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Jede*r Gründer*in kommt im Laufe des Gründungsprozesses mit Investoren in Verbindung, da alle Unternehmer*innen früher oder später auf Venture-Capital angewiesen sind. Um einen Investor zu gewinnen ist es von essenzieller Bedeutung die Fähigkeit zu besitzen, seine Idee/sein Projekt richtig zu pitchen – Denn ein Unternehmen braucht schließlich Kapital um zu wachsen. Wie das sogenannte „Pitch-Deck“ richtig aufgebaut ist, welche Informationen es grundlegend beinhalten sollte und worauf Ihr im persönlichen Pitch selbst achten solltet, lernt Ihr hier. 

Das Pitch-Deck – Was ist das eigentlich? 

Investoren bekommen viele Anfragen und müssen unter zahlreichen Gründer*innen das Projekt auswählen, in welches es sich lohnt zu investieren. Dafür benötigen sie zahlreiche, grundlegende Informationen, um einschätzen zu können, ob die Idee Hand und Fuß hat und das Risiko einer Investition wert ist. Die Bewerber*innen sollten demnach alle wesentlichen Informationen kurz und einfach erklärt erläutern, um dem Investoren einen Überblick rundherum um ihre Geschäftsidee zu verschaffen. So kann der Investor entscheiden, ob die Projekt-Idee auch wirklich Hand und Fuß hat, erfolgversprechend und innovativ ist und am wichtigsten: Eine Chance hat sich auf dem Markt zu profilieren. Sicher ein Businessplan ist ebenfalls ein Muss, doch die meisten Investoren haben nicht die Zeit sich jeden Businessplan einzeln und im Detail durchzulesen. Ein Pitch-Deck, bestehend aus wenigen Präsentationsfolien, gibt die wichtigsten Inhalte des Projekts so dar, dass der Kapitalgeber ohne Weiteres erwägen kann, ob sich das Risiko einer Investition lohnt und das Potenzial realistisch gesehen Chancen zur Markteroberung bürgt. Die Gründer*innen schicken das Pitch-Deck meist per E-Mail an die Kapitalgeber (Agenturen). Der Businessplan selbst kommt in den meisten Fällen erst in den weiteren Schritten der Gründung ins Spiel. 

Das Pitch-Deck – Der richtige Aufbau.

Grundlegend ist zu beachten, dass das Pitch-Deck, wie bereits erwähnt, zunächst digital an den Kapitalgeber gesandt wird, in Form einer Powerpoint (Windows) oder Keynote (Apple) Präsentation, jedoch grundlegend im PDF Format, sodass sie unabhängig vom Programm geöffnet werden kann. In diesem Pitch-Deck sollen alle wichtigen Informationen der Geschäftsidee kurz und einleuchtend erklärt sein. Der Umfang der Präsentation sollte sich zwischen 10 und 12 Folien betragen, jedoch nicht über 15 Seiten hinaus gehen, denn zu lang sollte das Pitch-Deck nicht sein. Ebenfalls ist darauf zu achten, die jeweiligen Seiten der Präsentation zu textlastig zu gestalten, sondern ebenfalls mit Grafiken und Statistiken zu arbeiten, da diese schnell und einfach die Kerninformationen weiter geben. Im Großen und Ganzen hat sich die folgende Gliederung eines Pitch-Decks einheitlich herauskristallisiert: 

