Inhalt dieses Artikels
Viele Bewerbungen scheitern, bevor ein Mensch sie liest. Bewerbermanagementsysteme sortieren Unterlagen nach Stichworten und Aufbau vor, und wer dort nicht passt, fliegt still heraus. JACVault aus Berlin setzt genau an dieser Stelle an. Die KI-Plattform baut aus einem einmal angelegten Profil und einer konkreten Stellenanzeige einen zugeschnittenen Lebenslauf samt Anschreiben, lässt das Ergebnis von einem zweiten Modell prüfen und trainiert danach mit simulierten Vorstellungsgesprächen. Gründer Alexander Vitanyi hat uns JACVault über unser Formular Melde dein Startup vorgestellt.
Was ist JACVault?
JACVault ist eine Bewerbungsplattform mit künstlicher Intelligenz, gebaut für den deutschen Arbeitsmarkt. Nutzer legen einmal ihr Profil an oder importieren ihren bisherigen Lebenslauf. Für jede Stelle, auf die sie sich bewerben wollen, erfassen sie die Anzeige. Daraus erzeugt die Plattform Lebenslauf und Anschreiben, die zur Position passen, von Bewerbermanagementsystemen gelesen werden können und den Gepflogenheiten im deutschsprachigen Raum folgen.
Das Besondere nach Angaben des Gründers: Ein zweites, unabhängiges Modell bewertet das Ergebnis und macht jede Änderung nachvollziehbar. Nutzer sehen also nicht nur einen neuen Text, sondern auch, warum eine Formulierung geändert wurde. Die Verarbeitung läuft nach Angabe von jacvault.de ausschließlich in der EU.
Wer steckt hinter JACVault?
Hinter JACVault steht Alexander Vitanyi, Diplom-Informatiker aus Berlin. Er arbeitet nach eigenen Worten seit mehr als 15 Jahren eng mit Personalabteilungen zusammen und saß oft genug selbst auf der anderen Seite des Tisches. Der Anlass für die Gründung war ein Widerspruch, den er im Alltag erlebt hat: Unternehmen erwarten für jede Stelle eine zugeschnittene Bewerbung, aber ihre Systeme sortieren passende Leute aus, bevor jemand sie gesehen hat.
Laut Impressum betreibt Vitanyi JACVault als Einzelunternehmer in Berlin-Friedrichshain, gestartet ist die Plattform 2026. Für einen Softwaredienst mit Abomodell ist das ein schlanker Anfang, der sich später in eine Gesellschaft überführen lässt. Wie der Start ohne Gesellschaft funktioniert, erklären wir im Ratgeber Einzelunternehmen gründen. Parallel gibt es mit jacvault.com einen Ableger für Bewerbungen in den USA.
Was JACVault nach dem Absenden der Bewerbung macht
Die meisten Bewerbungswerkzeuge hören auf, sobald das Dokument fertig ist. JACVault geht weiter und begleitet auch die Zeit danach. Der Gründer beschreibt drei Bausteine.
Das erste ist ein Trainingsdossier mit realistischen Interviewfragen, die aus den eigenen Unterlagen abgeleitet sind. Wer eine Lücke im Lebenslauf hat, bekommt also genau die Frage, die im Gespräch kommen wird. Das zweite ist eine Trainingssimulation in vier Runden mit je eigener Rolle: Telefoninterview, Gespräch mit der Personalabteilung, Fachgespräch und Gehaltsverhandlung, jeweils in drei Schwierigkeitsgraden, mit Auswertung und einer Gehaltsempfehlung. Das dritte ist ein Bewerbungstracker, der jede Bewerbung durch vier Phasen führt, Interviewrunden festhält und nach 14 Tagen an das Nachfassen erinnert.

Was kostet JACVault?
