieter im Vergleich

Eine tolle Übersicht über die unterschiedlichen Server mit ihren Leistungen und Preisen erhält man zum Beispiel auf folgenden Vergleichsportalen:

Experte.de

Hosttest.de

Serververgleich.com

Serveranbieter.net

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