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Am 7. September 2026 standen Waldemar Zeiler und Kian Pariwar in der ersten Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen auf VOX. Die beiden Berliner stellten Ding Dong Ping Pong vor, automatisierte Tischtennis-Clubs, die rund um die Uhr geöffnet sind und per App gebucht werden. Sie forderten 500.000 Euro für 10 Prozent ihrer Firma. Das entspricht einer Bewertung von 5 Millionen Euro, und genau daran scheiterte der Abend.

Was ist Ding Dong Ping Pong?
Ding Dong Ping Pong vermietet Tischtennisplatten in Innenräumen, stundenweise und ohne Personal vor Ort. Wer spielen will, bucht einen Tisch in der App, bekommt Zugang und findet Schläger und Bälle bereits am Platz. Das Unternehmen nennt das ein Geschäftsmodell, das 24 Stunden am Tag läuft.
Die Ausstattung ist der Kern des Versprechens. Nach Angaben des Unternehmens stehen in den Clubs Wettkampftische des deutschen Herstellers DONIC auf Sportboden, jede Platte hat eigene Beleuchtung und einen Bildschirm. Ein Knopf unter dem Tisch zählt die Punkte. Ein zweiter Knopf schickt den Videomitschnitt des letzten Ballwechsels per Mail, die ersten zehn Replays sind kostenlos, danach kostet jeder 50 Cent. An einem Profitisch misst die Technik ESN Spinsight Geschwindigkeit und Drall jedes Balls.
Wer hat Ding Dong Ping Pong gegründet?
Hinter dem Unternehmen stehen Kian Pariwar und Waldemar Zeiler, nach eigener Darstellung seit über 20 Jahren befreundet und beide Vater. Laut Impressum firmiert der Club als Ding Dong Ping Pong GmbH mit Sitz in der Prenzlauer Allee 38 in Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 270898 B. Beide sind als Geschäftsführer eingetragen. Das Team bestand zum Zeitpunkt des Pitches aus drei Personen.
Zeiler ist in der Gründerszene kein Unbekannter. Er gehört zu den Gründern von Einhorn, dem Berliner Hersteller fair produzierter Kondome, und stand mit dieser Firma 2015 schon einmal in der Höhle. Auch damals bot er 10 Prozent, damals für 300.000 Euro. Kein Löwe machte ein Angebot. Einhorn wurde trotzdem groß, ohne Fernsehkapital.
Wie funktioniert ein Club ohne Personal?
Die Clubs liegen bewusst in Erdgeschossen mit großen Schaufenstern. Ein Algorithmus weist bei der Reservierung automatisch den besten freien Tisch zu. Wer eine bestimmte Platte will, zahlt einen Aufschlag. Coaching lässt sich dazubuchen, vom Anfängerniveau bis zur Bundesliga, und das Unternehmen vermittelt Firmenevents und Mitgliedschaften.
Das Wachstum soll über Partner laufen. Das Franchise-Modell heißt bei Ding Dong Ping Pong Friendchise: Lokale Betreiber führen eigene Standorte unter der Marke. Gegenüber StartupValley nannten die Gründer als Ziel rund zehn eigene Clubs in ein bis zwei Jahren und den Satz, Deutschland vertrage locker mindestens 100 Standorte.

Was kostet eine Stunde, und wo kann man spielen?
Eine Platte kostet je nach Uhrzeit und Tischart zwischen 16 und 25 Euro pro Stunde, und zwar für bis zu vier Spielerinnen und Spieler zusammen, nicht pro Kopf (Stand Oktober 2026). Buchen lässt sich in halben Stunden, der Einstieg liegt damit bei etwa 8 Euro. Schläger und Bälle sind in jeder Reservierung enthalten, eigene Ausrüstung braucht niemand. Die aktuellen Preise stehen auf der Seite des Clubs im Prenzlauer Berg.
Zum Vergleich: Geteilt durch vier Personen liegt eine Stunde bei 4 bis gut 6 Euro. Das ist weniger als eine Kinokarte und ungefähr so viel wie eine Bahn einer Bowlingbahn zur gleichen Zeit kostet. Teuer wird es für Paare, die zu zweit kommen, denn der Tischpreis bleibt gleich.
| Standort | Adresse | Status |
|---|---|---|
| Berlin Prenzlauer Berg | Prenzlauer Allee 38, 10405 Berlin | geöffnet |
| Essen | Innenstadt | geöffnet |
| Berlin Kulturbrauerei | Prenzlauer Berg | angekündigt |
Wie groß ist der Markt für Hallentischtennis?
Die Gründer rechnen mit einem Sport, den fast jeder schon einmal gespielt hat. Gegenüber StartupValley nannten sie rund 15.000 Tischtennisplatten im Freien in Deutschland und über 70 Prozent der Bevölkerung, die Tischtennis spielen können. Die Wette lautet: Wer die Sportart kennt, zahlt für gute Bedingungen und für Wetterunabhängigkeit.
