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Der Sommer kann kommen, die Menschen wollen raus und das Wetter spielt wieder mit für Außenaktivitäten. Auch wenn Festivals in weiter Ferne sind und ausgiebige Gartenpartys noch nicht vorstellbar sind, gibt es dennoch Möglichkeiten das super Wetter zu genießen. Eine davon ist sich zu Hause oder irgendwo anders ein Plätzchen für die Hängematte zu suchen und sich zu entspannen. Perfekt geeignet ist dafür z.B. die Hängematte HÄNG von dem deutschen Startup WE HÄNG. Nicht ganz günstig in der Anschaffung, aber dafür starke Qualität! Zudem agiert WE HÄNG sehr nachhaltig und legt dies auch transparent dar. Die Gründerfreunde haben sich mit Tobias Tullius, Gründer von WE HÄNG, im Podcast unterhalten und viele interessante Punkte wie z.B. komplettes Remote-Arbeiten und wie es ist die meisten Angestellten nur Online zu kennen.

Du wolltest nur kurz ein paar Punkte aus dem Gespräch aufschnappen und hast keine Zeit den Gründerfreunde-Podcast beim Autofahren oder kochen zu hören? Dann haben wir hier die gekürzte Version für dich schriftlich.

Tobias Tullius vom Startup HÄNG im Interview

Hey Tobias, schönes das du dir für die Gründerfreunde Zeit genommen hast. Stell dich und HÄNG doch bitte erstmal vor.

Gestatten HÄNG. Uns gibt es jetzt seit knapp sieben Jahren und ich habe das Startup damals noch im Studium gegründet. 2017 ist dann mein Mitgründer Vincent mit an Bord gekommen.

Inzwischen sind wir ein kleines Team und was wir uns als Startup auf die Fahne geschrieben haben ist im Grunde, dass wir mit Geschichten, Produkten und Taten jeden dazu ermutigen wollen mehr Zeit draußen zu verbringen und zu erleben. Angefangen hat das ganze mit einer ultraleichten Hängematte, die sehr kompakt ist. Bestehen tut sie aus Fallschirmseide und ist daher auch ziemlich resistent gegen Schmutz und hält eine Menge aus. Die Hängematte heißt übrigens HÄNG.

Unsere Produktpalette ist mittlerweile aber gewachsen und wir bieten eine ultraleichte Campingdecke namens DÄCKE an. Diese ist mit Kunstdaunen gefüllt, ebenfalls ultraleicht. Als Letztes haben wir noch einen Rucksack, unseren BÄG, der wasserfest ist und in den eigentlich alles reinpasst, was man für einen kurzen Trip benötigt. Man ist also bestens gewappnet, um ein kleines Abenteuer zu erleben.

Woher kommt die Idee eine ultraleichte Hängematte zu entwickeln? War die Idee Anregung aus dem Umfeld oder habt ihr persönlichen Hintergrund für die Idee?

Ich war früher relativ viel wandern, beziehungsweise gehe ich immer noch gerne wandern. Irgendwann bin ich dann auf den Fernwander-Trip gekommen und damit auch auf die ultraleicht-Schiene. Das heißt, man ersetzt langsam jeden Gegenstand in seinem Rucksack gegen etwas Leichteres. Das ganze kann man ziemlich extrem betreiben und so bin ich letzten Endes auch auf die ultraleichte Hängematte gekommen, die mein Zelt ersetzt hat. 

Wie lief der Prozess bei euch ab? Ihr habt eure Prototypen schließlich selber genäht und entworfen.

Ziemlich rudimentär. Wir haben am Anfang Tischtücher aus Baumwolle genommen und verschiedene Knotentechniken ausprobiert, dann haben wir gelesen wie man die Stoffbahnen aneinander nähen kann und haben das ausprobiert. Wir haben Stunden und Monate mit Nähereien telefoniert, Freunde mit Nähmaschinen eingespannt und sind auf Herstellersuche gegangen. Der ganze Prozess hat ungefähr ein Jahr gedauert bis wir zu dem ungefähren Produkt gekommen sind, welches wir heute verkaufen.

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Du hast im Vorgespräch erwähnt, das ihr die Arbeitsstelle schaffen wollt, die ihr euch immer vorgestellt habt. Wie sieht das in der Praxis genau aus?

Genau, das ist quasi unsere zweite Mission im Hintergrund. Wir haben uns fest vorgenommen, dass wir die Arbeitsstelle schaffen wollen, die wir uns selber im gewünscht haben. Das heißt jeder Mitarbeiter im Team kann egal wann, egal wie und egal von wo arbeiten. Seit sieben Jahren sind wir schon Remote unterwegs oder im Home-Office. Grob haben wir Mitarbeiter in 7 verschiedenen Städten und die meisten haben wir persönlich noch nie getroffen.

Das Startup hast du im Studium gegründet. Ist das Startup seit diesem Tag komplett eigenfinanziert oder konntet ihr irgendwann Investoren mit an Bord holen?

Ich wünschte es wäre richtiges gründen gewesen, aber eigentlich bin ich da nur so reingerutscht, als ich immer mehr Hängematten für den persönlichen Freundeskreis und dann für Freundes Freunde produziert habe. Dann waren es plötzlich zu viele Hängematten, wir haben einen Onlineshop aufgesetzt und plötzlich waren wir mittendrin. 

Mit den Erlösen aus den ersten Verkäufen haben wir die nächste Charge angefertigt und so weiter. Wir sind also ohne Investoren und bis heute komplett bootstrapped.

Die größte Challenge dabei war eigentlich, dass Warenhandel unglaublich Kapitalintensiv ist um wirklich starten zu können. Man muss schon sehr genau alles durchrechnen und kalkulieren.

Thema Nachhaltigkeit wird heutzutage ja großgeschrieben. Wie setzt ihr das mit eurem Startup um oder wie interpretiert ihr Nachhaltigkeit?

Zum einen nutzen wir Stoffreste bei der Produktion um z.B. die Riemen an unserem Rucksack zu verstärken. Das sind so Kleinigkeiten mit denen man die Ressourcen optimiert und die Qualität der Verarbeitung steigern kann. Du fragst vermutlich auch wegen der Bäume, was wir auf unserer Website stehen haben.

Wir pflanzen pro verkauftem Produkt 2 Bäume und mit jeder Bewertung noch einen zusätzlichen. Wir kooperieren hier mit unserem Partner Eden Reforestation Projects.

Das Thema Nachhaltigkeit finde ich persönlich aber ziemlich schwierig. Grundsätzlich machen das ja alle, aber es ist immer sehr schwierig hinter die Kulissen zu gucken. Von außen ist es immer sehr schwierig zu beurteilen, ob ein Unternehmen wirklich nachhaltig agiert oder es nur nach außen hin so wirken möchte.

Zum Ende kommt natürlich die allseits beliebte Frage, wie in jeder Podcastfolge, welche Tipps ihr für andere Gründer*innen oder auch angehende Gründer*innen habt.

Einfach machen, also wirklich einfach machen. Hätte ich vorher gewusst was alles auf einen zu kommt hätte ich es mir vermutlich überlegt, aber so war ich mittendrin und dann aufhören ist auch blöd. Ich habe mal den schönen Satz gehört, dass das Unternehmertum einfach eine Ansammlung von Problemen ist. Heißt im Klartext, wenn du ein Problem gelöst hast, dann kommt direkt das nächste. Einfach akzeptieren und sich damit abfinden, dass man einen Weg gewählt hat der von Problemen die gelöst werden müssen gepflastert ist.

Vielen Dank Tobi von HÄNG

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