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Anlässlich der Umfrage unter allen ehemaligen TeilnehmerInnen in DHDL für den Höhle der Löwen Monitor 2020 versprachen wir unter allen Startups eine exklusive Berichterstattung. 

Die Entscheidung fiel uns nicht leicht – jede Story hat ihren ganz eigenen Charme, und für die spannenden Perspektiven, in die uns die Gründerinnen und Gründer einen Einblick gewährten, sind wir sehr dankbar. 

Ohnehin sind alle Berichte, möglichst ungekürzt, in den staffelweisen Artikeln veröffentlicht – eine Übersicht ist ganz am Ende dieses Beitrags zu sehen, schaue also unbedingt vorbei, wenn du mal hinter die Kulissen schauen möchtest!

Letztlich entschieden wir uns für Wheelblades. Der Gründer Patrick Mayer hat uns mit seinem spannenden Bericht, seiner inspirierenden Geschichte und mitreißenden Vision sehr überzeugt.

Durch einen Unfall im Jahr 2000 wurde der leidenschaftliche Outdoorsportler querschnittgelähmt – Gehhilfen und Rollstuhl sollten seitdem seine Beine ersetzen. Bald schon erkannte Patrick die Einschränkungen und Probleme gehbehinderter Menschen – so formte sich seine Idee für die Produkte, die er mittlerweile u.a. auf seinem Onlineshop vertreibt.

Das Startup entstand nicht aus dem Wunsch heraus, einfach Gewinn zu erzielen, sondern vielmehr aus der Notwendigkeit, Barrieren zu überwinden, die der Gründer bis dato noch nicht kannte. 

Er sucht Innovationen, um körperlich eingeschränkten Personen maximale Flexibilität und Mobilität auf jedem Untergrund, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit zu ermöglichen. Dabei erprobt er seine Erfindungen als leidenschaftlicher Wintersportler, Landschaftsfotograf und Familienvater am eigenen Leib.

Auch wenn in der Höhle der Löwen kein Deal zustande kam, war der Auftritt in der Show für Patrick ein voller Erfolg.

Sein Versicherungspartner Allianz unterstützte ihn mit einer Kampagne, wodurch sein Startup mit einem Auftrag einen Umsatz von 76.000€ generieren konnte.

Allerdings sah es anschließend eher mau aus.

“Leider ist der Winter nicht so schneereich verlaufen, wie ich mir das erhofft hätte und so bin ich leider immer noch nicht in den schwarzen Zahlen. Zu groß waren die Investitionen, um für die Show optimal vorbereitet zu sein”, bedauert er. Trotzdem sieht er es positiv: Immerhin habe er nun Material für zwei Jahre im Lager und rechnet spätestens bis Ende des Jahres mit Gewinn. 

Löwe Nils Glagau und Gründer Patrick Mayer

Seine Vision wird auch von einem Löwen unterstützt! Beim Vertrieb des SafetyFoot über Apotheken, Ärzte und Orthopäden greift Nils Glagau unter die Arme. “Wie es das Schicksal wollte, ist mir Nils auf der Rehacare in Düsseldorf über den Weg gelaufen”, erzählt Patrick begeistert. “Ich bekomme jetzt von seinem gesamten Vertriebsteam Unterstützung. 

Und das ohne jegliche finanzielle Beteiligungen. Sowohl Nils als auch mir geht es in erster Linie darum, Menschen im Leben weiterzubringen und Barrieren abzubauen.”

Speziell der SafetyFoot konnte durch die Ausstrahlung auf VOX besonders profitieren. Über 6 Wochen lang streckten sich die Verkaufszahlen auf 108 Stück pro Woche. “Für den Rehamarkt ist das schon ordentlich”, betont Patrick.

Der SafetyFoot gibt besseren Halt in allen Situationen

Weniger spektakulär verlief die Entwicklung des Wheelblades XL. Hier herrscht jedoch auch keine Flaute: Der Gründer dehnte sein Vertriebsnetz auf Skandinavien aus und verkauft mittlerweile über große Partner wie Jollyroom und Nordic Cab.

Die Wheelblades ermöglichen Rollstuhlfahrern Touren über Schnee und Eis!

Patrick hat harte Arbeit hinter sich und schaut positiv auf den Weg, der vor seinem Startup liegt: “Ich habe mir in 10 Jahren eine extrem solide Grundlage erarbeitet und freu mich jetzt auf weiteres Wachstum in der Zukunft!”

Sein Geschäftsmodell möchte er weiterhin so beibehalten, wie es ist. Er setzt stark auf langfristiges Wachstum sowie langfristige Partnerschaften. Diese Methode passt besser zur Marke Wheelblades und zu Patrick selbst als der Botschafter seiner Vision.

Den Startups im Jahr 2020 möchte er mitgeben: “Es muss eine Vision geben, die euch antreibt und erfüllt.” Gründerinnen und Gründer sollen sich zu 100% dem verschreiben, was sie machen – oder es sein lassen. Klein anzufangen sei der richtige Ausgangspunkt, sowie sich für keine Arbeit zu schade zu sein. Auch finanzielle und zeitliche Puffer einzuplanen ist aus Patricks Sicht sehr wichtig. “Beratet euch mit Freunden und Ratgebern, die euer Projekt ehrlich und wohlwollend begleiten”, rät er. Trotzdem solle man sich nicht von Versprechungen wie “Ich mach Dich ganz groß!” blenden lassen.

“Bei meinem Startup geht es tatsächlich ausschließlich darum, Barrieren für gehbehinderte Menschen abzubauen. In diesem Zusammenhang liegen mir vor allem Kinder am Herzen. Sie haben durch die Behinderung von Beginn weg schwierigere Ausgangsbedingungen und es fehlt ihnen an Vorbildern”, erklärt Patrick. 

Er möchte ihnen zeigen, dass man auch im Rollstuhl etwas auf die Beine stellen und cool sein kann, wie er beispielsweise auch in einem Interview bei Redbull berichtet.

Wir wünschen Patrick mit seinem Startup alles Gute und sind gespannt auf die weitere Entwicklung!

Nicht vergessen: Heute Abend startet die erste Folge der siebten Staffel der Höhle der Löwen. Wenn du auf dem neusten Stand sein willst, wirf einen Blick auf unseren DHDL Monitor Staffel 1-6 sowie für die erste, zweite, dritte, vierte, fünfte und sechste Staffel. Viel Spaß!

Bei Fragen, Rückmeldungen oder Feedback melde Dich gerne an [email protected]!

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