Der Einstieg ist kostenlos und ohne Kreditkarte möglich, die erste vollständige Bewerbung geht auf das Startup. Danach gibt es drei Abos, die monatlich abgerechnet werden. Die Übersicht steht auf der Startseite von JACVault.
| Tarif | Preis im Monat | Bewerbungen im Monat | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Free | kostenlos | 1 (einmalig) | zum Ausprobieren |
| Core | 39 Euro | 3 | Einstieg ins Abo |
| Professional | 69 Euro | 15 | Premium-Personalisierung, Prüfmodell mit Fit-Score |
| Power | 119 Euro | 30 | für intensive Bewerbungsphasen |
Nicht genutzte Bewerbungen lassen sich in den höheren Tarifen in den Folgemonat mitnehmen. Für jemanden, der sich gezielt auf wenige Stellen bewirbt, reicht der kleinste Tarif. Wer in einer aktiven Suchphase zwei bis drei Bewerbungen pro Woche schreibt, landet eher beim mittleren.
Warum das Thema auch Gründer betrifft
Auf den ersten Blick ist JACVault ein Werkzeug für Bewerber. Für Gründer ist die Plattform aber aus zwei Gründen interessant. Erstens zeigt sie, wie Bewerbungen heute gebaut werden. Wer im eigenen Startup Leute einstellt, bekommt zunehmend Unterlagen, die mit KI auf die Anzeige zugeschnitten sind. Umso wichtiger ist eine Stellenanzeige, die ehrlich beschreibt, was die Rolle verlangt. Zweitens gehört der Einsatz von KI bei der Personalauswahl nach der europäischen KI-Verordnung zu den Hochrisikobereichen. Das trifft vor allem Arbeitgeber, die solche Systeme zum Aussortieren einsetzen, und zeigt, wie sensibel das Feld ist.
Wer gerade das erste Teammitglied sucht, findet bei uns die Grundlagen zur Betriebsnummer und zur Suche nach Fachkräften aus dem Ausland.
Unsere Einschätzung
Bewerbungshelfer mit KI gibt es inzwischen viele. JACVault hebt sich an drei Stellen ab: durch das zweite Modell, das die eigene Arbeit prüft und Änderungen begründet, durch die ausdrückliche Ausrichtung auf deutsche Gepflogenheiten und durch den Teil nach dem Absenden, vom Interviewtraining bis zur Erinnerung ans Nachfassen. Dass ein Gründer mit langer Nähe zur Personalarbeit dahintersteht, merkt man an Details wie der Gehaltsverhandlung als eigener Trainingsrunde.
Die Herausforderung liegt im Wettbewerb. Große Jobportale und allgemeine Sprachmodelle bieten ähnliche Funktionen oft kostenlos an. Ein kleines Startup muss deshalb zeigen, dass seine Bewerbungen messbar häufiger zu Gesprächen führen. Gelingt das, ist der Preis von 39 Euro im Monat für eine Bewerbungsphase gut zu rechtfertigen. Ein kurzes Video zeigt die Plattform in Aktion: JACVault in der Kurzvorstellung.
Häufige Fragen zu JACVault
Ist JACVault kostenlos?
Die erste vollständige Bewerbung ist kostenlos und ohne Kreditkarte möglich. Danach kosten die Abos 39, 69 oder 119 Euro im Monat.
Was ist ein ATS?
ATS steht für Applicant Tracking System, auf Deutsch Bewerbermanagementsystem. Viele Unternehmen lassen Bewerbungen dort einlesen und vorsortieren, bevor ein Mensch sie ansieht.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Nach Angaben des Anbieters ausschließlich in der EU.
Wer hat JACVault gegründet?
Alexander Vitanyi, Diplom-Informatiker aus Berlin, der die Plattform 2026 als Einzelunternehmer gestartet hat.
Wie kann ich mein Startup bei Gründerfreunde vorstellen?
Über unser Formular Melde dein Startup. Wir lesen jede Meldung und stellen regelmäßig junge Unternehmen vor.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen.



















