Absatzmarkt

Absatzmarkt, kurz erklärt: Der Markt, auf dem ein Unternehmen seine Produkte verkauft: alle möglichen Käufer mit Bedarf und Kaufkraft. Gegenstück ist der Beschaffungsmarkt.

Der Absatzmarkt ist der Markt, auf dem ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen verkauft, also die Gesamtheit der möglichen Käufer mit ihrem Bedarf und ihrer Kaufkraft. Das Gegenstück ist der Beschaffungsmarkt, auf dem das Unternehmen Waren, Material und Leistungen einkauft.

Was bedeutet Absatzmarkt?

Jedes Unternehmen steht zwischen zwei Märkten. Auf dem Beschaffungsmarkt ist es Käufer, auf dem Absatzmarkt Verkäufer. Wer gründet, muss den Absatzmarkt früh beschreiben können, denn von ihm hängt ab, wie viel sich überhaupt verkaufen lässt, zu welchem Preis und gegen welche Wettbewerber. Im Businessplan ist die Beschreibung des Absatzmarkts deshalb ein fester Bestandteil.

Den Absatzmarkt abgrenzen

Ein Absatzmarkt lässt sich nach vier Fragen eingrenzen. Sachlich: Welches Bedürfnis erfüllt das Produkt, und welche anderen Produkte erfüllen es auch? Räumlich: Verkauft das Unternehmen in einem Stadtteil, einer Region, in ganz Deutschland oder online in mehreren Ländern? Zeitlich: Gibt es Saisons oder einmalige Anlässe? Und nach Kundengruppen: Verkauft es an Privatleute oder an Unternehmen, also B2B oder B2C?

Die Kennzahlen des Absatzmarkts

Kennzahl Bedeutung Rechenbeispiel
Marktpotenzial Was der Markt höchstens aufnehmen könnte, wenn alle möglichen Käufer kaufen 400 Cafés einer Stadt mit je 6.000 Euro Kaffeebedarf im Jahr = 2,4 Millionen Euro
Marktvolumen Was alle Anbieter zusammen tatsächlich verkaufen 2 Millionen Euro Umsatz mit Röstkaffee an Cafés im Jahr
Absatzvolumen Was das eigene Unternehmen verkauft 100.000 Euro Umsatz der eigenen Rösterei
Marktanteil Eigener Absatz geteilt durch das Marktvolumen 100.000 durch 2 Millionen Euro = 5 Prozent

Die Zahlen im Beispiel sind ausgedacht und dienen nur der Rechnung. Für den eigenen Businessplan kommen sie aus Branchenstatistiken, Verbänden und eigener Befragung. Wie man das Marktvolumen in Stufen schätzt, erklärt unser Ratgeber Marktvolumen berechnen mit TAM, SAM und SOM.

Neue Absatzmärkte erschließen

Wächst ein Unternehmen, sucht es neue Absatzmärkte: eine neue Region, ein neues Land, eine neue Kundengruppe. Die Ansoff-Matrix nennt diesen Weg Marktentwicklung und ordnet ihn zwischen dem sicheren Ausbau im bestehenden Markt und der riskanten Diversifikation ein. Ob ein neuer Markt zum eigenen Unternehmen passt, prüft die SWOT-Analyse.

Häufige Fragen zum Absatzmarkt

Was ist der Unterschied zwischen Absatzmarkt und Beschaffungsmarkt?

Auf dem Absatzmarkt verkauft das Unternehmen seine Leistungen, auf dem Beschaffungsmarkt kauft es ein, was es dafür braucht, etwa Material, Waren oder Dienstleistungen.

Wie finde ich meinen Absatzmarkt?

Indem du beschreibst, wer dein Produkt kauft, wo diese Kunden sitzen, wann sie kaufen und welche Alternativen sie heute nutzen. Daraus lässt sich die Größe des Marktes schätzen.

Was ist ein gesättigter Absatzmarkt?

Ein Markt, in dem fast alle möglichen Käufer das Produkt schon haben. Das Marktvolumen liegt dann nahe am Marktpotenzial, und Wachstum gelingt fast nur, indem man Wettbewerbern Kunden abnimmt.

Transparenzhinweis: Dieser Eintrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Jede Angabe wurde vor der Veröffentlichung geprüft; die Zahlen im Rechenbeispiel sind bewusst ausgedacht. Er ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.