PropTech, kurz erklärt: Startups mit Software und digitalen Diensten rund um Immobilien: Vermieten, Verwalten, Bauen, Finanzieren und Betreiben von Gebäuden.
PropTech, kurz für Property Technology, steht für Startups, die Software und digitale Dienste rund um Immobilien anbieten: Suchen, Vermieten, Verwalten, Bauen, Finanzieren und Betreiben. Der Begriff überschneidet sich mit ConTech für das Bauen und mit FinTech für die Finanzierung von Immobilien.
Was bedeutet PropTech?
Die Immobilienwirtschaft gilt als Branche mit vielen Papierprozessen: Besichtigungen, Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen, Handwerkertermine. PropTechs digitalisieren solche Abläufe oder bauen neue Geschäftsmodelle darauf auf. Ihre Kunden sind je nach Modell Mieter und Käufer, Vermieter, Hausverwaltungen, Bauunternehmen oder große Bestandshalter.
Die Bereiche von PropTech
| Bereich | Typische Leistungen |
|---|---|
| Vermarktung und Vermietung | Portale, digitale Besichtigung, Auswahl von Mietern, digitale Mietverträge |
| Verwaltung | Software für Hausverwaltungen, Nebenkostenabrechnung, Kommunikation mit Mietern, Schadensmeldungen |
| Planen und Bauen (ConTech) | Gebäudemodelle, Baustellensoftware, Ausschreibungen |
| Finanzierung und Investition | Vermittlung von Krediten, Crowdinvesting in Immobilien, Bewertung |
| Betrieb und Energie | Gebäudetechnik, Verbrauchsmessung, Steuerung von Heizung und Strom |
Was PropTech-Gründer früh klären
Viele PropTech-Modelle berühren erlaubnispflichtige Tätigkeiten. Wer gewerbsmäßig Verträge über Grundstücke, Gewerberäume oder Wohnungen vermittelt oder die Gelegenheit dazu nachweist, braucht eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung. Dieselbe Vorschrift erfasst die Vermittlung von Darlehen, Bauträger und Baubetreuer sowie die Verwaltung von Wohnungseigentum und Mietwohnungen für Dritte. Wer Baufinanzierungen für Verbraucher vermittelt, braucht eine Erlaubnis nach § 34i Gewerbeordnung. Geht es um Geld von Anlegern, kommen die Regeln für Finanzierungen hinzu, die unser Ratgeber zu Crowdfunding und Crowdinvesting beschreibt. Und weil PropTechs mit Daten von Mietern und Käufern arbeiten, gehört der Datenschutz von Anfang an in das Produkt.
Welche Gründungen in diesem Feld schon unterwegs sind, zeigt unser Beitrag Diese 5 PropTech-Startups solltest du kennen, wie große Immobilienunternehmen mit Startups zusammenarbeiten, das Gespräch mit Drees & Sommer.
Häufige Fragen zu PropTech
Was macht ein PropTech?
Es bietet digitale Produkte für Immobilien an, etwa Software für Hausverwaltungen, Plattformen für Vermietung und Verkauf oder Technik, die den Energieverbrauch von Gebäuden misst und steuert.
Was ist der Unterschied zwischen PropTech und ConTech?
ConTech, kurz für Construction Technology, meint Technik für Planung und Bau. PropTech ist der weitere Begriff und umfasst auch Vermarktung, Verwaltung, Finanzierung und Betrieb von Immobilien.
Braucht ein PropTech eine Maklererlaubnis?
Wenn es gewerbsmäßig Miet- oder Kaufverträge über Immobilien vermittelt oder die Gelegenheit dazu nachweist, ja: Dafür ist eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung nötig. Reine Software für Vermieter oder Verwaltungen fällt nicht darunter. Übernimmt das PropTech selbst die Verwaltung für Eigentümer, gilt § 34c Abs. 1 Nr. 4 Gewerbeordnung.
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