Dass Aufmerksamkeit dem Konzept zufliegt, hat der Club schon einmal erlebt. Im Herbst 2025 teilte Schauspieler Timothée Chalamet eine Instagram-Story aus dem Berliner Laden, in der Zeiler mit alten Hartbelägen spielt. Chalamet warb damals für den Tischtennisfilm Marty Supreme und erreicht rund 19 Millionen Follower, wie Für-Gründer.de berichtete.
Hat Ding Dong Ping Pong bei der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?
Nein. Alle Löwen stiegen aus, und das lag nicht an der Idee, sondern an der Bewertung von 5 Millionen Euro. Die Einzelheiten des Abends stehen in unserem Bericht zur ersten Folge, eine Einordnung der Reaktionen hat TV Movie aufgeschrieben.
| Löwin oder Löwe | Entscheidung | Begründung |
|---|---|---|
| Dagmar Wöhrl | kein Angebot | Bewertung zu hoch bei teurer Ausstattung, Konzept leicht kopierbar |
| Ralf Dümmel | kein Angebot | Idee gut, aber nicht sein Geschäftsmodell |
| Carsten Maschmeyer | kein Angebot | nannte die Bewertung eine Frechheit |
| Janna Ensthaler | kein Angebot | stieg mit Maschmeyer aus |
| Frank Thelen | kein Angebot | Tischtennisfan, kam bei der Bewertung aber nicht zusammen |
Am längsten rang Frank Thelen mit sich, der den Sport selbst spielt. Er sagte in der Sendung, er hätte wirklich große Lust, das mit den Gründern aufzubauen, weil er Tischtennis so sehr liebe. Zusammengekommen sind beide Seiten trotzdem nicht. Wer wissen will, welche Investorinnen und Investoren in dieser Staffel am Pult saßen, findet sie in unserer Übersicht zur Jury.
Seit der Sendung läuft der Betrieb weiter. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben je einen Club in Berlin und in Essen, ein zweiter Berliner Standort an der Kulturbrauerei ist angekündigt. Eine nachträgliche Einigung mit einem Löwen ist nicht belegt.
Unsere Einschätzung: Hat Ding Dong Ping Pong Potenzial?
Die Kritik der Löwen trifft einen echten Punkt. Ein Club bindet Kapital in Miete, Tischen und Technik, und der Umsatz je Quadratmeter ist gedeckelt, weil an einer Platte nur ein Spiel gleichzeitig läuft. Bei 16 bis 25 Euro je Stunde muss eine Halle sehr gut ausgelastet sein, bevor sie trägt. Kopieren lässt sich das Ganze obendrein.
Dagegen steht etwas, das Tabellen schlecht abbilden. Die Marke trägt Humor, der Ort ist leicht zu erklären, und die Nachfrage nach Dritten Orten jenseits von Kneipe und Fitnessstudio wächst. Die Geschichte von Einhorn zeigt, was ein Nein in der Höhle wert ist: Es ist ein Urteil über eine Bewertung an einem Abend, nicht über ein Unternehmen. In dieser Staffel ging es vielen so, wie unsere Auswertung aller Deals zeigt.
Mehr zu den Startups dieser Folge steht in unseren Porträts zu sauberdropz, KORALLS, Piesel Piepser und Naturally Naughty. Alle Sendetermine der Jubiläumsstaffel stehen in unserer Übersicht zu Staffel 20, alle Beiträge zur Sendung im Themenbereich Höhle der Löwen.
Häufige Fragen zu Ding Dong Ping Pong
Hat Ding Dong Ping Pong bei der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?
Nein. Waldemar Zeiler und Kian Pariwar forderten 500.000 Euro für 10 Prozent, alle Löwen stiegen aus. Als Grund nannten sie die Bewertung von 5 Millionen Euro.
Was kostet eine Stunde bei Ding Dong Ping Pong?
Eine Platte kostet je nach Uhrzeit und Tischart 16 bis 25 Euro pro Stunde für bis zu vier Personen zusammen (Stand Oktober 2026). Gebucht wird in halben Stunden, Schläger und Bälle sind enthalten.
Wo gibt es Ding Dong Ping Pong Clubs?
Geöffnet sind ein Club in Berlin an der Prenzlauer Allee 38 und einer in Essen. Ein weiterer Berliner Standort an der Kulturbrauerei ist angekündigt.
Wer hat Ding Dong Ping Pong gegründet?
Kian Pariwar und Waldemar Zeiler, beide Geschäftsführer der Ding Dong Ping Pong GmbH in Berlin. Zeiler gehört auch zu den Gründern des Kondomherstellers Einhorn.
Wie kommt man in die Höhle der Löwen?
Bewerben kann sich jedes Unternehmen mit einem marktreifen Produkt über das Bewerbungsformular des Senders. Welche Unterlagen nötig sind und wie der Auswahlweg läuft, haben wir in unserem Leitfaden zur Bewerbung zusammengestellt.



















