Der Klima-Wandel schreitet weiter voran. Freitags, in Berlin, drehen Klima-Demonstrant*innen friedlich, aber nachdrücklich, ihre Runden und versuchen auf den scheinbar unaufhaltbaren Klima-Wandel aufmerksam zu machen. Auch in der Startup-Szene wächst die Aufmerksamkeit für dieses Thema. Immer mehr Recycling-Startups öffnen ihre Türen und versuchen auf die Relevanz des Klimaschutzes aufmerksam zu machen. Dementsprechend findet ihr hier die Top 5 Recycling-Startups in Deutschland. 

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Die besten 5 Recycling-Startups in Deutschland

Saperatec

Gründer: Sebastian Kernbaum 

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Das Recycling-Startup Saperatec ist darauf spezialisiert, eine Technologie zu entwickeln, durch die sich laminierte Verpackungsmaterialien leichter trennen lassen. Die Gründungs-Idee entstand durch das Bewusstsein, dass viele Verpackungsmaterialien nicht recycelt werden können, da sie gemischte Materialien enthalten. Unter diese Kategorie fallen zum Beispiel Suppenkartons oder Kombinationsmaterialien, die sowohl Karton, als auch Aluminium enthalten. Das Unternehmen wurde 2010 von Sebastian Kernbaum in Bielefeld, NRW, gegründet und verfügt nun in Bielefeld über diverse Produktionsanlagen, die auf die Trennung von Klebstoffen und Beschichtungen spezialisiert sind. Darüber hinaus werden die Anlagen durch ein Labor zur Forschung und Entwicklung neuer, innovativer Technologien unterstützt. 

Bio-Lutions

Gründer: Eduardo Gordillo, Olaf Oldigs & Stefan Dricks

Eduardo Gordillo, der Gründer von Bio-Lutions gründete das zweite Recycling-Startup auf unserer Liste, ursprünglich als Passion-Project, um den exzessiven Gebrauch an Plastik in unserer Gesellschaft zu reduzieren. Die Mission des Startups sieht also wie folgt aus: Durch fortschrittliche Technologien werden durch Bio-Lutions täglich nachhaltige Verpackungs- und Einweggeschirrlösungen geboten, die komplett aus landwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt werden. Das Unternehmen wurde 2017 von Eduardo Gordillo, Olaf Oldigs und Stefan Dricks in Hamburg gegründet, befindet sich in der Series-A-Finanzierungsrunde und verfügt aktuell über 11-50 Mitarbeiter*innen. Bisher erhielt das Unternehmen ein Funding über 10 Millionen Euro, durch unter anderem durch Investoren wie KFW DEG und Delivery Hero. 

Made of Air

Gründer: Allison Dring, Daniel Schwaag & Kasia Zalewska

Das Recycling-Startup Made of Air ist ein Unternehmen für Kohlenstoff-negative Materialien. Dahinter steckt folgendes: Innovative Technologien des Unternehmens nehmen geringwertige Holzabfälle und verwandeln diese in qualitativ hochwertige, kohlenstoffnegative Thermoplaste. Die so hergestellten Thermoplaste können daraufhin mit allen herkömmlichen Wärmeformverfahren geformt und von diversen Anwendungen eingesetzt werden. Die so hergestellten Waren werden auf diese Weise zu technischen Kohlenstoffsenken. Made of Air hat seinen Hauptsitz in Berlin und wurde 2016 von Allison Dring, Daniel Schwaag und Kasia Zalewska gegründet. Bis jetzt hat sich das Startup in der Seed-Finanzierungsrunde befunden und wurde insgesamt mit etwa 5 Millionen Euro durch diverse Investoren, wie EQT und Aksel Lund Svindal, unterstützt. 

I:CO

Gründer: Paul Doertenbach

I:Collect, oder auch kurz I:CO genannt, ist ein globaler Dienstleister für Instore-Sammlung, Wiederverwendung und Recycling von gebrauchten Textil- und Schuh-Waren. Das globale Take-back-System des Unternehmens bietet eine innovative Alternative zu bisherigen Recycling-Lösungen und Sammelkonzepten. Das Prinzip soll dabei so einfach wie möglich gehalten werden: Modehersteller*innen und Modehändler*innen können in ihren Geschäften abgegebene Textil- und Schuh-Waren sammeln, und an I:CO abgeben. I:CO ist für die Planung der Logistik verantwortlich und kategorisiert die Ware nach unterschiedlichen Kreisläufen. 

PreZero

Gründer: Thomas Kyriakis

Der Umweltdienstleister Prezero Stiftung & Co. KG ist spezifisch in der Abfallwirtschaft aktiv. Besonders die Bereiche Duales System, Entsorgung, Recycling und Verwertung treffen auf dieses Unternehmen zu. Bekannte Kooperationen des Unternehmens sind unter anderem die Partnerschaft mit der Handelsgruppe Schwarz (Kaufland, Lidl etc.). „Null Abfall, 100 Prozent Wertstoff“. Damit wirbt das Unternehmen auf seiner Homepage. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass die Mission des Unternehmens die Verpflichtung einer Idee sei: „Den Verbrauch der natürlichen Ressourcen zu verrüngern, Abfalls zu vermeiden und die Zukunft mit nachhaltigen und effizienten Lösungen zu gestalten“. 

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