Pch.vector – Freepik.com
  1. Folie 1 – Einleitung: In der Einleitung werden das Startup und der Anlass der Präsentation kurz und knapp in wenigen Worten erläutert. 
  2. Folie 2 – Das Team: Auf der zweiten Folie wird das Team, in der zu dem Zeitpunkt existierenden Größe, vorgestellt. Hier wird auf die wichtigsten Teammitglieder, deren Erfahrungen, Know-How, Qualitäten /Fähigkeiten und deren Rolle im Unternehmen hingewiesen. 
  3. Folie 3 – Das vorhandene Problem: Jede*r kennt den Satz: Willst Du ein Problem lösen, dann gründe ein Startup. Um diesen Satz geht es in der dritten Folie. Hier wird das Problem erläutert, welches Euer Startup gedenkt zu lösen. Arbeitet heraus: Ist es wirklich ein legitimes Problem? Wenn ja, warum? Erläutert es kurz für die Investoren. 
  4. Folie 4 – Die Lösung: Jetzt wird die Lösung vorgestellt. Wie wird das vorgestellte Problem gelöst?
  5. Folie 5 – Das Produkt: In Folie fünf wird das Produkt/die Dienstleistung, durch welche die Lösung herbeigeführt wird, vorgestellt. Es werden Details zu den wichtigsten Funktionen erläutert, ein/e Prototyp/Demo wird mittels Video/Bild/Webseite oder Software dargestellt. 
  6. Folie 6 – Der Markt: Folie sechs geht auf den Markt selbst ein. Was ist die Zielgruppe? Wie sieht es mit Angebot und Nachfrage aus? Ist der Markt eventuell schon gesättigt in diesem Bereich? Wie groß ist der Markt für diese Geschäftsidee realistisch gesehen? Hier ist eine gute Stelle um die Zahlen und Fakten mit Grafiken und Analysen zu veranschaulichen. 
  7. Folie 7 – Das Alleinstellungsmerkmal: Nun geht es darum, was das Startup und sein Angebot von der breiten Masse abhebt. Es sollte ein deutliches Alleinstellungsmerkmal mit Mehrwert für den Kunden dargestellt werden. 
  8. Folie 8 – Der Wettbewerb: Wo liegt die größte Konkurrenz? Listet die größten Mitstreiter in Eurem Wettbewerb auf und beschreibt die Unterscheidungsmerkmale. Hier ist viel Recherche gefragt, die sich jedoch auszahlt. Auf diese Folie sollte auf keinen Fall verzichtet werden, denn kein Investor akzeptiert die Antwort: Es gibt keine Konkurrenz in unserem Bereich. Konkurrenz gibt es immer. 
  9. Folie 9 – Das Proof of Concept: Folie neun präsentiert den Machbarkeitsnachweis Eures Geschäftsmodells. Ebenfalls eine zwingende Voraussetzung im Pitch-Deck. Zeigt, dass Eure Idee Hand und Fuß hat und Euer Konzept tragbar ist z.B. anhand von ersten Umsätzen, Nutzern etc. 
  10. Folie 10 – Geschäftsmodell: Ohne ein Geschäftsmodell generiert sich auch kein Umsatz. Folie zehn ist eine der wichtigsten Folien. Hier stellt Ihr einfach und verständlich dar, wie und ab wann Umsätze erreicht werden. Präsentiert mehrere Ideen für Einnahmequellen, um das Risiko gering zu halten. Konzentriert Euch dabei jedoch weiterhin auf das Wesentliche. 
  11. Folie 11 Finanzierungsbedarf und Verwendung: Der Kapitalgeber muss wissen, wie viel Kapital benötigt wird, denn sonst kann er schließlich kein Kapital zur Verfügung stellen. Nennt also in einer klaren Zahl das benötigte Kapital, wofür dieses eingesetzt werden und was damit erreicht werden soll. 

All diese Folien dürfen in keinem Pitch-Deck fehlen. Ein Deck- und Kontaktblatt sind selbstverständlich ebenfalls mit von der Partie. Außerdem kann es nicht Schaden Informationen zum Marketing, der vorgesehenen Strategie und einen langfristigen Geschäftsplan bereitzuhaben, da manche Investoren ebenfalls auf diese Informationen zählen. 

Fehler, die Ihr meiden solltet. 

Ihr solltet es vermeiden zu viele Stichpunkte auf die Präsentationsfolien zu hauen und das Design sollte mit eurer Marke übereinstimmen. Das Auge „isst“ bekanntlich mit und der erste Eindruck bleibt meist hängen. Ebenfalls ist Unübersichtlichkeit ungern gesehen, genauso wie schlechte Lesbarkeit. Eine angebrachte Schriftgröße ist daher essenziell. Generell gilt: Seid einheitlich, aber beeindruckender als der Standard. Stimmigkeit und Authentizität mit dem Projekt sind von größter Wichtigkeit.

Tipps für das Pitchen in Person.

Nachdem digitalen Versand kommt im Idealfall das Pitchen in Person. Hier kann es zum Einzelgespräch oder Elevator Pitch kommen. Dabei spielt die Art und Weise der Präsentation eine grundlegende Rolle. Wie sprecht Ihr? Wie ist Eure Haltung, Ausstrahlung, Euer Charisma und Eure investierten Höflichkeitsformen? Tretet mit Selbstbewusstsein auf und trainiert Eure Rhetorik. Das ist bereits die halbe Miete. Generell gilt: Erzählt die Geschichte hinter Eurem Startup. Fangt Eure Zuhörer ein und überzeugt sie von Eurer Idee. Vorbereitet aufzutauchen ist selbstverständlich, erwähne ich jedoch erneut zusätzlich, da es eine der Grundlagen eines jeden Pitches ist. Habt auf jede mögliche Frage eine Antwort. Zu guter Letzt: Habt Glaube an Euch selbst und Eure Geschäftsidee. Geht mit Selbstbewusstsein an die Sache ran. Dann seid Ihr der Wahrscheinlichkeit, dass Euer Traum von Eurer Geschäftsidee Wirklichkeit wird einen Schritt näher gekommen. 

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